BriMel unterwegs
Der etwas andere Waldweihnachtsmarkt am Behler Haisl
- Der Grinch und Courtney Iwersen von Birds of Prey
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Böhl-Iggelheim. Vom 5. Bis 7. Dezember 2025 konnte man vor dem Naturfreundehaus Böhl am „Behler Haisl“ bereits im fünften Jahr einen schönen handwerklichen Waldweihnachtsmarkt erleben. Nachdem am 6. Dezember als besondere Attraktion der Nikolaus auf seinem hohen Ross zu Besuch kam konnte man am Mittag dem Drehorgelspieler Peter David aus Speyer zuhören. Und auch der Grinch war wieder vor Ort. An der Technik für den späteren Sound war wie immer Marco Hartmann vor Ort, wenn ab 16 Uhr Jessica Simon weihnachtliche Klänge hören lässt.
Dieses Jahr wurde die Waldweihnacht ein wenig anders gestaltet, so dass nicht nur im Biergarten vom Behler Haisl die Stände aufgebaut waren, sondern auch nach draußen auf den Waldweg ausgedehnt wurden. Die Enge zu gut besuchten Zeiten wurde dadurch zwar entzerrt, aber manche Aussteller meinten, die Atmosphäre habe dadurch gelitten. Das Wetter war der Waldweihnacht auch nicht gerade wohlgesonnen und durch den Regen war der Weg glitschig. Vielleicht hätte Rindenmulch ein wenig Abhilfe geschaffen. Aber wie immer gibt es diese und jene Meinung, die einen waren von den wenigen Besuchern enttäuscht, andere hingegen konnten sich über regen Zuspruch nicht beschweren, vor allem Gebrauchsgegenstände fanden regen Absatz.
Günter Pröfrock aus Iggelheim war wieder mit seinen wunderschönen Holzdrechslerarbeiten dabei, wobei mir jedes Mal die wunderschön gestalteten Schreibutensilien ins Auge stechen. „Artworks2Print“ aus Iggelheim hatten eine breite Paillette mit 3D-Druckbeispielen dabei. Das geht von Haushaltsgeräten/Möbelteile, personalisierte Geschenkideen und Deko-Artikel bis hin zum Bastel-Organizer. „Junika“ macht Lasergravuren, Dekorationen aus Holz und mit Gießkeramik und hatte heute auch Korkaccessoires mit dabei. „Lucky Nail“ hat immer wieder neue Ideen, aus echten Hufnägeln Glücksnägel zu gestalten „Glück zum Anfassen“. Neu kreiert wurden Hufnägel-Dubbegläser als Anhänger. Max Schmitt hat eine Spirituosenmanufaktur in Haßloch und alles Angebotene stammt aus eigener Herstellung. Der letzte Stand auf dem Areal des Behler Haisls und ganz neu dabei war der Stand für Fellkinder-Fotografie von Kimberley Koch.
„Vun allem ebbes“ gab es am Stand von Monika Kern-Weinke aus Raysin, Beton und Handarbeiten. Am Stand von „Holzarbeiten Lippes“ von Volker Lieberknecht und Sigrid Graß wurden dekorative Holzarbeiten ausgestellt. Melanie Alles hatte Keramikarbeiten dabei. Petra Löwenmuth von „Petra’s Gourmetstübchen“ war mit Edelschmaus das erste Mal vertreten genau wie die Falknerei „Birds of Prey“ aus Speyer, die wegen der grassierenden Vogelgrippe heute ohne ihre Greifvögel, sondern mit Postkarten und kleinen Basteleien aus Gips einen Stand hatten. Ihnen zur Seite stand das Jagdschulzentrum Pfalz aus Iggelheim, die Hand in Hand mit der Falknerei arbeiten. Vom „Treffpunkt Schwarzweiherhof e.V.“ war Doris Paulsen mit allerlei Handarbeiten für Kopf, Hals und Füße vor Ort, damit es einem im Winter kuschelig warm wird. Neu im Sortiment hatte sie Bananensocken für Kinder (ohne Ferse). Sie freute sich über guten Zuspruch. Handgemachte Steinbilder, Wichtel- und Schneemänner aus Socken bot Bianca Haupt gemeinsam mit ihrer Schwester Stephanie Böttcher an.
Nach dieser Besichtigung erstmal ein Glühwein-Päuschen, bei dem ich mit dem exquisit gekleideten John von Mountbatten aus Battenberg im schottischen Kilt ins Gespräch kam. Und er hatte viel zu erzählen! Die Familie McLoud of Harris besitzt diesen Tartan des Kilts, der ein ganz besonderes Muster mit zugehörenden Farben hat. Schon von weitem wisse man, um welchen Kilt es sich hierbei handle.
Der Drehorgelspieler Peter David (speyrerdrehorgelbu@gmx.de) war mit seiner Frau hier und bereits das dritte Jahr dabei. Nächstes Wochenende ist er bei der Waldweihnacht in Schifferstadt zu finden und letztes Wochenende war er in Germersheim, also dauernd unterwegs für eine gute Sache und das den ganzen Tag. Er spielt für soziale Zwecke, wo gerade etwas anfällt. Weihnachtsweisen, aber auch das melodische „Mull of Kintyre“ von den Wings, „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay und „Hallelujah“ hörte man während der Glühwein in der Tasse dampfte.
Während es um 12.30 Uhr noch relativ übersichtlich auf dem Areal war zog es nach und nach immer mehr Gäste zum Behler Haisl. Es wurde für jeden etwas geboten: Die Kinder konnten sich auf dem angrenzenden Spielplatz an der frischen Luft austoben und zum Essen, Trinken war vom Haisl-Team auch bestens gesorgt worden. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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