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10 Jahre Church in Colors – Ein Zauber wohnt inne
- Church in Colors
- Foto: Johann-Peter Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Böhl-Iggelheim, OT Böhl. Trotz widriger Umstände mit der Umleitung in Böhl war die protestantische Kirche in der Kirchenstraße wieder einmal prall gefüllt, denn am 24. Oktober war hier der Beginn und das 10-jährige Jubiläum für die Band „Church in Colors“. Die Band und Michael Nist veranstalten gemeinsam dieses besondere Fest. Schon von weitem sah man die in ein feierliches Kleid gehüllte angestrahlte Kirche, wenn man sich denn mal durch die parkenden Autos durchgeschlängelt und einen Parkplatz gefunden hatte.
„Church in Colors“ findet jedes Jahr statt und Böhl ist der Ort, wo vor 10 Jahren alles seinen Anfang nahm. Am Anfang war das Licht, das jetzt schon 10 Jahre leuchtet und zwar in Kirchen, die ansonsten eher weniger besucht werden und mit „Church in Colors“ gnadenlos voll sind. Der Abend in Böhl-Iggelheim war das Auftaktkonzert der 10-jährigen Jubiläumstour. Oliver Dums‘ Gesang mit Wiedererkennungswert und jeder Oktave mächtig, Daniel Zäpfel am Bass, Kai Rogowski am Schlagzeug/Percussion, Marcus Rutz-Lewandowski am Piano und Philipp Graf an der Gitarre bilden eine qualitativ hochwertige Einheit. Gepaart mit dem Lichterzauber an und in der Kirche durch das Team „PfalzShow ProShow“ unter der Leitung von Matthias Müller war es wieder einmal ein atemberaubend schöner Abend. Pfarrer Markus Diringer hatte wieder seine protestantische Kirche zur Verfügung gestellt und war natürlich selbst begeisterter Hausherr und Gast. Aus nah und fern waren die BesucherInnen gekommen, die rasch genug ihre Eintrittskarten geordert hatten. Neben vielen altbekannten Gesichtern gab es heute auch etliche Neulinge.
Der Organisator Michael Nist begrüßte das Publikum. Eigentlich seien es nicht nur 10 sondern 22 Jahre, doch früher nannte sich die Band „Church in Orange“ und erst seit 10 Jahren „Church in Colors“. Wie immer sei auch dieses Konzert recht schnell ausverkauft gewesen. Sie spielen auch in anderen Städten und Orten, aber Böhl ist schon etwas Besonderes. Pfarrer Diringer ist erst seit 9 Jahren hier, also noch nicht ganz so lange wie die Band, aber er spürt diesen Zauber, der von ihnen ausgeht. Er wünschte sich, dass die nächsten Jahre so weitergehen werden, weil es den Menschen guttut.
An die 500 LED-Armbänder lagen vor jedem Gast, die für zusätzliches Feeling sorgten.
Die Musiker kamen den Kirchengang entlang zur großen LED-Videowand und ihrer Stage. Bis auf Philipp Graf waren heute alle gut behütet. Richtig schick hatten sich die Jungs gemacht und Kai Rogowski hatte sogar eine Fliege umgebunden und ein Einstecktuch in der Anzugweste. Der Einstieg in den illuminierten Abend erfolgte mit dem Song „Belfast Child“. Oliver Dums musste erstmals seine Stimme mit einer Schorle ölen bevor er wie gewöhnt locker vom Hocker die Songs moderierte. „Herzlich willkommen! Schön, dass wir gemeinsam dieses besondere Ereignis feiern dürfen.“ Heute würden viele neue Songs im Programm sein wie „I still haven’t found what I’am looking for“ von U2. Arme hoch, klatschen und die LED-Bändchen fingen an zu leuchten. Oli Dums erzählte zwischen jedem Song eine kleine Anekdote aus dem Bandleben. „Once“, ein besonders melodisches Stück aus dem gleichnamigen irischen Film bescherte Gänsehaut. Die Bühne war in rotes Licht getaucht und der dreistimmige Gesang hervorragend. „Mandy“ – wow, wie hoch Oliver Dums mit seiner Stimme kam und wie lange er den Ton halten konnte! Sensationell gut! Plötzlich verließen drei Musiker die Bühne, nanu? Nur Oliver Dums und Marcus Rutz-Lewandowski am Piano waren noch da. Vor 22 Jahren hatten die beiden also Duo gespielt und so sollte es jetzt ein Remake geben, deshalb sind die anderen gegangen. Oliver wollte vom Publikum wissen, wer vor 22 Jahren schon dabei war und wer das erste Mal dabei ist? WOW, so viele! Mit voller Inbrunst performte Oliver den Song „Piano Man“, dabei wurde auch ein wenig geschunkelt. Einzeln kehrten die Musiker zurück und wurden jeweils mit einem gezielten Spot auf sie empfangen. Bei „You drive me crazy“ waren dann alle wieder vereint. „Running up that hill“ von Kate Bush und auf der Leinwand beiderseits Treppen nach oben passte prima. Ein kleiner Filmausschnitt aus „The drunken Bishop“ und die Band hatte sich auf dem Gang inmitten des Publikums verteilt und feierte und musizierte. Da war etwas geboten und die Menschen standen und klatschten begeistert. Zum Schluss stand und sang Oliver Dums ganz alleine im Scheinwerferlicht, eine Lichtgestalt. Oliver Dums erzählte, dass es mit zwei Kerzenständern damals auf der Bühne angefangen hatte und heute? Schauen Sie sich dieses Equipment auf der Bühne an!“ Bei „Viva la vida“ von Coldplay stand, pfiff, trampelte und klatschte das gesamte Publikum. Ausnahmezustand! Bei „Wake me Up" von Avicii gab es eine kleine Tanzeinlage auf der Bühne und passend dazu ging die Sonne hinter den Bergen auf der Leinwand auf. „A sky full of stars“ und die Panoramawand war voller Sterne und das Publikum hüpfte, so dass die Kirchenbänke bebten. Oliver Dums war mega gut drauf und freute sich sichtlich über diesen wundervollen Abend mit seinen Alt- und Neufans. Lobesworte für den Drummer Kai Rogowski, den Mann mit Hut, dessen Familie heute mit dabei war. Die einzelnen Musiker wurden vorgestellt und bedachte alle mit wertschätzenden Worten. Marcus Rutz-Lewandowski stellte seinerseits Oliver Dums vor als einen Künstler, der unfassbares auf die Beine gestellt hat. Stehende Ovationen zu „You raise me up“ von Josh Groban verbunden mit frenetischem Applaus. Die Menge rastete aus und eine Zugabe musste her. „I do it for you“ von Bryan Adams. Dankesworte von Oliver Dums „es hat Spaß gemacht“ und Applaus für die Crew um Matthias Müller für diese tolle Licht- und Tontechnik. Dankesworte an alle HelferInnen hinter den Kulissen und natürlich Michael Nist, den Entdecker. Zur Feier des Tages gaben sie noch eine zweite Zugabe. „Music“ was my first love, ja, so war es und so wird es immer sein. Der Jubiläumsabend war fantastisch und wird heute Abend noch einmal gefeiert. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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