Hitze in Karlsruhe: So können Sie Wildtieren jetzt einfach helfen

Eine flache Wasserschale auf Balkon oder im Garten hilft Wildtieren in der Hitze beim Trinken. | Foto: | Stadt Karlsruhe, GBA, Stephan Gehrlein
  • Eine flache Wasserschale auf Balkon oder im Garten hilft Wildtieren in der Hitze beim Trinken.
  • Foto: | Stadt Karlsruhe, GBA, Stephan Gehrlein
  • hochgeladen von Heike Schwitalla

Karlsruhe. Die frühe Sommerhitze setzt Wildtieren in Karlsruhe zu. Vor allem junge Vögel und Feldmäuse leiden unter hohen Temperaturen und Trockenheit. In Nestern und Quartieren kann es schnell lebensbedrohlich werden, gleichzeitig werden Wasser- und Nahrungsquellen knapp.
Weil schon in Kürze erneut eine Hitzewelle droht, ruft die Stadt Karlsruhe dazu auf, Wildtiere im eigenen Umfeld mit einfachen Maßnahmen zu unterstützen.

Wasserstellen helfen, wenn natürliche Quellen austrocknen

Flache Wasserschalen auf Balkon, im Garten oder im Innenhof helfen unter anderem Vögeln, Igeln und Insekten beim Trinken. Die Stadt empfiehlt, das Wasser täglich oder spätestens alle zwei Tage komplett zu erneuern und die Schalen gründlich zu reinigen. So bleibt das Wasser sauber und Stechmücken vermehren sich nicht darin.

Damit etwa Wildbienen, Fledermäuse und andere Bestäuber sicher trinken können, sollen die Gefäße möglichst flach sein. Steine oder kleine Holzstücke dienen als Landeplätze und verhindern, dass Tiere ertrinken. Regentonnen soll die Bevölkerung abdecken oder mit einem Fliegennetz sichern. In Swimmingpools helfen kleine Brettchen als Ausstiegshilfen. Wer einen Gartenteich hat, kann flache Uferzonen bienenfreundlich gestalten.

Jungvögel am Boden sind oft nicht hilflos

In den Sommermonaten finden Menschen häufig junge Vögel am Boden. Viele davon sind Ästlinge. Sie haben das Nest verlassen, bekommen aber weiter Futter von den Elterntieren.
Die Stadt rät deshalb, zunächst Abstand zu halten und zu beobachten. Eingreifen soll man nur, wenn das Tier verletzt ist, in unmittelbarer Gefahr ist, etwa auf einer Straße, oder offensichtlich nicht mehr betreut wird. Oft reicht es, den Vogel vorsichtig in ein nahegelegenes Gebüsch oder auf einen Ast zu setzen.

Wenn Mauersegler oder Fledermäuse Hilfe brauchen

Bei den Extremtemperaturen der letzten Woche heizen sich Brutplätze unter Dächern stark auf. Nach Angaben der Stadt kann das dazu führen, dass junge Mauersegler das Nest verlassen, bevor sie flügge sind. Diese Tiere sind ohne Hilfe nicht überlebensfähig.

Wer einen jungen Mauersegler findet, setzt ihn in einen Karton mit Luftlöchern und stellt ihn an einen ruhigen, kühlen Ort. Danach soll schnellstmöglich eine fachkundige Stelle kontaktiert werden, zum Beispiel eine Wildvogelstation oder der örtliche Tierschutz. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, informiert der Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe dazu unter 0721 133-3101 und per E-Mail an umwelt-arbeitsschutz(at)karlsruhe.de.

Die Stadt weist darauf hin, dass viele Aufnahmestellen aktuell überfüllt sind. Wenn keine fachkundige Pflegestelle gefunden wird, nennt sie als akute Hilfestellung: Wasser mit einer Pinzette an den Schnabelrand streichen, nicht direkt in den Schnabel geben. Jungvögel sollen Menschen nicht füttern, ohne sich vorher genau informiert zu haben. Bei unverletzten Tieren, die schwer genug sind, nennt die Stadt 35 bis 40 Gramm, kann nach Abkühlung ein Flugversuch in freiem Bereich aus der Hand versucht werden, etwa 1,5 Meter über dem Boden.

Auch Fledermäuse fallen nach Angaben der Stadt in der andauernden Hitze vermehrt dehydriert aus ihren Quartieren. Wer helfen will, kann die Fledermaus zum Beispiel mit Küchentüchern vorsichtig aufnehmen, sie damit in einen Karton mit kleinen Luftlöchern legen und eine kleine Schale, etwa einen Deckel, mit Wasser dazustellen. Den geschlossenen Karton soll man kühl und dunkel stellen und den Fledermausnotruf der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg kontaktieren.

Auch der Garten kann ein Rückzugsort sein

Schattige Bereiche, naturnahe Bepflanzung und kleine Rückzugsorte aus Totholz oder Steinen helfen vielen Arten, heiße Tage zu überstehen. Wer auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet, fördert Insekten und damit auch die Nahrungsgrundlage vieler Vogelarten.

Die Stadt Karlsruhe betont, dass schon kleine Schritte im Wohnumfeld einen Unterschied machen können, zum Beispiel eine Wasserschale auf dem Balkon oder im Garten.

Autor:

Heike Schwitalla aus Germersheim

Heike Schwitalla auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

87 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Online-Prospekte aus Karlsruhe und Umgebung



Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.