Historische Stadtmauer in Landau muss Fernwärmeleitung teils weichen
- Im Marienring taucht bei Bauarbeiten ein historisches Mauerstück auf, bevor es abgetragen wird.
- Foto: Stadt Landau
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Landau. Bei den Arbeiten für die neue Fernwärmeleitung am Marienring ist ein Teil der historischen Stadtmauer freigelegt worden. Das Mauerstück gehört zur ehemaligen Befestigungsanlage Landaus. Für die Verlegung der Fernwärmeleitung muss ein begrenzter Abschnitt abgetragen werden.
Stadt Landau und EnergieSüdwest hatten nach eigenen Angaben mehrere Möglichkeiten geprüft, um das historische Mauerwerk möglichst vollständig zu erhalten. Eine Verlegung der Fernwärmetrasse wäre jedoch nur mit erheblichem Aufwand möglich gewesen. Ampel- und Versorgungskabel im Untergrund schränkten die Möglichkeiten für eine alternative Leitungsführung zusätzlich ein.
Die zuständigen Behörden stimmten deshalb einem Teilabtrag des freigelegten Mauerwerks zu. Stadt und EnergieSüdwest bedauern, dass der Abschnitt nicht vollständig an Ort und Stelle erhalten werden kann.
Teil der Stadtmauer wird für Fernwärmeleitung abgetragen
Für die Verlegung der Rohre muss das Mauerwerk auf einer Länge von etwa 3,5 Metern und bis zu einer Tiefe von 1,20 Metern abgetragen werden. Der Rückbau soll nach Angaben der Beteiligten sorgfältig erfolgen.
Fachleute dokumentieren den historischen Fund. Dadurch sollen wichtige Erkenntnisse über die Stadtbefestigung auch nach dem Eingriff erhalten bleiben.
Verkehr am Marienring
Durch die Bauarbeiten kommt es am Marienring weiterhin zu Verkehrseinschränkungen. Nach Angaben der Stadt und von EnergieSüdwest verlängern sich diese durch den Teilabtrag nicht zusätzlich. Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sollten die Beschilderung vor Ort beachten.
Historischer Hintergrund
Bei dem Fund handelt es sich um die Gegenmauer des Hauptgrabens vor dem südöstlichen Eckturm Nummer 28 und dessen Vorwerk, der sogenannten Contregarde Nummer 11.
Die Mauer war Teil der früheren Befestigungsanlagen der Stadt. Der Fund zeigt, wie die historischen Wall- und Grabenanlagen in diesem Bereich aufgebaut waren.
Die wichtigsten Fakten
- Fundort: Marienring in Landau
- Entdeckt wurde: ein Abschnitt der historischen Stadtmauer
- Historische Einordnung: Gegenmauer des Hauptgrabens vor Eckturm Nummer 28 und Contregarde Nummer 11
- Teilabtrag: etwa 3,5 Meter Länge und 1,20 Meter Tiefe
- Grund: Verlegung einer Fernwärmeleitung
- Beteiligte: Stadt Landau und EnergieSüdwest
- Dokumentation: Fachleute halten den Fund fachgerecht fest
- Verkehr: Die Einschränkungen am Marienring verlängern sich durch die Lösung nicht zusätzlich
Autor:Annina Ksionsek aus Landau |