Hunderudel möchte gern zusammenbleiben
Tierschützer hoffen auf ein Wunder

Tiernotaufnahmestation. Schon einzeln sind Hunde „aus zweiter Hand“, wie man so schön sagt, nicht einfach in ein neues Zuhause zu vermitteln. Wenn aber ein ganzes Rudel ein gemeinsames Zuhause sucht, wird es fast unmöglich. So geht es den Frankenthaler Tierschützern gerade. Sie haben ein Hundequartett bestehend aus einer Mutterhündin mit zwei Töchtern und einem Sohn. Das ist Mischling Lucky (Bild), neun Jahre alt und wie der Rest der Familie, der die Tierschützer den Namen „die fantastischen Vier“ gegeben haben, absolut unproblematisch. Das liegt vermutlich daran, dass Hunde, die im Rudel leben, artgerecht gehalten werden und von daher dann natürlich auch viel zufriedener sind. Die Frankenthaler Tierschützer aber müssen jetzt doch auf ein Wunder hoffen, um die vier in einem neuen Zuhause unterbringen zu können. Die fantastischen Vier jedenfalls sind sehr gut erzogen und suchen trotz der Rudelhaltung den Kontakt zu Menschen.
Ein kleines Wunder wünschen sich die Tierschützer auch für die American Staffordshire-Terrier-Hündin Lucy und Pitbull-Hündin Kuba. „Für die beiden haben wir bisher keine einzige Anfrage bekommen“, bedauert Simone Jurijiw. Beides sind sogenannte „Listenhunde“ und leider auch nicht mit Artgenossen verträglich, auch Kleintiere sollten nicht im neuen Zuhause sein. „Kuba ist eine sehr ruhige Hündin, hier könnten wir uns auch eine Vermittlung zu Kindern gut vorstellen. Lucy hingegen ist eher noch etwas ungestüm, da sollten die Kinder im Haushalt schon größer und standfest sein“, betont Jurijiw.
Neu in der Station sind zwei Katzen, die nicht in ihrem bisherigen Zuhause bleiben konnten, ein Hamster, der in der Vierlingstraße gefunden wurde sowie ein Zebrafink, der ebenfalls gefunden und in die Station gebracht wurde.
Vermittelt werden können jetzt auch die zwei Katzen, die mit den vielen Tieren aus der Sicherstellung in die Station kamen. Es handelt es dabei um einen zwei bis drei Jahre alten Kater und eine gleichaltrige getigerte Kätzin. „Der Kater fängt sofort zu schnurren an, wenn man ihn nur anschaut und er mag Hunde“, freut sich Simone Jurijiw. Die zierliche Kätzin dagegen mag es eher ruhig.
Die Station verlassen haben elf Meerschweinchen und vier Kaninchen.
Damit betreuen die Tierschützer aktuell sechs Hunde, elf Katzen, 19 Kaninchen, vier Zebrafinken, acht Chinchillas, acht Meerschweinchen, einen Hamster, drei Ponys, 31 Hühner, drei Gänse und sechs Enten.
Wer sich für eines der zu vermittelnden Tiere interessiert, kann sich mit der Tiernotaufnahmestation, Friedrich-Ebert-Straße 12, Telefon 06233 28485, in Verbindung setzen.
Weitere Informationen gibt es auch unter www.frankenthaler-tierschutzverein.de. sis

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