Karlsruhe schärft Leitlinien gegen Kinderarmut und setzt auf mehr Teilhabe
- Nicht alle Familien finden sich im Beratungs- und Leistungsangebot sofort zurecht. Karlsruhe will Informationen bündeln und beim Beantragen stärker begleiten.
- Foto: Stadt Karlsruhe, Sabine Enderle
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Karlsruhe. Ob Sportverein, Klassenausflug oder gesundes Mittagessen. Für viele Kinder gehört das zum Alltag, für andere nicht. Karlsruhe schreibt deshalb seine Leitlinien gegen Kinderarmut fort und rückt neben der materiellen Versorgung auch Bildung, Gesundheit und Teilhabe in den Fokus.
Kinderarmut bleibt in der Stadt ein konkretes Thema. Im Jahr 2024 lebten 4.608 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Haushalten, die Bürgergeld bezogen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, entscheidet Armut nicht nur über Geld, sondern auch darüber, ob Kinder Freizeitangebote nutzen, Hilfe beim Lernen bekommen oder Interessen verfolgen können.
Was sich Karlsruhe als nächsten Schwerpunkt vornimmt
Karlsruhe hatte sich schon mit den ersten Leitlinien gegen Kinderarmut verpflichtet, allen Kindern ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen. 16 Jahre später bleibt dieser Anspruch bestehen. Seit der letzten Fortschreibung haben sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändert. Krisen und Preissteigerungen treffen sozial benachteiligte Haushalte besonders stark.
Die Stadt nennt als Schwerpunkt, Informationen zu Leistungen stärker zu bündeln. Familien sollen außerdem mehr Unterstützung bekommen, um Leistungen zu beantragen und zu nutzen. Eine wichtige Rolle übernehmen dabei die Kinder- und Familienzentren. Als bewährtes Instrument nennt die Stadt auch den Kinderpass.
Weitere Informationen stehen in den Leitlinien gegen Kinderarmut unter diesem Dokument.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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