Fußball
Melkmaschine Fußball oder der Kunde war mal König
- Der Kunde ist König
- Foto: KI generiert
- hochgeladen von Patrick Groß
Nun brauche ich also 4 Abos, um alle Spiele meines Lieblingsvereins sehen zu können. Herzlichen Glückwunsch. Also ab 2027 dann mehr als 1000€ im Jahr ausgeben? Fußball entwickelt sich zum Sport der oberen 10.000. Diese Entwicklung ist traurig mit anzusehen. Nur damit ein paar weitere Spieler 25 Mio. im Jahr verdienen, dafür dass sie gegen einen Lederball treten, ein paar überschätzte Trainer höhere Gehälter kassieren und Berater sich die Taschen vollstopfen? Aber die 15 Luxuskarossen und chicen Handtaschen müssen ja bezahlt werden. Habt ihr den Schuss nicht gehört? Ein Trikot schlägt mit 100€ zu Buche, aber Moment, der Name des Lieblingsspielers soll natürlich auch drauf, zack, 115 €. Ticketpreise gehen durch die Decke, kauf mal ein Bier im Stadion oder eine Wurst. Wie lange soll das so weitergehen? Versteht mich nicht falsch, ich bin Fan, schaue gerne Fußball, aber ich bin nicht bereit, diesen Wahnsinn mitzumachen. Shrinkflation, hohe Energiepreise – wir werden sowieso schon geschröpft, wo es nur geht, vorwiegend da, wo man keine Möglichkeit hat, Nein zu sagen. Man sollte Trikots liegen lassen, die Stadien mal leer. Ja, lasst dieses Jahr an Weihnachten einfach mal die überteuerten Schokoladen liegen. Wird leider nicht passieren. Wir müssen ja tanken, heizen, essen. Es ist schade, dass wir das alles einfach so hinnehmen. Wenn ich es nicht kaufe, kauft's ein anderer, ändert ja eh nix. Genau deswegen funktioniert das alles so gut. Der Kunde ist schon lange nicht mehr König. Er ist ein Sparschwein, das gemolken werden muss. Aber man darf ja träumen.
Autor:Patrick Groß aus Haßloch |
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