Aus dem Gemeinderat Hauenstein
„Neue Kindertagesstätte“ im Werden - „Weg ins Dorf“ wird weiterverfolgt

Rathaus Hauenstein mit Wappen der Verbandsgemeinde

Hauenstein. In seiner Sitzung am vergangenen Dienstag (22. Jan. 19) befasste sich der Gemeinderat Hauenstein (Ortsgemeinde) im öffentlichen Teil ausführlich und schwerpunktmäßig mit den anstehenden Projekten „Konzeption für die neue Kindertagesstätte“ sowie „Schuhmeile - Weg ins Dorf“. Zu beiden waren Fachreferentinnen gekommen, zu „neue Kindertagesstätte“ auch die Leiterin der Kindertagesstätte St. Elisabeth (Hauenstein) mit Kolleginnen.
    Die Sitzung leitete Bürgermeister Bernhard Rödig. Das Besucherinteresse war derart groß, dass, obwohl gut vorgesorgt war, zusätzliche Stühle geholt werden mussten.

Die Gemeinde Hauenstein beabsichtigt auf dem Gelände der früheren „Süddeutsche Schuhfabrik“ an der Dahner Straße eine Kindertagesstätte neu zu bauen. Bedarf bestehe, hauptsächlich wegen der Bevölkerungsentwicklung, so Bürgermeister Rödig. Derzeit würden Familien nach Hauenstein ziehen und durch das entstehende Neubaugebiet sei weiterer Zugewinn zu erwarten. Zudem würden „die Kita-Kinder immer jünger“.
    Der bisherige Planungsstand wurde detailliert und mit umfangreicher sowie gut verständlicher Präsentation vorgestellt von Frau Diplom-Ingenieurin Hort. Die neue Kindertagesstätte soll alles bieten was ein Kinderherz fröhlich macht: von Schlafplätzen und „Rückzugsräumen“ über Gemeinschaftsräume für die geplanten sechs Kindergruppen bis zur „Booby-Car-Rennstrecke“ im Außenbereich. Auch die Mitarbeiterschaft soll geeignete Räume und Einrichtungen erhalten für die Hintergrundarbeit. Das vorgestellte Konzept berücksichtige die Vorgaben des neuen „Kindertagesstätten-Gesetz“, versicherte Frau Hort.
    Der Gemeinderat einschließlich Bürgermeister und Beigeordnete widmete sich dem Projekt mit Sorgfalt und ohne Zeitdruck, stellte Fragen, beriet und machte Ergänzungsvorschläge. Nicht endgültig geklärt werden konnte die Parkplatz-Frage. Dementsprechend resümierte Bürgermeister Rödig: „Wir haben die Chance etwas Neues zu machen, mit neuzeitlicher Konzeption - das einzige Problem ist der Parkraum“.
    Die zu erwartende Gesamtkosten konnten noch nicht vorgelegt werden. Zuschüsse seien zu erwarten. Bürgermeister Rödig schlug vor: „Diese Zahlen werden dem Protokoll (von dieser Ratssitzung) beigefügt und gegebenenfalls müssen wir die Reißleine ziehen.“ Andernfalls könne Anfang März der Bauantrag eingereicht werden und die neue Kindertagesstätte im Oktober 2020 bezugfertig sein. Unter den Vorbehalten „Reißleine“ sowie der Berücksichtigung seiner Anregungen beschloss der Gemeinderat einstimmig „den Neubau einer sechs-gruppigen Kindertagesstätte“.

Seit Jahren besteht der Wunsch, Ortskern und „Schuhmeile“ zu verbinden. Die Gemeinde hatte vor Monaten ihre Bürgerschaft einbezogen und um Vorschläge gebeten. Inzwischen liegt ein Grundkonzept vor, das dem Gemeinderat sowie der interessierten Besucherschaft präsentiert und erklärt wurde von Frau Julia Kaiser, ebenfalls gut unterlegt mit auf die Leinwand projiziertem Anschauungsmaterial. Dieses Konzept sieht vor, entlang einem 2,2 Kilometer langen Weg von der „Schuhmeile“ über den Ortskern bis vor das „Deutsche Schuhmuseum“ an sechzehn Stationen die historische Zusammengehörigkeit von Schuh und Hauenstein zu vermitteln. Einzelne Stationen sollen markiert werden mit fast zwei Meter hohen Skulpturen eines hochhackigen Damenpumps, die jeweils von Sponsoren finanziert und gestaltet würden, sowie Informationstafeln. An fünf Stationen sollen historische Schuh-Maschinen stehen, welche das Deutsche Schuhmuseum aus Lagerbeständen stellt und die auf Tafeln erklärt werden. Wo zur Lenkung sinnvoll sollen am Boden aufgemalte Fußabdrücke den Verlauf zeigen. Die Ausgangsstation soll vor der „Gläsernen Schuhfabrik“ der Firma Josef Seibel entstehen. Der „Weg ins Dorf“ soll dann mit weiteren Stationen entlang Pirmasenser-, Bahnhof- und Pirminiusstraße verlaufen, wo bei der Feuerwehr eine Station mit Maschine und Info-Tafel entstehen soll, über weitere Stationen entlang Marien- und Kirchstraße zu zwei Stationen am Marktplatz, eine davon mit Maschine, zum Rathausplatz wo eine „Absatznagelmaschine“ aufgestellt und erklärt werden soll und von dort zum Deutschen Schuhmuseum.
    Bezüglich erforderlicher Investitionen gebe es noch keine sicheren Fakten. Derzeit würden überschlägig 213.000 Euro Gesamtkosten angenommen. Von diesen wären mögliche Zuschüsse und Zuwendungen von Sponsoren abzuziehen.
    Die Ratsmitglieder stellten Fragen und brachten Vorschläge ein, darunter ob die „verkehrsrechtliche Situation“ geklärt wäre angesichts „teils stark frequentierter Straßen“. Angemerkt wurde auch, dass in der Bevölkerung „nicht alle dafür“ wären. Es gab zudem Zweifel ob die aufgestellten Maschinen trotz vorgesehener Konservierung der Witterung standhalten würden sowie: „Wir haben genügend Bedarf an Infrastruktur-Verbesserung“.
    Der Gemeinderat stimmte vorbehaltlich der Zusage von Zuschüssen „grundsätzlich“ zu, bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. Als nächster Schritt soll bezüglich Zuschuss bei der entsprechenden Stelle (ADD) vorgesprochen und das Vorhaben dann in den Bauausschuss eingebracht werden.

Unteren den weiteren der insgesamt elf Punkte der Tagesordnung dürfte noch von Interesse sein, dass der Rat einstimmig beschloss, die „Wiederkehrenden Beiträge für Verkehrsanlagen“ mit 15 Cent pro Quadratmeter stabil zu halten und im Interesse der Bürgerschaft keinen Wechsel des Prinzips anzustreben.

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