Triple Ausstellung von Deliah Nickel, Sabine Massing, und Klaus F. Hunsicker
Deliah Nickel, geboren in Kaiserslautern, arbeitet mit der Kamera dort, wo Situationen nicht geplant sind und Bilder nicht erklärt werden müssen. Ihre Fotografien entstehen aus Aufmerksamkeit für Menschen. Ob Porträt oder Momentaufnahme: Ihre Arbeiten verzichten bewusst auf Titel. Sie lassen Raum für eigene Gedanken und widerstehen der schnellen Einordnung. Nähe spielt dabei eine zentrale Rolle, ebenso das Unperfekte, das Echte, das Ungefilterte. Deliah Nickel interessiert sich nicht für das Spektakel der Straße, sondern für das, was im Dazwischen sichtbar wird: ein Mensch, ganz persönlich für den Bruchteil einer Sekunde, nicht wiederholbar. Genau dort beginnt ihre Arbeit.
Sängerin Sabine Massing, geboren im Saarland, lebt und arbeitet seit Jahrzehnten in Kaiserslautern. Musik und Malerei sind ihr Lebenselixier und Therapie zugleich. Sie lässt sich stilistisch nicht gerne in Schubladen stecken. Deshalb tragen die meisten Bilder von ihr keinen Titel. Der Betrachter soll sich sein eigene Welt darin bauen und erfühlen was das Bild in ihm auslöst. In einigen ihrer Arbeiten stellt sie oft prominente oder eigene Charaktere frontal als Portrait dar. Sie beschränkt sich dabei nicht auf heroisierende oder ästhetische Merkmale, sondern verleiht den Bildern durch ihre ganz persönliche philosophische oder sogar mystische Sichtweise mehr Tiefe.
Klaus F. Hunsicker, geboren in Kaiserslautern, ist Steinmetz- und Steinbildhauermeister. Aufgewachsen in Ramstein ging er nach seiner Lehre bei der Firma Picard für über drei Jahre auf die Walz. Lehrtätigkeiten und freies Bildhauerschaffen praktiziert er seit 25 Jahren. Er nimmt regelmäßig an internationalen Bildhauersymposien teil – mittlerweile mehr als 50 in 25 Ländern. In dieser Ausstellung präsentiert er kleine Arbeiten, die dennoch kraftvoll wirken.
Philosophisch betrachtet ist Vergänglichkeit ein zentrales Thema: Das Kurzlebige des Alltags und der Natur steht der über Jahrhunderte währenden Veränderung geologischer Formationen gegenüber. Geschichte und Geschichten wecken seine Neugier, denn „alles wiederholt sich irgendwie – doch im Detail neu“.
Sein schöpferischer Ansatz: Im Mittelpunkt steht die Form. Ausgangspunkt sind naturinspirierte Zeichnungen, die durch geometrische und stilisierende Linien weiterentwickelt werden. Die Gestaltung verläuft teils spielerisch, teils systematisch strukturiert, wobei natürliche, ästhetische und mathematische Gesetzmäßigkeiten aufeinander abgestimmt sind. Hunsicker möchte Kunst, die den Betrachter in direkte Konfrontation zieht, ohne lange Erklärungen.