Tödlicher Messerangriff: Neue Details zur Familientragödie

Nach ersten Erkenntnissen griff ein 28-jähriger Tatverdächtiger seine 64-jährige Mutter, seinen 35-jährigen Bruder und seine 36-jährige Schwester mit einem Messer an | Foto: Mitch Saint/AdobeStock_320781557
  • Nach ersten Erkenntnissen griff ein 28-jähriger Tatverdächtiger seine 64-jährige Mutter, seinen 35-jährigen Bruder und seine 36-jährige Schwester mit einem Messer an
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Böhl-Iggelheim. Nach dem tödlichen Messerangriff eines 28-Jährigen Familie in der Nacht zum Montag, 23. Februar, dauern die intensiven und umfangreichen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei zum genauen Tatablauf und zu den Hintergründen weiterhin an.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hat der 28-Jährige die Familie mit einem Messer angegriffen. Seine 36-jährige Schwester wurde dabei leicht verletzt, sein 35-jähriger Bruder erlitt schwere Verletzungen. Die 64-jährige Mutter des Tatverdächtigen wurde tödlich verletzt.

Tötungsdelikt: Sohn attackiert Mutter, Bruder und Schwester mit Messer

Polizeieinsatz nach Notruf

Kurz nach Mitternacht alarmierte die Schwester des Tatverdächtigen über den Notruf die Polizei. Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten später am Tatort eintrafen, hatten sich die Schwester und der schwer verletzte Bruder bereits aus dem Haus in Sicherheit gebracht.

In Nähe des Hauseingangs trafen die Polizeikräfte auf den 28-Jährigen. Nach bisherigen Erkenntnissen hat er im Eingangsbereich weiterhin mit einem Messer auf die am Boden liegende 64-Jährige eingewirkt. Die Beamten forderten ihn zunächst auf, das Messer fallen zu lassen. Nachdem er dieser Aufforderung nicht nachkam, machten sie nach Androhung von ihrer Dienstwaffe Gebrauch, um den mutmaßlichen Angriff zu beenden. Der Tatverdächtige wurde dabei schwer verletzt.

Tatverdächtiger schwer verletzt – Haftbefehl erlassen

Der 28-Jährige befindet sich weiterhin in medizinischer Behandlung in einem Krankenhaus. Heute wurde er im Krankenhaus dem Haftrichter vorgeführt. Dieser eröffnete ihm den auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal erlassenen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags, setzte ihn in Vollzug und ordnete die Haftfortdauer an.

Der Beschuldigte machte bislang keine Angaben zur Sache. Bis zu seiner Verlegung in eine Justizvollzugsanstalt wird er im Krankenhaus durch Justizbeamte bewacht.

Obduktionsergebnis liegt vor

Ebenfalls am Dienstag wurde der Leichnam der 64-Jährigen im Auftrag der Staatsanwaltschaft durch das Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz obduziert. Nach dem vorläufigen Ergebnis erlitt die Frau multiple Stich- und Schnittverletzungen. Als todesursächlich gilt demnach der durch die Verletzungen verursachte Blutverlust. Die Ermittlungen dauern an. jg/red

Autor:

Julia Glöckner aus Ludwigshafen

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