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Soweit die Füße tragen – 43. Ökumenischer Hungermarsch

Der Hungermarsch ist hiermit eröffnet
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Böhl-Iggelheim. Der 14. Oktober versprach wieder sonnig zu werden. Da ich schon 8 Jahre nicht mehr beim Ökumenischen Hungermarsch mitgelaufen bin, zog es mich regelrecht hinaus. Als ich kurz nach 9.00 Uhr am Naturfreundehaus „Böhler Haisl“ im Wald ankam, war die Eröffnungsfeier mit Andacht bereits zugange. Das Ehepaar Müller begleitete die Eröffnung musikalisch. Der protestantische Pfarrer Diringer sprach ein paar eindringliche Worte zum Thema „Miteinander“, dass wir zusammenhalten sollen. Es wurde gemeinsam „Lobe den Herrn“ gesungen. Der anwesende Pater Dr. Gabriel Msuya, der in Engare/Tansania Gemeindepfarrer war und von seinem Orden nach Norditalien gesendet wurde, sprach ebenfalls ein paar Worte. Es folgte das Lied mit den zum Anlass passenden Worten „Wohl denen, die da wandeln“, aber nicht wandeln, sondern wandern. Hungermarsch-Organisator Kiefer sprach ebenfalls ein paar Worte des Dankes und über das Projekt. Dieses Jahr seien die Spenden zur medizinischen Erstausstattung für eine christliche Krankenstation in Engare bestimmt. Die Umsetzung des Projektes erfolgt zusammen mit Pfarrer Msuya und den Holy Spirit Fathers, die sich besonders im sozialkaritativen Bereich engagieren. Weitere Infos unter www.hungermarsch-boehl-iggelheim.de

Helfer vom Deutschen Roten Kreuz waren sicherheitshalber gut ausgestattet vor Ort, auch mit einem Defibrillator. Man weiß ja nie. Es folgte die Zeremonie des „Banddurchschneidens“, damit der Hungermarsch als eröffnet galt. Ich holte mir die Laufkarte für zehn Kilometer, die an der Fünf-Kilometer-Station erstmals und dann im Ziel abgestempelt werden wird. Frohgemut machte ich mich mit meiner unentbehrlichen Kamera auf den Weg, nichtsahnend wie lange doch zehn Kilometer sein können. Der Herbst zeigte sich auf dem Weg durch den Wald mit seinem schönsten Farbenkleid. Ab und zu fielen Eicheln, Kastanien, Nüsse und viele Blätter von den Bäumen. Damit man sich nicht verlaufen konnte, hatte man im Vorfeld Kreidepfeile auf den Boden gestäubt und an kritischen Eckpunkten Papierwegweiser an den Bäumen festgemacht. Außerdem befand sich auf der Laufkarte ein Lageplan.

Der Weg war herrlich zu laufen, vorbei am romantischen Bächlein, Feldern und durch einen lichtdurchfluteten Wald. Mitten auf dem Weg trat man fast auf essbare Maronen-Röhrlinge, die eine komplette Mahlzeit ergeben hätten. Apropos Mahlzeit, ich hatte den Hungermarsch wörtlich genommen und nichts gegessen. Mitten im Wald dann auf halbem Wege eine Auftankstation mit Tee, der umme war, und belegten Brötchen. Hier hatte man eine Sitzgelegenheit, um den strapazierten Füßen und Beinen eine kleine Entspannung zu gönnen. Ich ließ meine Karte abstempeln, trank fix einen Tee und schon ging es weiter. Insgesamt überquerte man zweimal die Autobahn (A61), also über eine Brücke. Ich lief mittlerweile auf Reserve und das Ziel war noch so weit. Ich fragte mich, wieso ich nicht die kleine fünf Kilometer lange Strecke gelaufen bin, hätte vollkommen gereicht. Wenn es wenigstens bei jedem erreichten Kilometerpunkt einen Hinweis gegeben hätte, wie weit es noch bis zum Ziel sei. Das bleibt aber mein einziger Kritikpunkt, den ich hier anbringen möchte. Es war top organisiert und mit einer Menge Vorbereitung verbunden. (mel)

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