Mit „Servus“ und Vorfreude: So emotional startet Max Senft beim Karlsruher SC
- Der neue Cheftrainer beim KSC; Max Senft
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Karlsruhe. KSC. Mit einem zünftigen „Servus“ begrüßte der neue KSC-Trainer Maximilian „Max“ Senft ( 4.8.1989, Wien) die stattliche Runde bei seiner ersten Pressekonferenz im Badischen.
Erste Treffen gab es schon im Winter
Den ersten Kontakt zum neuen Trainer gab es von Vereinsseite schon im Januar, Februar 2026. „Das waren eher lockere Gespräche am Anfang und die haben sich immer weiter intensiviert“, so Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann, mehrere Treffen zu verschiedenen Themenfeldern. Es sei ein „Privileg“, einen Verein wie den KSC trainieren zu dürfen, so Senft, an dem so viel Geschichte dranhängt. Das sei durchaus ein „fußball-romantisches Gefühl“; Das sei Herausforderung aber auch Verantwortung: Auf diese Aufgabe habe er große Lust und auf diese freue er sich auch sehr.
Angekommen in Karlsruhe
Die vergangene Spielzeit hat Senft mit seinem Team SV Ried als Aufsteiger in die erste Liga als Siebter beendet, zog dadurch in das Österreich-interne Play-off um den letzten Startplatz für die UEFA Conference League ein. Das Hinspiel wurde mit 2 zu 1 gegen Rapid Wien gewonnen, das Rückspiel Ende Mai allerdings 0 zu 3 verloren! Danach ging es an die Vorbereitung für die neue Aufgabe, so Senft – und erwähnte eine nette Begebenheit aus seinem Urlaub, als ihn eine Familie mit Nachwuchs im KSC-Trikot auf die neue Aufgabe angesprochen habe.
Dies sei aber nicht sein erster Kontakt zu Karlsruhe gewesen. Den KSC habe er auch schon in seiner Jugend wahrgenommen, immer mal wieder auch die deutschen Ligen verfolgt, dazu kamen die vergangenen Wochen mit viel Videostudium zum KSC und den Spielern, in den vergangenen Tagen dazu der Austausch mit Mitarbeitern, dem Umfeld und erste persönliche Kontakte zu den Spielern: „Ich habe ganz viel Vorfreude auf die Arbeit – und ich freue mich wirklich auf Sonntag, um mit den Jungs am Platz zu stehen.“
Gerade der Austausch sei ihm sehr wichtig, „wie wir als Mannschaft auftreten“. Dabei gehe es nicht unbedingt nur um Fußball-Inhalte, sondern das Miteinander, „wie sich die Spieler als Gruppe zusammenfinden und wie wir miteinander umgehen auf dem Platz, was wir auch entsprechend im Stadion vermitteln und repräsentieren wollen“ Das sei eine ganz wichtige Basis, bevor man überhaupt über Fußballinhalte sprechen könne, so Senft, dessen Familie weiter in Wien leben wird.
KSC erweitert das Team rund um das Team
„Wir haben einen umfangreichen Veränderungsprozess durchlaufen“, so Eggimann, das bedeute auch viele neue Gesichter – nicht nur Spieler bei den Blau-Weißen. Ob im Trainerteam, Athletikbereich, Staff, Analyst, Team-Management, Kaderplaner, Chefscout oder Abteilungsleiter Entwicklung. Über 20 Personen sind nun im Umfeld der Mannschaft tätig. Wichtig sei dabei, so Eggimann, weiter verstärkt den Blick zum Nachwuchs und zum Übergang Richtung Profis zu richten.
Wie will Senft spielen lassen?
Ganz wichtig sei, die individuellen Spielerstärken der Mannschaft auf den Platz zu bekommen, dabei Synergien zu schaffen zwischen den Spielern. Aktiv verteidigen, früh draufgehen, so Senft, und ließ durchblicken, dass er eine Vorliebe für einen intensiven Spielstil im Sinne von intensiven Läufen habe. Aber dazu gehöre auch eine gute Vorbereitung.
