Kartoffelanbau in Baden-Württemberg bricht ein: Rekordernte wirkt nach
- Im Südwesten wird auf weniger Fläche Kartoffelanbau betrieben. (Foto-Archiv)
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Baden-Württemberg. Auf vielen Feldern im Südwesten werden in diesem Jahr deutlich weniger Kartoffeln angebaut. Nach ersten Schätzungen sinkt die Anbaufläche im Land stark. Grund ist vor allem die sehr große Ernte im vergangenen Jahr mit entsprechend niedrigen Preisen.
Nach Angaben des Statistischen Landesamts in Fellbach bei Stuttgart geht die Kartoffelfläche um fast 30 Prozent zurück. Insgesamt werden nur noch rund 3.800 Hektar bewirtschaftet. Die Rekordernte zuvor führte zu einem Überangebot am Markt. Für viele Betriebe lohnte sich der Anbau daher weniger.
Wintergetreide legt auf den Feldern zu
Während Kartoffeln seltener angebaut werden, wächst die Fläche für mehrere Winterkulturen. Diese wurden bereits im vergangenen Herbst ausgesät und sind laut Statistikern größtenteils gut durch den Winter gekommen.
Vor allem beim Getreide zeigt sich ein Plus:
- Winterweizen einschließlich Dinkel und Einkorn steigt um etwa 4 Prozent auf rund 221.800 Hektar.
- Wintergerste wächst um etwa 2 Prozent auf rund 81.100 Hektar.
- Sommergerste geht dagegen um rund 8 Prozent auf etwa 48.100 Hektar zurück.
Auch bei der wichtigsten Ölfrucht im Land zeigt sich ein leichter Zuwachs. Die Fläche für Winterraps steigt um knapp 3 Prozent auf rund 54.300 Hektar.
Maisfläche wächst nur leicht
Der Maisanbau entwickelt sich dagegen kaum. Nach den ersten Schätzungen liegt die Fläche etwa 1 Prozent über dem Wert des Vorjahres.
Die Zahlen gelten als erste Einschätzung für die aktuelle Anbausaison. Endgültige Ergebnisse können sich im Jahresverlauf noch verändern. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |