Barbara Saebel MdL und Andrea Schwarz (beide Grüne) schlagen Programm zur Förderung des kleinen Einzelhandels vor
Im Öffnungsszenario nach dem Corona-Shutdown den kleinen Einzelhandel stärken

Ettlingen. Die Grüne Ettlinger Landtagsabgeordnete Barbara Saebel und ihre Brettener Kollegin Andrea Schwarz schlagen für das Öffnungsszenario nach dem Corona-Shutdown ein Programm zur Förderung des kleinen Einzelhandels vor. Hiermit haben sie sich bereits Mitte letzter Woche an ihre Fraktion und den Grünen Teil der Landesregierung gewandt: „Der kleine Einzelhandel (Schuhgeschäfte, Boutiquen, Floristen, Buchläden, etc.) ist durch die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie ganz besonders betroffen.“ Die Corona-Krise beschleunige derzeit das Ladensterben. Denn der Umsatzwegfall könne durch Online-Verkäufe, Spendenkasse oder Lieferdienst nicht annähernd aufgefangen werden, auch nicht durch Zuschüsse, Kredite oder Miet- und Steuerstundung. „Mit der Kaufverlagerung ins Internet und in die Vollsortimenter verstärken sich zwei Bedrohungen, die auch nach der Corona-Krise fortbestehen, deshalb braucht dieser Handel Unterstützung“, ist sich Schwarz sicher und Saebel ergänzt: „Für das städtische Leben und unser Stadtbild ist die Existenz dieser kleinen Geschäfte wichtig.“ Saebel lobt daher auch die nun wieder ins Bewusstsein rückende Ettlinger Initiative „Platzhirsche“. Im Herbst 2018 hatten sich rund 65 Ettlinger Einzelhändler, Gewerbetreibende und Gastronomen zusammengetan und präsentieren auf dem gemeinsamen Online-Portal ihre Produkte, Dienstleistungen und Services.

Imagekampagne für den „Kleinen Laden von nebenan“

Die Finanzpolitikerin Saebel hält eine vom Land und den Verbänden parallel zum Öffnungsszenario gefahrene Imagekampagne für den „Kleinen Laden von nebenan“ für denkbar: „In den sozialen Medien und dem Fernsehen sehe ich bereits die Aufrufe, jetzt bewusster einzukaufen. In den Hofläden und auf Wochenmärkten sehen wir ein Umdenken vom Einkauf im Supermarkt. Der Gedanke „kleine Läden – kurze Wege – lokale Wertschöpfung“ ist in und nach der Krise besonders bedroht.

Wiederöffnung des Kleinen Einzelhandels braucht zeitlichen Vorlauf, klare Regeln und organisierte Kinderbetreuung

Mit Blick auf die am Wochenende vom Ettlinger Oberbürgermeister Arnold vorgeschlagene baldige Öffnung des Kleinen Einzelhandels gibt sie die Betreuungssituation der Kinder von im Einzelhandel Beschäftigten und eine klar einzuhaltende Abstandsregelung zu bedenken. „Bevor man über Zeitpunkte der Wiederöffnung spricht, muss im Laden die Vorbereitung abgeschlossen sein, um die Ansteckungsgefahr durch durchsichtige Trennwände, Mundschutz, Kundeninformation und Kundenstrom-Führung maximal zu reduzieren. Auch die Betreuung der Kinder des Verkaufspersonals muss zuvor sichergestellt werden.“

Schwarz und Saebel sind davon überzeugt, dass die Einzelhändler verantwortungsvoll mit einer Öffnung umgehen. Die beiden Abgeordneten danken allen im Handel tätigen, ob groß oder klein.

Die Landesregierung werde diese Woche in Abstimmung mit der Bundesregierung und den Ländern ein Szenario erarbeiten. „Wenn man sich dann für eine kontrollierte Öffnung entscheidet, können unsere Überlegungen in die Landespolitik einfließen“, meinen Saebel und Schwarz.

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Autor:

Barbara Saebel aus Ettlingen

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