Karlsruhe verlängert stadtweites Verbot der Straßenprostitution
- Die Stadt Karlsruhe verlängert das stadtweite Verbot der Straßenprostitution und lässt es weiter von Polizei und Ordnungsdienst kontrollieren.
- Foto: Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
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Karlsruhe. Das stadtweite Verbot der Straßenprostitution bleibt in Karlsruhe länger in Kraft. Die Stadt verlängert die seit März bestehende Allgemeinverfügung um weitere sechs Monate und lässt sie damit bis zum 31. März gelten.
Das bisherige Verbot würde am 21. September auslaufen. Nach Angaben der Stadtverwaltung hält sie die Voraussetzungen für die Allgemeinverfügung weiter für gegeben, weil weiterhin Erkenntnisse über kriminelle Organisationsstrukturen vorliegen, die Menschen in der Straßenprostitution ausnutzen.
Stadt sieht weiter ein hohes Risiko für Betroffene
Die Stadt geht von einem erheblichen Gefährdungspotenzial für die betroffenen Personen aus. Sie nennt als Ziel der Maßnahme, Menschen vor Ausbeutung, Zwang und weiteren Gefährdungen zu schützen.
Die Stadt betont, das Verbot richte sich nicht gegen die betroffenen Personen selbst, sondern gegen kriminelle Strukturen. Die bisherigen Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Allgemeinverfügung Wirkung entfaltet habe. Nach dem ersten Erlass im März stellte die Stadt eine Verlagerung der Straßenprostitution in den Raum Bruchsal fest. Dort habe es ebenfalls Beeinträchtigungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gegeben, die später zu einer entsprechenden Verbotsregelung führten.
Parallel dazu beantragte die Stadt beim Regierungspräsidium Karlsruhe ein stadtweites Verbot der Straßenprostitution. Die Stadt rechnet damit, dass im Frühjahr eine Entscheidung fallen kann, ob sich der Sperrbezirk auf den ganzen Stadtkreis erweitern lässt.
Die Einhaltung des Verbots überwachen und kontrollieren weiter das Polizeipräsidium Karlsruhe und der Kommunale Ordnungsdienst. Gleichzeitig verfolgt die Stadt nach eigenen Angaben das Ziel, betroffenen Menschen den Zugang zu Beratungs-, Schutz- und Unterstützungsangeboten zu ermöglichen.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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