Wichtig sei dem neuen Cheftrainer, „dass wir sehr aktiv verteidigen, Bälle im Vorwärtsverteidigen gewinnen, sehr aggressiv sein wollen.“ Das sei durchaus das ein oder andere Merkmal, wie die Mannschaft auftreten solle. Doch aktuell stehe der Verein mitten in einem großen Veränderungsprozess, das müsse nun Schritt für Schritt gehen, „um das Ganze auch sauber aufzubauen.“ Aus seiner Sicht sei es die Kunst des Trainerjobs, Intuition für die Menschen zu verbinden mit strategischen Elementen. „So interpretiere ich den Fußballtrainerjob“, so Senft; das mache ihn auch aus, weil er so komplex sei, so viele Themenfelder habe.
Denn noch ist der KSC-Kader nicht komplett, doch der neue Trainer war seit den ersten Gesprächen in die Planungen einbezogen; nach der Finalisierung des Kontrakts dann direkter. Wichtig sei, zusätzliche Spieler zu finden, „die charakterlich zum KSC passen“. Das sei für den neuen Trainer ein ganz wichtiger Eckpfeiler.
Louey Ben Farhat
Angesprochen auf das Interesse von einigen Mannschaften an Louey Ben Farhat, entgegnete Eggimann, dass er ein sehr wichtiger Spieler für die nächste Saison sei – ließ aber durchblicken, dass es da schon eine „Schmerzgrenze“ gebe. Doch aktuell würde sein sportlicher Mehrwert für den KSC höher zählen als die wirtschaftliche Komponente: Wir hätten gerne Louey nächstes Jahr hier beim KSC!“ Mit anderen Worten: Wenn der wirtschaftliche Wert diese „Schmerzgrenze“ überschreitet, wird sich die Betrachtung ändern!
Keine „Wunschspieler“
In Sachen „Wunschspieler“ hielt sich der neue Trainer etwas bedeckt, da gehe es nicht um Namen, sondern eher um Profile, ob der Spieler „zu der Art und Weise wie wir diese Saison spielen wollen und auch zur Mannschaft passt“.
Im Gespräch sind dabei die Linksverteidigerposition, ein Innenverteidiger, einen „Sechser“ – und auch im Sturmbereich! Daran werde aktuell gearbeitet, der Kader werde nach und nach komplettiert, der Verein wolle dem neuen Trainer einen bestmöglichen Kader zusammenstellen, dass er auch eben erfolgreich arbeiten könne. Das Team müsse mit Ruhe und Bedacht aufgebaut werden, so Senft, der keinen Austausch mit seinem Vorgänger hatte.
Ausblick
Wir wollen in den nächsten vier Jahren zu den Top 20 Teams in Deutschland gehören, betonte Eggimann, eine Aussage, die den Anspruch der sportlichen Leitung an den Trainer schon am ersten Tag klar umriss!
Trainingsauftakt - im Stadion
Der Trainingsauftakt am Sonntag, 28. Juni 2026, findet um 11 Uhr aus Hitzegründen im Wildparkstadion statt, dort gibt es für Besucher genügend Schattenplätze. Der Zugang für interessierte Fans ist nur über die Osttribüne; eine Stunde vor Trainingsbeginn werden die Tore geöffnet! In Sachen Erfrischung hat ein Kiosk für Getränke und Essen geöffnet, dazu ist auch der Trinkwasserbrunnen auf der Osttribüne in Betrieb. Wer mag, kann auch eigene Getränke mitbringen (bis zu 1 Liter in jeglicher Form - aber kein Glas). Unser Tipp: Aktuell gibt's in den "1 Euro-Shops" auch günstige Handventilatoren! Nach den obligatorischen Leistungstests für die Spieler in den vergangenen Tagen werde es, so der neue Trainer, "keine Bergläufe zum Trainingsauftakt geben".
Autor:Jo Wagner |
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