Verkehrsunfallbilanz 2025: Zahlen leicht rückläufig
- Die Polizei hat die Verkehrsunfallbilanz 2025 für den Bereich Frankenthal vorgestellt. Insgesamt gingen die Unfallzahlen leicht zurück, während Unfälle mit E‑Scootern deutlich zunahmen.
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Frankenthal. Am Montag, 1. Juni, hat die Polizeiinspektion Frankenthal ihre Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025 vorgestellt. Insgesamt registrierten die Beamtinnen und Beamten 2.043 Verkehrsunfälle – ein Rückgang von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Polizeidirektion Ludwigshafen berichtet.
Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden sank leicht auf 242 Fälle (-1,2 Prozent). Insgesamt verunglückten jedoch 297 Menschen, was einem Anstieg von 3,8 Prozent entspricht. Zwei Menschen kamen im Straßenverkehr ums Leben. Besonders auffällig ist der starke Anstieg bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen: Die Polizei registrierte 39 Fälle – im Vorjahr waren es noch 14 (+178,6 Prozent). Dagegen gingen Unfälle mit Rad- und Pedelecfahrenden auf 101 Fälle (-16,5 Prozent) zurück. Auch bei motorisierten Zweirädern gab es mit 36 registrierten Unfällen einen deutlichen Rückgang (-26,5 Prozent).
Ein Blick auf einzelne Risikogruppen zeigt unterschiedliche Entwicklungen. Verkehrsunfälle mit Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren sanken deutlich auf 502 Fälle (-12,2 Prozent). Bei den über 75‑Jährigen stieg die Zahl der Beteiligungen jedoch auf 252 Unfälle (+8,2 Prozent). Junge Fahrende zwischen 18 und 24 Jahren waren an 361 Unfällen beteiligt (-9,8 Prozent). Leicht gestiegen ist dagegen die Zahl der Unfälle mit Kindern: 33 Fälle (+10 Prozent), bei denen insgesamt 36 Kinder verunglückten. Die Zahl der Schulwegunfälle blieb mit drei Fällen unverändert.
Bei den Hauptunfallursachen bleibt das Fehlverhalten beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren mit 631 Fällen auf hohem Niveau, auch wenn die Zahl leicht zurückging (-4,8 Prozent). Deutlich weniger Fälle weist die Statistik bei Unfällen wegen zu geringem Abstand aus – allerdings aufgrund einer geänderten statistischen Erfassung seit Januar 2025. Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Unfälle durch nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit auf 54 Fälle (-36,5 Prozent). Alkoholunfälle gingen auf 34 Fälle zurück, Drogeneinfluss spielte in elf Fällen eine Rolle.
Die Polizeiinspektion Frankenthal setzte im Jahr 2025 neben Kontrollen auch verstärkt auf Prävention. Mehr als 3.000 Menschen wurden bei Informationsveranstaltungen erreicht. Die Jugendverkehrsschule führte Radfahrausbildungen mit insgesamt 762 Unterrichtsstunden durch. Parallel stellten die Einsatzkräfte 3.561 Verkehrsverstöße fest – ein Anstieg von 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In 174 Fällen registrierte die Polizei Alkohol- oder Drogendelikte im Straßenverkehr und verhinderte zusätzlich 78 Fahrten berauschter Personen.
Seit Anfang 2025 wird zudem die elektronische Unfalltypensteckkarte „EUSKA“ eingesetzt. Das neue System soll die Qualität der Datenerhebung verbessern und eine modernere Auswertung der Unfallstatistik ermöglichen. Dadurch können einzelne Zahlen künftig von früheren Jahresvergleichen abweichen.
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |