Bei der praktischen Unterstützung hapert es noch
Bürgerbus-Projekt weitgehend befürwortet

Kusel. Auch die Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan will einen Bürgerbus einrichten. Mit einer Informationsveranstaltung letzte Woche im Horst-Eckel-Haus war den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit geboten, sich ein Bild über ein solches Modell zu machen, das in Erster Linie älteren oder auch nichtmobilen Personen Gelegenheit bietet, Arzt- und Behördenbesuche oder auch Einkäufe im Bereich der Verbandsgemeinde vorzunehmen. Das Projekt „Bürgerbus“ existiert in der Verbandsgemeinde Oberes Glantal bereits seit einem Jahr, der frühere Verbandsbürgermeister von Schönenberg-Kübelberg, Karl-Heinz Schoon, der wesentlich an der Einführung des Projektes beteiligt war und ist, stellte die dortigen Erfahrungen dar. Zu der Informationsveranstaltung im Horst-Eckel-Haus hatte die Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan eingeladen.
Bürgermeister Dr. Stefan Spitzer stellte das Motto „Bürger fahren für und mit Bürgern“ vor. Das Projekt solle sich an den Erfahrungen in der VG Oberes Glantal orientieren. Demnach soll der Bürgerbus an zwei Tagen in der Woche alle 34 Ortsgemeinden, allerdings ohne festen Fahrplan, ansteuern.
Die Fahrten sollen unentgeltlich erfolgen, allerdings können die Nutzer auch spenden, um die Kosten auszugleichen.
Als ersten Schritt will die VG ein Organisationsteam einrichten, das aus Fahrpersonal, Telefondienst, aber auch Mitarbeiter im Fuhrpark bestehen soll. Diese arbeiten alle auf Ehrenamtsbasis.
Für das Fahren der Busse sei lediglich der normale Führerschein für PKW’s erforderlich, allerdings würden Interessenten einer medizinischen Untersuchung unterzogen, inklusive eines Fahrsicherheits- Trainings und eines Erste-Hilfe-Kurses.
In einem ersten Schritt sollen zwei Busse auf Leasingbasis angeschafft werden. Die Busse verfügen über 8 Sitzplätze und können auch Rollatoren transportieren, allerdings keine Rollstühle.
Den Ablauf stellt sich Dr. Stefan Spitzer wie folgt vor:
Interessenten rufen an einer noch zu schaffenden Stelle, voraussichtlich bei den Stadtwerken in Kusel im Kundencenter an und melden ihren Fahrwunsch . Alle Fahrten erfolgen dann am Folgetag und werden dann kostengünstig organisiert, sowohl Hin- als auch Rückweg. Als Zeitpunkt für den Start nannte Dr. Spitzer noch das Jahr 2018.
Voraussetzung sei allerdings, dass sich genügend ehrenamtliche finden, die das Projekt tragen.
Der Bürgerbus schaffe nicht nur die Möglichkeit der Beförderung von Personen zu ihren Wunschzielen, sondern bringe auch eine Bereicherung im kommunikativen Bereich, denn das Gespräch untereinander im Bus sei für ältere Personen schon ein Gewinn und wirke der Vereinsamung entgegen., führte Karl- Heinz Schoon als Zusatzgewinn der Einrichtung aus.
Aus dem Kreis der nicht gerade zahlreich gekommenen Bürger wurden Fragen nach Fahrten auch außerhalb des Kreises gestellt, vor allem von Bürgern, die am Rand des Kreises wohnen. Diese wolle die Verbandsgemeinde gern prüfen.
Interessenten, die als Ehrenamtler das Projekt unterstützen wollen, können sich an die Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, Telefon 06381 6080-0 wenden.

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