Neuer Schulcampus und Abriss der Ebertgrundschule in Planung: Prüfung durch ADD
- Der Abriss der Friedrich-Ebert-Grundschule ist im Gespräch, aber noch nicht beschlossene Sache.
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Pilgerpfad. Das neue Schulzentrum am Speyerbach wird sehr wahrscheinlich in den nächsten Jahren gebaut. Hintergrund ist ein Grundsatzbeschluss des Rats. Hintergrund ist ein ganzes Planungsszenario, an dessen Ende der Abriss oder Umbau der Friedrich-Ebert-Realschule steht. Denn die Bausubstanz stammt aus älterer Zeit. So würde gleichzeitig Fläche frei für die Entwicklung des Jakobsplatzes.
Per Grundsatzbeschluss hatte der Rat bereits im Sommer entschieden, dass das Schulzentrum am Speyerbach kommen soll. Damit hat er sich selbst an dieses Handeln gebunden, um die Debatte nicht von Neuem beginnen zu müssen.
Der Schulcampus am Speyerbach, etwa 100 Meter Luftlinie vom Jakobsplatz entfernt, soll groß genug werden, um gleich mehrere Schulen zu beheimaten. Geplant ist der Einzug der Friedrich-Ebert-Realschule sowie mehrerer Förderschulen. Das sind die Tom-Mutters-Schule (für ganzheitliche Entwicklung), die Neumayer-Schule (für Sprachen) und die Albert-Schweitzer-Schule (mit dem Förderschwerpunkt Lernen). Der Umzug der Ebert-Realschule ist bis 2028 geplant, der Anbau des Förderschulzentrums in den kommenden Jahren.
Der Schulcampus könnte zudem Mensa und Ausweichschule umfassen, in der Schulen Quartier beziehen, solange Schulgebäude saniert werden. Der Bau soll möglichst wirtschaftlich und zeiteffizient mit Modulbau realisiert werden.
Umbau des Realschulgebäudes oder Neubau einer Grundschule?
„Vorstellbar ist, das ehemalige Gebäude der Ebert-Realschule plus umzubauen, damit die Grundschule einziehen kann“, erklärte der leitende Stadtplaner Seifert. Dies hängt allerdings davon ab, ob der Umbau wirtschaftlich ist und überhaupt möglich ist, also ob das pädagogische Konzept für Grundschulen in RLP im Bestandsgebäude anwendbar wäre.
Derzeit laufen Begehungen durch Mitarbeiter des Bildungsministeriums. Diese prüfen, ob sich das Gebäude für den Einzug einer Grundschule passend umbauen lässt, damit das pädagogische Konzept durch ein Raumkonzept später auch umgesetzt werden kann. Auch die ADD, die das Konzept mit erstellte, ist an der Prüfung beteiligt, ob das Realschulgebäude sich auch als Grundschulhaus eignen könnte.
Lässt sich der Bestand nicht passend umbauen, ist es für die Stadt denkbar, beide Gebäude abzureißen. Dies würde gleichzeitig den Neubau einer Grundschule im Pilgerpfad bedeuten. Der Abriss hängt also im Wesentlich davon ab, ob der Rat den Schulcampus überhaupt beschließt. Solange die Ebert-Realschule nicht frei wird und sich nicht eignet, wird der Grundschulbetrieb in jedem Fall im bisherigen Schulgebäude weitergehen.
Die Verwaltung sieht weitere Vorteile in diesem Planungsszenario. Damit lässt sich ein Mix aus Förderprogrammen abrufen und miteinander abstimmen. So fließen der Stadt zunächst Mittel aus dem Schulbauprogramm und später aus dem Städtebauförderprogramm zu. „Wir arbeiten daran, dass schnell Entscheidungen fallen und die Planungsphase kontinuierlich voranschreitet. Am Schluss muss gebaut werden“, sagt Seifert.
„Der Umbau hätte zudem erhebliche Auswirkungen auf Freisportanlagen, denn eine Grundschule hat dafür geringen Platzbedarf als eine Realschule. So könnte Fläche frei werden für die weitere gesellschaftliche Entwicklung. Etwa für einen Skaterpark“, so Seifert. Diese innerstädtische Brache würde direkt am Jakobsplatz liegen, sodass man sie neu nutzen könnte, um den Stadtteil aufzuwerten.
Bauliche Aufwertung
Die Stadt ist wegen der Pläne, Schulbau- und Städtebaufördermittel nacheinander abzurufen und Aufwertungsmaßnahmen zu verzahnen, vorerst aus dem Förderprogramm Soziale Stadt ausgestiegen. Später will sie wieder einsteigen. Weil die Schulbauten und Umbauten vorgezogen werden, stimmen Fristen nicht mehr für diverse Aufwertungsmaßnahmen im Pilgerpfad. Davon unabhängig ist die Realisierung des Investorenprojekts von Pro Concept, der Abriss der Ladenzeilen und der Neubau zweier Wohngebäude mit Ladenzeile für einen Supermarkt. Edeka oder Netto sind im Gespräch. Wann tatsächlich die Bagger anrollen, nachdem der Bauauftrag wahrscheinlich noch im Dezember erteilt wird, hängt von den Rahmenbedingungen des Markts ab. jg
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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