Hitzewelle in Frankenthal. Stadt warnt vor Risiken
- Die Stadt Frankenthal gibt wegen der anhaltenden Hitzewelle Tipps zum Schutz vor hohen Temperaturen. Besonders ältere Menschen, Kinder und Tiere sollen in den kommenden Tagen geschützt werden.
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Frankenthal. In Frankenthal werden in den kommenden Tagen erneut sehr hohe Temperaturen erwartet. Die Stadt informiert deshalb über wichtige Schutzmaßnahmen für den Alltag und warnt vor gesundheitlichen Risiken durch die Hitzewelle.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit Vorerkrankungen oder körperlich anstrengender Arbeit. Wie die Stadt Mannheim mitteilt, können anhaltend hohe Temperaturen den Kreislauf stark belasten.
Worauf bei Hitze geachtet werden sollte
- Ausreichend trinken. Empfohlen werden Wasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen
- Alkohol möglichst vermeiden
- Körperliche Anstrengungen in die frühen Morgenstunden oder den Abend verlegen
- Zwischen 11 und 17 Uhr direkte Sonne meiden
- Leichte und helle Kleidung tragen
- Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor nutzen
Auch Wohnungen lassen sich laut Stadt mit einfachen Mitteln kühler halten. Morgens und abends sollte gelüftet werden. Tagsüber bleiben Fenster möglichst geschlossen. Rollläden und Vorhänge helfen zusätzlich beim Abdunkeln.
Stadt appelliert an Nachbarschaftshilfe
Die Verwaltung bittet darum, in den kommenden Tagen besonders auf ältere oder alleinlebende Menschen zu achten. Oft könne bereits ein kurzer Anruf helfen. Kinder und Haustiere dürfen zudem niemals in parkenden Autos zurückgelassen werden. Bereits nach wenigen Minuten entstehen dort lebensgefährliche Temperaturen.
Baden im Rhein bleibt gefährlich
Wer Abkühlung sucht, sollte nur ausgewiesene Badegewässer nutzen. Die Stadt weist erneut darauf hin, dass das Baden im Rhein wegen starker Strömungen und des Sogs vorbeifahrender Schiffe lebensgefährlich ist. Als sichere Alternative nennt die Stadt das StrandBad Frankenthal mit Schwimmbecken, Nichtschwimmerbereich und Badesee.
Hohe Brandgefahr auf Grünflächen
Mit der Trockenheit steigt auch die Gefahr von Bränden. Grillen und offenes Feuer sind auf öffentlichen Plätzen und Grünflächen in Frankenthal verboten. Auf Privatgrundstücken sollten Grillstellen nur auf feuerfestem Untergrund genutzt und nie unbeaufsichtigt gelassen werden.
Der Eigen und Wirtschaftsbetrieb Frankenthal bewässert nach eigenen Angaben regelmäßig rund 410 Jungbäume im Stadtgebiet. Bürgerinnen und Bürger können Straßenbäume zusätzlich unterstützen. Bereits zehn Liter Wasser am Morgen oder Abend helfen in längeren Trockenphasen.
Tipps für Wasserverbrauch und Biotonne
Die Wasserversorgung in Frankenthal ist gesichert. Trotzdem empfiehlt die Stadt einen sparsamen Umgang mit Wasser. Waschmaschinen und Spülmaschinen sollten möglichst voll beladen laufen. Im Garten sei Regenwasser besonders sinnvoll. Durch die Hitze verrotten Bioabfälle schneller. Der Eigen und Wirtschaftsbetrieb empfiehlt deshalb, feuchte Küchenabfälle in Zeitungspapier oder Papiertüten einzuwickeln. Das reduziert Gerüche und erschwert Madenbefall. Zusätzlich sollte die Biotonne möglichst schattig stehen und nach der Leerung gereinigt und vollständig getrocknet werden.
Auch Tiere leiden unter der Hitze
Wildtiere benötigen bei hohen Temperaturen ebenfalls Wasser. Flache Schalen an schattigen Orten helfen Vögeln, Igeln und Insekten. Verletzte oder geschwächte Jungvögel sollten an eine Auffangstation oder einen Tierschutzverein gemeldet werden.
Weitere Informationen zum Hitzeschutz bietet die Stadt Frankenthal online unter „www.frankenthal.de/hitze“. Auch das Umweltbundesamt stellt mit dem „Hitzeknigge“ zusätzliche Hinweise bereit.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |