Samariter stellen Schlafsäcke für Wohnungslose bereit
„Akuthilfe für den Menschen, der friert“

 Sebastian Benz (mit Brille) und Jens Gattringer (r.) geben die Schlafsäcke nun im Julius Itzel Haus an Bedürftige weiter. Dr. Andreas Bröker, ASB-Regionalgeschäftsführer, hat eines der Hygiene-Sets in der Hand. Karin Kremer von der ASB-Sozialstation Bruchsal leitete die Spende ein.
  • Sebastian Benz (mit Brille) und Jens Gattringer (r.) geben die Schlafsäcke nun im Julius Itzel Haus an Bedürftige weiter. Dr. Andreas Bröker, ASB-Regionalgeschäftsführer, hat eines der Hygiene-Sets in der Hand. Karin Kremer von der ASB-Sozialstation Bruchsal leitete die Spende ein.
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Bruchsal/Karlsruhe. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Region Karlsruhe hat insgesamt 90 robuste Schlafsäcke  an zwei Partner-Organisationen in der Stadt und im Landkreis übergeben: Das Julius Itzel Hausder Caritas in Bruchsal und das IGLU (Sybelcentrum) der Heimstiftung Karlsruhe halten

diese nun für wohnungslose Menschen bereit.

Zur Spende zählen ebenso Zahnbürsten,Zahnpasta und Duschgel in handlichen Sets. Sie sind Beitrag zur so genannten Kältehilfe des ASB. „Die Resonanz im Vorjahr war da“, sagt der ASB-Geschäftsführer für die Region Karlsruhe,
Dr. Andreas Bröker. „Und von unseren Partnern wissen wir: Die Not hält an. Damit war für
uns klar: Wir legen nach. Zwar mochte im warmen September, als wir die Order an unseren
Bundesverband gaben, noch niemand an Winter denken. Doch spätestens der Frost hat gezeigt, wie wichtig der Schutz gegen Kälte ist. Diesmal sind wir auch im Landkreis aktiv, mit
dem Caritasverband Bruchsal als Partner, der Bedürftigen im nördlichen Landkreis, so auch

aus Bruchsal und Bretten hilft.“

Bestellt wurden 100 Schlafsäcke und Hygiene-Sets für dasVerbandsgebiet. 60 Pakete gingen nach Bruchsal, 30 nach Karlsruhe zur Anlaufstelle IGLU,  das im Vorjahr bereits lokaler Partner der Kältehilfe-Aktion war, in die Adlerstraße. Zehn
weitere Pakete verwendet der ASB Karlsruhe für Einsätze im Bevölkerungsschutz, etwa
wenn Menschen wegen eines Bombenfunds evakuiert werden müssen.

Das Julius Itzel Haus der Caritas im Norden von Bruchsal umfasst Wärmestube, Wohnheim,
einen „FrauenRaum“ sowie eine ambulante Fachberatung und betreutes Wohnen. Wer ohne
Wohnung oder von Wohnungslosigkeit bedroht ist, findet hier ein sachkundiges Team, das
auch beim Umgang mit Ämtern unter die Arme greift.

„Wenn Menschen es schaffen, hier anzukommen, und das Vertrauen finden, dass wir
gemeinsam einen Weg gehen, ist das schon ein erster Erfolg“, sagt der Leiter des
Fachbereichs Sebastian Benz. Eine Besonderheit: Sei ein Platz im Wohnheim frei, dürfe,
wenn vorhanden, auch ein Hund mit aufs Zimmer. Benz, seit Sommer Herr des Hauses,
freute sich über die übergebenen Schlafsäcke: „Das ist jeweils eine Akuthilfe, für den
Menschen, der friert – denn bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“, sagte er.

Sein Stellvertreter Jens Gattringer hält die Sachspende nun in der Kleiderkammer bereit:
„Hier freuen wir uns über jede Gabe von Bürgern, die wir weitergeben können. Denn wer zu
uns kommt, ob vom Ort oder auf der Durchreise, und etwas braucht, braucht es spontan.
Insofern ist die Spende des ASB eine wertvolle Hilfe.“

Karin Kremer leitet die ASB-Sozialstation Bruchsal an der Durlacher Straße und brachte die
Übergabe auf den Weg, begeistert: „Man spürt eine Wärme, auch menschlich, die von dem
Haus ausgeht. Wenn man daran denkt, dass Menschen – aus welchem Grund auch immer –
auf der Straße landen, dann ist es gut zu wissen, dass Andere für sie da sind, mit Feingefühl,
Herzblut und kompetent, so wie wir vom ASB auch, wenn es um pflegebedürftige Menschen
geht. 

ASB-Regionalgeschäftsführer Bröker weiß aus früherer Tätigkeit mit dem Ziel, Hartz-IVEmpfänger
beruflich zu integrieren: „Es kann ganz schnell ungewollt nach unten gehen.
Dass es Einrichtungen und Menschen gibt, die das Wort Fürsorge in unserer Gesellschaft
ganz praktisch in die Tat umsetzen, kann man nicht hoch genug einschätzen. Denn wie
sagte schon Erich Kästner? ‚Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.‘“ So sei auch das ASB-Motto
„Wir helfen hier und jetzt“ zu verstehen. ps

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