Lebensaufgabe Feuerwehrmann
- Markus Ittel (rechts).
- Foto: VG Leiningerland/Schifferstein
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Grünstadt. 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr – aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr ist für Markus Ittel weit mehr als ein Ehrenamt. Für den 54-Jährigen, ehrenamtlicher Wehrleiter der Verbandsgemeinde Leiningerland, ist sie eine Lebensaufgabe. Nun hat er sein langjähriges Engagement auch beruflich vertieft: Als Alarm- und Einsatzplaner arbeitet Ittel künftig hauptamtlich für die Verbandsgemeinde – und hat selbstverständlich auch im Büro im Verwaltungsgebäude seinen Funkmeldeempfänger stets bei sich.
Seit fast vier Jahrzehnten im Dienst der Feuerwehr
Markus Ittel lebt Feuerwehr seit seinem 16. Lebensjahr. Seit mittlerweile 38 Jahren engagiert er sich für den Brandschutz und die Sicherheit der Bevölkerung – zunächst in seiner Heimatgemeinde Großkarlbach, später zunehmend auch auf Ebene der Verbandsgemeinde. Acht Ausbildungsstationen hat er durchlaufen, vom Feuerwehrmann-Anwärter bis zum Wehrleiter. Die Zahl der Einsatz- und Ausbildungsstunden kann er längst nicht mehr beziffern. Seit der Fusion der Verbandsgemeinden Hettenleidelheim und Grünstadt-Land zur Verbandsgemeinde Leiningerland im Jahr 2018 ist Ittel Wehrleiter der neuen VG. Gewählt wurde er von den Wehrführern der 16 Gemeinden mit eigenen Feuerwehreinheiten. Damit ist er Dienstvorgesetzter von rund 430 Feuerwehrfrauen und -männern.
Funkmeldeempfänger fast täglich im Einsatz
Der Alltag als Wehrleiter ist geprägt von ständiger Einsatzbereitschaft. Zwei- bis drei Alarmierungen am Tag sind keine Seltenheit. „Sicher rücke ich nicht bei jeder Alarmierung über eine Ölspur mit aus, bei größeren Schadensereignissen bin ich jedoch gefragt“, beschreibt Ittel seine Rolle. Mit dem Wechsel in die hauptberufliche Tätigkeit für die Verbandsgemeinde sind seine Aufgaben weiter gewachsen – ein Vorteil auch für die Organisation der Einsätze. Dass auch seine Ehefrau in der Feuerwehr aktiv ist, erleichtert das Verständnis für diese besondere Lebensform.
Alarm- und Einsatzplanung als tägliche Aufgabe
Zu Ittels neuem Aufgabenbereich gehören Objektkontrollen, die komplette Einsatz- und Alarmplanung für die Feuerwehren sowie die Bearbeitung der Alarm- und Ausrückeordnung. Die Verbindung von Ehrenamt und Beruf sieht er als große Chance: kürzere Wege, schnellere Abstimmungen und eine noch engere Verzahnung zwischen Feuerwehr und Verwaltung.
Prägende Einsätze bleiben in Erinnerung
In fast vier Jahrzehnten Feuerwehrdienst hat Markus Ittel zahlreiche außergewöhnliche Einsätze erlebt. „Beim Brand von Wellpappe damals haben wir als Feuerwehrmänner auf dem Dach gestanden und gelöscht“, erinnert er sich. Auch der Brand des Lagers eines Getränkehändlers in Dirmstein ist ihm präsent. Besonders prägend war jedoch eine Bedrohungslage in Gerolsheim: „Die Evakuierung und die Arbeit mit überregionalen Spezialkräften in diesem Zusammenhang war eine neue Erfahrung“, blickt Ittel zurück.
Synergien für Feuerwehr und Verwaltung
Durch seine neue Funktion erwartet der Familienvater deutliche Vorteile für die Feuerwehren im Leiningerland: schnellere Präsenz bei Einsätzen, kürzere Entscheidungswege und effizientere Abläufe. Auch privat ist die Feuerwehr fest verankert – sein jüngster Sohn ist ebenfalls aktiv. Vor seinem Wechsel zur Verbandsgemeinde war Markus Ittel viele Jahre bei der BASF beschäftigt. Mit der Kombination aus jahrzehntelangem Ehrenamt und hauptberuflicher Tätigkeit setzt die Verbandsgemeinde Leiningerland künftig auf Erfahrung, Kontinuität und gelebte Einsatzbereitschaft – zum Wohl der Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. [red/rgb)
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |
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