Infoabend in der Obermühle am 22. Februar
Logistikzentrum

Unsere Luftaufnahme aus 600 Metern Höhe zeigt das Gewerbegebiet Süd. Rechts oben ist das 56.500 Quadratmeter Grundstück zu sehen, auf dem das amerikanische  Unternehmen Hillwood Development Company den Bau eines Logistikzentrums mit einer 241 Meter langen, 115 Meter breiten und 13 Meter hohen Halle plant.
  • Unsere Luftaufnahme aus 600 Metern Höhe zeigt das Gewerbegebiet Süd. Rechts oben ist das 56.500 Quadratmeter Grundstück zu sehen, auf dem das amerikanische Unternehmen Hillwood Development Company den Bau eines Logistikzentrums mit einer 241 Meter langen, 115 Meter breiten und 13 Meter hohen Halle plant.
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  • hochgeladen von Markus Pacher

Haßloch. Bei der übernächsten Gemeinderatssitzung der Gemeinde Haßloch am 13. März steht das Thema „Logistikzentrum“ auf der Tagesordnung. Dann wird laut Gemeindeverwaltung über den Antrag der Grünen, eine Veränderungssperre bis zum Abschluss des Bebauungsplanverfahrens „Am Obermühlenweg“ zu bewirken, entschieden.
Im August 2018 hatte der Immobilienentwickler Hillwood Develepmont Company an die Kreisverwaltung Bad Dürkheim einen Bauantrag zur Errichtung eines Logistikzentrums für das 56.500 Quadratmeter große Grundstück im Gewerbegebiet Süd gerichtet. Unter anderem plant das amerikanische Großunternehmen den Bau einer 28.000 Quadratmeter großen Halle. Die Haßlocher Bürgerinnen und Bürger stehen dem Projekt vor allem aufgrund der zu erwartenden großen Verkehrsbelastung überwiegend ablehnend gegenüber. Auch die politischen Fraktionen nehmen eine kritische Haltung gegenüber den Bau des Logistikzentrums ein.
Im Zuge der Diskussion fasste der Gemeinderat Haßloch am 12. Dezember 2018 den Beschluss, einen neuen Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Süd aufzustellen, verbunden mit einem Antrag an die Kreisverwaltung, den Bauantrag des Investors für die Dauer von zwölf Monaten vorläufig zurückzustellen. Diesem Antrag wurde entsprochen. Hillwood hat dagegen Widerspruch eingelegt. Zwischenzeitlich ist ein Kompromissvorschlag des Investors eingegangen. Demnach versprach der Investor unter anderem, die LKW-Bewegung pro Tag zu reduzieren.
In jedem Fall würde im Zuge der Umsetzung des Projekts die Verkehrsbelastung für die insbesondere im Westen lebenden Haßlocher Bürgerinnen und Bürger drastisch zunehmen. Der Verein „Bürgerengagement“ verweist auf weitere negative Auswirkungen: Da sich das Gelände im Bereich des amtlichen Überschwemmungsgebiets befindet, sei der Hochwasserschutz für das Industriegebiet und auch den ganzen Ort gefährdet. Außerdem würde ein weiteres Naherholungsgebiet für die Haßlocher Bürgerinnen und Bürger zerstört werden. Dies betrifft vor allem den Bereich um die Obermühle.
Am Freitag, 22. Februar, 19 Uhr, findet der nunmehr dritte Infoabend mit Diskussion zum Thema „Logistikzentrum“ in der Obermühle statt. Veranstalter sind Klaus und Ann Bockslaff, die Eigentümer der Obermühle. Im Mittelpunkt des Infoabends steht laut Veranstalter die Auseinandersetzung mit folgenden Fragen auf dem Programm: Zurückstellung des Bauantrages für die Logistikhalle? Warum keine Veränderungssperre? Pro und kontra? Überplanung des Baugebietes Süd? Optionen, Strategien, Folgen, Risiken, Chancen? pac

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