Alte-Welt-Verein ehrt Engagierte und meldet digitalen Schritt für die Region
- Der Alte-Welt-Verein hat in Meisenheim auf sein Vereinsjahr zurückgeblickt und die Aufnahme der Region ins Kulturlandschaftsportal KuLaDig bekanntgegeben.
- Foto: Alte Welt e.V./Gratis
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Meisenheim. Bei der Mitgliederversammlung des Alte-Welt-Vereins im Haus der Begegnung hat es nicht nur den Rückblick aufs Vereinsjahr gegeben. Für die Region gab es auch einen neuen Schritt bei der digitalen Sichtbarkeit. Die Alte Welt wird Teil des Kulturlandschaftsportals KuLaDig.
Die Versammlung fand am Mittwoch, 19. August, um 19 Uhr in der ehemaligen Synagoge in Meisenheim statt. Wie der Verein mitteilt, begrüßte der Vorsitzende und Landrat des Landkreises Kaiserslautern, Ralf Leßmeister, die Anwesenden sowie den erweiterten Vorstand mit Landrätin Bettina Dickes und den Landräten Rainer Guth und Johannes Huber. Felix Fey, Vorsitzender des Trägervereins Haus der Begegnung, stellte den historischen Ort kurz vor.
Ein zentrales Thema war die Aufnahme der Alten Welt in das digitale Kulturlandschaftsportal KuLaDig. Prof. Dr. Hannes Kopf, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, gab die Aufnahme bekannt und überreichte die Urkunde an Leßmeister. Das vom Land Rheinland-Pfalz geförderte Portal erfasst kulturhistorisch bedeutsame Objekte und Landschaften digital und macht sie öffentlich zugänglich.
Neue Mitglieder und Rückblick auf das Vereinsjahr
Leßmeister bewertete den Schritt als wichtige Anerkennung für die Region. Wörtlich sagte er: „Die Alte Welt zwischen Glan, Lauter und Alsenz lebt von ihren Dörfern und kleinen Städten, von ihren Landschaften, Traditionen und vor allem von den Menschen, die sich mit großer Verbundenheit für ihre Heimat engagieren. KuLaDig bietet uns die Möglichkeit, diese Vielfalt wissenschaftlich fundiert zu dokumentieren, digital zu bewahren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Als Vorsitzender des Alte-Welt-Vereins freue ich mich sehr, dass unsere Initiative nun Teil dieses landesweiten Informationssystems ist. Damit stärken wir nicht nur die Wahrnehmung unserer Region über die Kreisgrenzen hinaus, sondern schaffen auch neue Zugänge für Einheimische, Gäste und kommende Generationen".
Außerdem nahm der Verein neue Mitglieder auf. Die Ortsgemeinde Schneckenhausen trat als Gebietskörperschaft bei. Fördermitglied wurde der ehemalige Leiter des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz, Richard Lutz.
In seinem Rechenschaftsbericht blickte Leßmeister auf das vergangene Vereinsjahr zurück. Dazu gehörten ein Informationsabend zur Fördermittelberatung in Abtweiler, ein Alte-Welt-Stammtisch zum Thema Altbau sanieren und heizen in Niederkirchen, die Fortführung von Offene Gartentüren am 28. Juni sowie acht ausgebuchte Oldtimerbus-Touren. Auch die Fördermittelberatung für Ortsgemeinden, die Aktivierung des Bürgerbeirats, Projekte zur interkommunalen Zusammenarbeit sowie Gespräche zum Radwegeausbau und zur Straßensanierung zählten dazu.
Kassenwartin und Landrätin Bettina Dickes stellte gemeinsam mit Geschäftsführerin Jessica Trogler die Einnahmen und Ausgaben vor. Der Verein schloss mit einem positiven Ergebnis ab. Danach entlastete die Mitgliederversammlung den Vorstand.
Die Mitglieder stimmten außerdem über eine Änderung der Beitragsordnung ab. Vorgeschlagen wurde ein Mindestbeitrag von 12 Euro pro Jahr für Fördermitglieder. Der Betrag bleibt frei wählbar und kann jährlich angepasst werden.
Bei den Impulsvorträgen stellte Jessica Trogler eine neue Danke-Kampagne zur Wertschätzung des Ehrenamts vor. Der Antrag bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ist laut Verein eingegangen. Die Bewilligung oder Bestätigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn steht noch aus. Natalie Miller, Dorfumbaumanagerin der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, und Harald Westrich von der Wohnbaugesellschaft der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg gaben ebenfalls Einblicke in ihre Arbeit.
Zum Abschluss ehrte die Versammlung die Zukunftsinitiativen 2025. Ausgezeichnet wurden Wolfgang Pfleger aus Niederkirchen, Renate Gilcher aus Meisenheim, Matthias und Marianne Schäfer sowie Bernhard Schäfer aus Schweisweiler und Petra Rübel aus Schellweiler.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |