BriMel unterwegs
Theater Carnivore mit zwei Stücken im Kreativhaus h6
- Foto: Florian Kaiser
- hochgeladen von Brigitte Melder
Böhl-Iggelheim. „Theater auf Achse“´heißt es für das Theater Carnivore, wenn es auch dieses Jahr wieder mit der Wanderbühne auf Tournee in der Metropolregion geht. Und das Schönste dabei ist, dass sie auch mit zwei Stücken nach Böhl-Iggelheim ins Kreativhaus h6 kommen. Am 3. Mai um 16 Uhr mit dem Stück „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ und am 21. August um 20 Uhr mit „Romeo und Julia“. Nähere Infos unter https://wanderbuehne.com/ihr-besuch
Das Theater Carnivore® – die Wanderbühne wurde 2015 vom Autor, Regisseur und Schauspieler Florian Kaiser gegründet und ist ein professionelles Freies Theater, mit eigener mobiler Spielstätte, eigenen mobilen Bühnen, mobiler Struktur und ganzjährigem, regelmäßigem Repertoirebetrieb. Wie ein Zirkus ziehen sie mit der Wanderbühne von Ort zu Ort in der Stadt und auf dem Land und verwandeln theaterunübliche Plätze in eine Bühne für magische Theaterabende. Die Wanderbühne folgt damit einer sehr langen Tradition und verbindet Kunst und Natur in idyllischer Umgebung unter dem Sternenhimmel. Sie sehen die Wanderbühne als besondere Theaterform, pflegen diese Tradition und begreifen sie als eigenes Genre. Sie machen Theater für neue, auch theaterferne Zielgruppen allen Alters erlebbar. Sie zeigen Theater, bei dem der Mensch, sein Körper und seine Stimme Ausgangspunkt für ein Spektakel sind. Sehen Sie ein körperliches Theater mit Mitteln der Pantomime, der Commedia dell’arte, des Armen Theaters, der Akrobatik und des Tanzes! Sehen Sie Masken-, Figuren- und Objekttheater, Sprechtheater und Erzähltheater sowie das bereits fast vergessene Kartoffeltheater!
Beschreibung zu „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ – unfrei nach dem Text der Brüder Grimm – Ein Märchen über Mut, Hilfsbereitschaft und die schlimmen Folgen der Habsucht:: Das Glückskind ist ein Findelkind. Kaum ist es geboren, versucht der König zum ersten Mal, es umzubringen. So ist das als Glückskind. Aber weil es eben ein Glückskind ist, so gibt es beim zweiten Versuch des Königs eine Hochzeit statt einer Beerdigung. Wer jetzt denkt, damit ist das Märchen zu Ende, irrt. Hier geht es erst richtig los. Der König schickt das Glückskind in die Hölle, um ihm drei goldene Haare vom Kopf des Teufels zu holen. Was sollen wir bloß von solch einem König halten. Natürlich geht alles gut aus. Außer für den König vielleicht. Und beim Teufel wird es natürlich höllisch spannend.
Beschreibung zu „Romeo und Julia“ – Kartoffeltheater: Ein Kartoffelspaß mit dem großen Klassiker der dramatischen Literatur über die Liebe unter Verwendung des Textes von Shakespeare in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und um fehlende Stellen ergänzt von Florian Kaiser.
Sie spielen aufreibendes Theater, nicht nur für die Kartoffeln, die nun der Erde entrissen, nur noch eine Bestimmung haben: die Bühne! Doch nicht alle werden die Tischplatte, die die Welt bedeutet, betreten: Zu viele teilen sich das Schicksal im Dreipfundnetz und warten auf das alles entscheidende Vorsprechen, die Audition, das Casting! Dieses werden sie vor jeder Vorstellung durchführen und den Jugendlichen Liebhaber und die Junge Naive in wechselnder Besetzung zeigen, so wie sie das jeweilige Publikum auswählt. Um sich dann zu fragen: Was ist Liebe? – Neigung? Schicksal? Ist sie nicht das, was wir im Gegenüber sehen? Wer gibt uns mehr Freifläche für Liebe als Kartoffeln? Was sollte tiefgründiger sein als die Liebe zweier Kartoffeln, wenn sie aus dem Erdreich überirdisch zutage tritt? Aber wehe, wenn die Kartoffeln zum Leben erwachen und ihren eigenen Willen entwickeln! Wird der Kartoffeldompteur sie bändigen können? Werden sie sich in sein Spiel fügen? Und was, wenn er sich verliebt? Hat so eine Liebe eine Zukunft? (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.