Bundeswehr-Rückkehr nach Kusel rückt mit Erklärung näher
- Für die ehemalige Unteroffizier-Krüger-Kaserne in Kusel gibt es neue Perspektiven.
- Foto: Kreisverwaltung Kusel, Karla Hagner
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Kusel. Für die ehemalige Unteroffizier-Krüger-Kaserne gibt es eine neue Perspektive. In der Kreisverwaltung haben Beteiligte am Mittwoch, 30. September, eine Absichtserklärung für eine mögliche erneute militärische Nutzung des Geländes und des früheren Standortübungsplatzes unterzeichnet.
Damit rückt ein Ziel näher, für das sich Stadt, Verbandsgemeinde und Landkreis nach eigenen Angaben seit Jahren einsetzen. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, geht es um eine Rückkehr der Bundeswehr nach Kusel.
Landrat Johannes Huber sprach bei der Unterzeichnung von einer konkreten Perspektive. Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung, der Bundeswehr, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, des Landes Rheinland-Pfalz und der Kommunen kamen zusammen, um die Voraussetzungen für eine Rückkehr nach Kusel zu schaffen.
„Wir werden alles in unserer Zuständigkeit Liegende tun, um die weiteren Verfahren konstruktiv, verlässlich und so zügig wie möglich voranzubringen“, sagte Huber. „Mit der heutigen Unterzeichnung beginnt die nächste Etappe und ich freue mich auf den Tag, an dem wir wieder Soldatinnen und Soldaten in Kusel begrüßen können“.
Vor einer Entscheidung bleiben noch Fragen offen
Bis dahin müssen laut Kreisverwaltung noch Fragen zur Entwicklung des Geländes und zu den weiteren Verfahren geklärt werden.
Hintergrund sind die veränderte Sicherheitslage in Europa und der geplante Aufwuchs der Bundeswehr. Das Bundesministerium der Verteidigung setzte deshalb im Oktober die Umwandlung zahlreicher ehemaliger Militärliegenschaften für eine zivile Nutzung aus. Davon ist auch die ehemalige Unteroffizier-Krüger-Kaserne betroffen. Im August beauftragte das Ministerium für Kusel und vier weitere Standorte konkrete vorbereitende Schritte.
Huber dankte den Beteiligten auf Bundes- und Landesebene sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben für die Zusammenarbeit. Er hob auch das gemeinsame Engagement vor Ort hervor. Die Stadt Kusel, die Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, der Landkreis und politische Vertreter setzten sich demnach gemeinsam für eine Reaktivierung des Standortes ein.
Eine Rückkehr der Bundeswehr könnte dem Landkreis neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse bringen. Die Kreisverwaltung nennt dabei unter anderem den Wohnungsmarkt, das Handwerk, den Handel und Dienstleistungsbetriebe. red/anjs
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |