Galgen, Hexen und alte Verbrechen: Themenführung beleuchtet Frankenthals dunkle Vergangenheit
- Der Turm der Zwölfapostelkirche ist in seinem unteren Teil noch das Original der Stiftskirche St. Maria Magdalena. In den Anfangsjahren der Stadtbesiedelung durch die Glaubensflüchtlinge diente er den Neubürgern auch als Gefängnis.
- Foto: Werner Schäfer
- hochgeladen von Eva Bender
Frankenthal. Trunkenbolde, Ehebrecher, „Umgänger“ und Hexen stehen im Mittelpunkt einer besonderen Themenführung des Frankenthaler Altertumsvereins am Samstag, 8. August, um 17.30 Uhr. Stadtführer Werner Schäfer nimmt die Teilnehmer mit auf eine Anekdotentour durch die Geschichte der Stadt.
Dabei geht es unter anderem um die Fragen, wo in Frankenthal die Galgen standen, ob hier Hexen verbrannt wurden und wo heute noch der „Hexenhammer“ zu finden ist. Auch die Rolle der Henker, der Umgang der damaligen Obrigkeit und der radikal-religiösen Bürger mit Alkohol und „Unzucht“ sowie die Vorwürfe gegen einen Totengräber werden thematisiert. Ob Giftmord, Galgen oder Fallbeil – die Führung beleuchtet nicht nur die Anfangsjahre Frankenthals, sondern greift auch zahlreiche Begebenheiten und Anekdoten aus der jüngeren Stadtgeschichte auf. Umfangreiches Bildmaterial ergänzt die Tour, außerdem beantwortet Werner Schäfer Fragen der Teilnehmer.
Treffpunkt ist an der Treppe vor dem Rathaus. Die Führung dauert etwa 90 Minuten.
Die Stadtführungen des Altertumsvereins finden jeweils am ersten Samstag eines Monats statt und widmen sich wechselnden historischen Themen. Ergänzt wird das Angebot durch Themenführungen sowie Vereinstreffen, die an jedem ersten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Restaurant „Zum Paradies“ im Meergartenweg stattfinden. Informationen dazu sind unter anderem im Flyer des Vereins, im Rathaus, in der Stadtbücherei sowie auf den Internetseiten der Stadtverwaltung und des Altertumsvereins erhältlich.
Die Teilnahme an den Stadtführungen ist kostenlos. Der Altertumsverein freut sich über Spenden, die für den Ankauf neuer Objekte für das Erkenbert-Museum sowie für Restaurierungsarbeiten an Museumsstücken verwendet werden.
Eine Anmeldung ist verpflichtend und muss spätestens einen Tag vor der Führung erfolgen. Für angemeldete Teilnehmer wird eine Funkanlage mit Kopfhörern bereitgestellt, die ein optimales Verstehen ermöglicht und auch für Menschen mit Hörgeräten geeignet ist. Anmeldungen sind per E-Mail an stadtfuehrung@frankenthaler-altertumsverein.de oder online über www.frankenthal.de/stadtfuehrungen möglich. Nach der Anmeldung erfolgt eine Bestätigung per E-Mail.
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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