Burrweiler startet „Hallo Nachbar“: Mehr Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft
- Ein kurzer Gruß oder ein Blick nach nebenan kann helfen, wenn jemand zu Hause plötzlich Unterstützung braucht.
- Foto: Südliche Weinstraße
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Burrweiler. Ein kurzer Gruß, ein Blick über den Gartenzaun, ein tägliches Lebenszeichen. Genau dazu will die neue Aktion „Hallo Nachbar“ in Burrweiler anstoßen. Katharina Rösch, Fachkraft Gemeindeschwester plus für die Verbandsgemeinde Edenkoben, und Ingrid Weber, Seniorenbeauftragte der Ortsgemeinde, haben die Initiative im Ort gestartet.
Der Kreis Südliche Weinstraße und die Verbandsgemeinde Edenkoben nennen in einer gemeinsamen Pressemitteilung Vorkommnisse in Burrweiler als Hintergrund, bei denen Menschen in hilflosen Situationen waren. Rösch und Weber wollen dafür sensibilisieren, in der Nachbarschaft noch stärker aufeinander zu achten. Auch in einem Dorf könne es passieren, dass jemand über Stunden oder sogar Tage allein zu Hause hilflos bleibt.
Brief an alle Haushalte, aber keine Anmeldung nötig
Rösch und Weber haben dazu einen Brief an alle Haushalte in Burrweiler verteilt. Darin schreiben sie: „Sprechen Sie miteinander, denn ein kurzes ‚Hallo‘ tut gut und kann vieles verhindern!“ Die Aktion verpflichtet laut den Initiatorinnen zu nichts. Niemand müsse sich anmelden. Jede und jeder könne individuell gestalten, wie man in der Nachbarschaft kommuniziert.
Ziel ist ein tägliches, kurzes Lebenszeichen. Das soll Sicherheit und Verbindung stärken und im Notfall frühe Hilfe ermöglichen. Burrweiler dient dabei als Pilotprojekt, wie die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße mitteilt.
Wer Fragen hat oder Unterstützung sucht, erreicht Katharina Rösch telefonisch unter 06341 940-657 oder per E-Mail an Katharina.Roesch@suedliche-weinstrasse.de. Ingrid Weber ist telefonisch unter 01575 5238394 erreichbar.
Das Angebot Gemeindeschwester plus richtet sich an ältere, insbesondere hochbetagte Menschen, die selbstständig zu Hause leben und noch keinen Pflegegrad haben. Die Fachkräfte beraten auf Wunsch zu Hause und individuell, zum Beispiel zu Gesundheit, Teilhabe und Lebensführung. Informationen gibt es online unter www.suedliche-weinstrasse.de/gemeindeschwesterplus.
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |