BriMel unterwegs
Die Highlander „SKYE“ im Igglemer Haisl

Die Band "Skye" | Foto: Johann-Peter Melder
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Böhl-Iggelheim. Der alljährliche Irish Folk Abend fand am 25. Juli bei traumhaftem Wetter am Iggelheimer Naturfreundehaus, dem Igglemer Haisl statt. Eingeladen hatte die Band Skye, Whisky Freunde Pfalz e.V., Igglemer Haisl, events4friends und Ully Zahn.

Keine Irish Summer Night ohne die diversen Whisky-Sorten, das traditionelle Guiness und Kilkenny, aber auch sonst gab es alles was das Herz begehrt. Man sah den ganzen Wald vor lauter irischen Flaggen kaum, die quer über das Areal gespannt waren und das dekorative i-Tüpfelchen waren. Die Veranstaltung war restlos ausverkauft, da hieß es „zammericke“.
Das Event stand unter dem Motto „Irish & scottisch Folk Musik“ mit der bekannten Band SKYE Scottish Folk. Das sind drei Südpfälzer mit zum Teil schottischen Wurzeln, die sich der Musik aus dem schottisch/irischen Kulturkreis verschrieben haben. Dazu gehören gängige Gassenhauer ebenso wie bekannte und unbekannte Balladen, Trinklieder und Schmuse-Songs aus dem Volksgut. Lieder von bekannten Folkgruppen wie z.B. „Runrig“ werden ebenso im typischen SKYE-Sound interpretiert wie einige ausgewählte Popsongs. Nicht zuletzt gehören zum Repertoire selbstverständlich auch etliche Eigenkompositionen. Vom "einfachen Liebeslied" bis zum intonierten Psalm. Dreistimmiger Gesang, Gitarre, Dudelsack und Bodhran, die keltische Trommel, dazu Flöten und ab und an das Akkordeon machen das unverwechselbare SKYE-Feeling aus.

Ully Zahn begrüßte das zahlreiche Publikum zur Irish Night, dabei machen sie eigentlich schottische Folk-Musik. Es sollte viele instrumentale Wechsel geben von dem großen Dudelsack bis zur filigranen Flöte. Dann gab er die Bühne frei für die drei Musiker. Und bereits beim ersten Song „As I came in by Fisherow“ schwang die erste Eintänzerin das Tanzbein. Der Lieadsänger übernahm größtenteils die Moderation und ließ wissen, dass sie aus der Südpfalz, dem Großraum Landau kommen und sich freuen hier zu sein. Seit 25 Jahren gibt es die Band in der gleichen Besetzung: Der Hüne Chris Loch (Gesang, Highlandpipe, Uilleannpipe, Zinnflöte, Akoordeon, Harp, Gitarre) mit außergewöhnlicher Frisur im Original Kilt gut zu erkennen, Joachim „Lochi“ Lochbaum (Gesang, Akkordeon, Gitarre, Mandoline) und Gunther Gehrlein (Gitarre, Bodhran, Gesang).
„Es gehört einfach dazu, dass ihr euch während der Gesangsdarbietungen stellt, mitgeklatscht und trinkt“ ließ Chris Loch wissen, damit sich das Publikum darauf einstellen konnte. Die einzelnen Songs wurden vorher immer ein wenig beleuchtet, um was es in den Liedern geht. „Ye Jacobites“, „Lizzie Lindsay“, „Tranent Muir“ und das relativ neue Lied „Raggie taggle gipsy“ gab es dann zu hören, manche luden zum Schunkeln ein. Diese schönen lustigen Anekdoten belustigten das Publikum und die Stimmung wurde Stunde um Stunde ausgelassener. Durst ist schlimmer als Hunger, das bekam auch der Ausschank zu spüren, bei denen sich stetig eine Warteschlange bildete. Das humorvolle Volkstrinklied „The drunken Scotsman“ mit dem Refrain „Ring ding diddle diddle I de oh ring di diddly I oh“ wurde vom Haisl-Chor kräftig mitgesungen. Sie machen Musik vom Volk fürs Volk. Ein sehr langsames Stück folgte mit „Come by the hills“, wobei die Gesangsstimme von Chris Loch gut zur Geltung kam. Mit „Beat the drum“, „The wild rover“ und „What shall we do with a drunken sailor“ gings weiter. Immer wieder wurde das Publikum zum Mitmachen aufgefordert, entweder mit dem Zuruf „Wo sind die Hände?“ oder bei der Aufteilung zum Mitsingen, linke Seite und rechte Seite, wer wohl lauter mitsingt. Der Refrain wurde mitgesungen und mitgeklatscht. Die Band verstand es, das Publikum mitzureißen und musste auch schon mal ganz alleine singen. Danach folgte erstmal eine Pause, in der die Meinung aus dem Publikum einhellig war „Das sind Entertainer!“

Nach der Pause erklang die inoffizielle Nationalhymne von Schottland „The flower of Scotland“. Hierzu sollte mit den Fingern geschnipst werden oder sonstige Geräusche machen. „Greenwood Side“ und das mit Akkordeonbegleitung gespielte „Brave in our heart“ heute Abend nur für das Publikum. Es wurde wieder etwas schneller mit „Protect and Survive“ und dann gab es noch den edlen Spender aus dem Publikum, der kurzerhand das leergetrunkene Guiness-Glas von Chris Loch in ein volles umwandelte. Applaus für den Spender! Es wurde die Legende von einem Walfangschiff namens „Diamond“ erzählt, auf dem man in manchen Nächten Diamanten sieht. Es sollten alle aufstehen zu diesem Sound oft he Scotish Diamond mit dem Titel „The bonnie ship The Diamond“. Im nächsten Lied „Oro Oro Oro“ ging es um den Goldrausch in Amerika, wobei alle drei ihre Sangeskünste unter Beweis stellten. Der Song „McGregors“ handelte von den Mitgliedern des McGregor-Clans. „Follow me up to Carlow“ und „Wo sind die Hände?“ erklang. Beim nächsten Stück „Dumbarton’s drums“ sollten an einer bestimmten Stelle alle ihre Handys in die Höhe halten. Und dann entdeckte Chris Loch auch noch den Böhl-Iggelheimer Pfarrer Dieringer im Publikum und legte einen kleinen Smal Talk ein. Es ging alles sehr locker zu. Nach dem Lied „The foggy dew“ stellten sich die Bandmitglieder untereinander vor und dann kam DAS Lied, das nun wirklich jedes Kind kennt „The boxer“ und der Refrain „Lie la lie, lie la lie la lie la lie“ fand kein Ende und alle standen auf. Nach diesem Act musste erstmal wieder eine Pause her.
Es folgten noch ein Dutzend weitere Songs, mal mit Gänsehautmomenten und mal zum Tanzen und fröhlich sein, es war einfach für jeden etwas dabei. (mel)

Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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