Den Nerv des Publikums getroffen
Rheinzabern: Cellirium & Psychoclassic begeistern

Im Kleinen Kulturzentrum fand das Partykonzert statt. Das Publikum war Teil der Veranstaltung.
  • Im Kleinen Kulturzentrum fand das Partykonzert statt. Das Publikum war Teil der Veranstaltung.
  • Foto: Beil
  • hochgeladen von Julia Lutz

Rheinzabern. Wieder einmal erlebte das Kleine Kulturzentrum Rheinzabern eine Kunst-Premiere besonderer Art – wie so oft schon in seiner relativ kurzen Zeit des Bestehens. Dies betonte Ortsbürgermeister Gerhard Beil bei der Eröffnung eines Konzerts, das die neugierigen Gäste auf mehrfache Art begeistern sollte.
Regina Wilke entlockte ihrem Cello phantastische Klänge, nicht zuletzt auch durch geschickten Einsatz elektronischer Effekte. Zeitweilig schien sie mit ihrem Cello eins zu sein, so sehr waren Künstlerin und Instrument miteinander verbunden. Harald Lautenbach begleitete die Cellistin am Klavier, moderierte durchs Programm und setzte eigene musikalische Akzente.
Gespannt war man auf das Publikum – und dieses war gespannt auf das musikalische Experiment, das Action und Entspannung, Interaktion und Bodypercussion versprach. Fazit: Das Experiment ist gelungen. Dass sich Kunsterlebnis, kulinarische Zugaben und Konversation gegenseitig verstärken und den musikalischen Genuss erhöhen können, wurde ebenfalls offenbar, gab es doch zwei Pausen zum Austauschen der Impressionen.
Geschickt hatte man auch das Publikum mit einbezogen und zur musikalischen Lautmalerei animiert, so etwa bei der Begleitung einer mongolischen Liebesgeschichte, wo es um die Magie von Wind und Weite, von Leere und Ruhe, um Pferdegetrappel, Liebesgesang, Sehnsucht und Sonnenuntergang ging. Lustig war auch das interaktive Tanz- und Bewegungsspiel um die Pfälzer Grumbeersupp. Zum Ende hin gab es Musik zum Entspannen und Ausklingen lassen. Die Rhythmen wurden langsamer, modernen Lullabys ähnlich. Und natürlich hatte das Cello das letzte „Wort“.
Selbstredend, dass der wunderbare Musikabend mehrere Zugaben forderte, womit auch ein Signal gegeben wurde nach „mehr Cellirium und Psychoclassic“, mit dem Regina Wilke und Harald Laudenbach den „Nerv“ genau getroffen hatten.  gb

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