Omas (und Opas) for Future im Einsatz
5.000 weggeworfene „Kippen“ eingesammelt
Vor zwei bis drei Wochen hatten wir hier im Wochenblatt bereits auf die Aktion der Omas (und Opas) for Future im Donnersbergkreis hingewiesen. Am 24. September trafen sich zwölf Mitglieder der Gruppe am Mozartbrunnen in Kirchheimbolanden, um in der Innenstadt aktiv zu werden.
Ausgerüstet mit Greifern, Handschuhen, Müllsäcken, teilweise eigens angefertigten Werkzeugen und einem Bollerwagen mit Informationstafeln machten sie sich auf die Suche. „Zunächst sah es so aus, als wäre gar nicht viel zu finden“, berichtet einer der Beteiligten. Er probierte zunächst die selbstgebauten Stäbe aus, die an der Spitze mit einem kleinen Dorn versehen sind.
„Wenn man dann aber genau hinschaut, sieht man erst, wo überall Zigarettenkippen zu finden sind – in Ritzen und an vielen anderen Stellen.“ Dass am Ende rund 5.000 dieser kleinen „Giftbomben“ zusammenkommen würden, war zu Beginn allerdings nicht abzusehen. Die gesammelten Zigarettenstummel füllten schließlich zwei Fünf-Liter-Gläser.
„Unglaublich, was da zusammenkommt!“, so eine der Aktiven. „Es müssten aber auch mehr Möglichkeiten geschaffen werden, Kippen ordnungsgemäß zu entsorgen.“
Vorbildlich fiel den Aktiven eines der Geschäfte in der Innenstadt auf. Dort stand neben Tisch und Stühlen ein Aschenbecher bereit. Entsprechend waren in diesem Bereich auch keine Zigarettenstummel zu finden – an anderen Stellen dafür umso mehr.
Vielleicht ist dieses Beispiel eine Motivation für weitere Geschäfte, Aschenbecher oder andere Entsorgungsmöglichkeiten aufzustellen. Die Omas und Opas for Future wollen an dem Thema dranbleiben, informieren und mit öffentlichen wie auch nichtöffentlichen Stellen Kontakt aufnehmen, um Lösungen für das Problem zu finden. Denn achtlos weggeworfene Zigarettenkippen sind nicht nur in der Innenstadt ein Problem.
„Die Information ist ganz wichtig, denn kaum jemand, der seine Zigarette achtlos wegwirft, weiß, welche Schadstoffe neben Nikotin die Umwelt und vor allem unser Grundwasser belasten“, erklären die Aktiven. Nach ihren Berechnungen können die eingesammelten Kippen bis zu 250.000 Liter Wasser verunreinigen – das entspricht etwa 1.250 Badewannen.
Dabei sind mögliche weitere Belastungen für Mensch und Umwelt durch das Mikroplastik, das beim Zerfall der Zigarettenfilter entsteht, noch nicht berücksichtigt.
Weitere Informationen unter:
Donnersbergkreis - Omas For Future
oder
donnersbergkreis@omasforfuture.deVor zwei bis drei Wochen hatten wir hier im Wochenblatt bereits auf die Aktion der Omas (und Opas) for Future im Donnersbergkreis hingewiesen. Am 24. September trafen sich zwölf Mitglieder der Gruppe am Mozartbrunnen in Kirchheimbolanden, um in der Innenstadt aktiv zu werden.
Ausgerüstet mit Greifern, Handschuhen, Müllsäcken, teilweise eigens angefertigten Werkzeugen und einem Bollerwagen mit Informationstafeln machten sie sich auf die Suche. „Zunächst sah es so aus, als wäre gar nicht viel zu finden“, berichtet einer der Beteiligten. Er probierte zunächst die selbstgebauten Stäbe aus, die an der Spitze mit einem kleinen Dorn versehen sind.
„Wenn man dann aber genau hinschaut, sieht man erst, wo überall Zigarettenkippen zu finden sind – in Ritzen und an vielen anderen Stellen.“ Dass am Ende rund 5.000 dieser kleinen „Giftbomben“ zusammenkommen würden, war zu Beginn allerdings nicht abzusehen. Die gesammelten Zigarettenstummel füllten schließlich zwei Fünf-Liter-Gläser.
„Unglaublich, was da zusammenkommt!“, so eine der Aktiven. „Es müssten aber auch mehr Möglichkeiten geschaffen werden, Kippen ordnungsgemäß zu entsorgen.“
Vorbildlich fiel den Aktiven eines der Geschäfte in der Innenstadt auf. Dort stand neben Tisch und Stühlen ein Aschenbecher bereit. Entsprechend waren in diesem Bereich auch keine Zigarettenstummel zu finden – an anderen Stellen dafür umso mehr.
Vielleicht ist dieses Beispiel eine Motivation für weitere Geschäfte, Aschenbecher oder andere Entsorgungsmöglichkeiten aufzustellen. Die Omas und Opas for Future wollen an dem Thema dranbleiben, informieren und mit öffentlichen wie auch nichtöffentlichen Stellen Kontakt aufnehmen, um Lösungen für das Problem zu finden. Denn achtlos weggeworfene Zigarettenkippen sind nicht nur in der Innenstadt ein Problem.
„Die Information ist ganz wichtig, denn kaum jemand, der seine Zigarette achtlos wegwirft, weiß, welche Schadstoffe neben Nikotin die Umwelt und vor allem unser Grundwasser belasten“, erklären die Aktiven. Nach ihren Berechnungen können die eingesammelten Kippen bis zu 250.000 Liter Wasser verunreinigen – das entspricht etwa 1.250 Badewannen.
Dabei sind mögliche weitere Belastungen für Mensch und Umwelt durch das Mikroplastik, das beim Zerfall der Zigarettenfilter entsteht, noch nicht berücksichtigt.
Weitere Informationen unter:
Donnersbergkreis - Omas For Future
oder
donnersbergkreis@omasforfuture.de
Autor:Rainer Niemann aus Kirchheimbolanden |
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