Amerikanische Faulbrut: Tötung von 263 Bienenvölkern im Kreis Bad Dürkheim abgeschlossen
- Bienenseuche in Bad Dürkheim.
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Bad Dürkheim. Die massenhafte Tötung von 263 infizierten Bienenvölkern im Kreis Bad Dürkheim ist abgeschlossen worden. Hintergrund ist ein bestätigter Ausbruch der hochinfektiösen Amerikanischen Faulbrut (AFB), einer gefährlichen Bienenkrankheit, die für befallene Bienenvölker tödlich verläuft und eine erhebliche Gefahr für die gesamte Imkerschaft darstellt.
Einsatz begann in den frühen Morgenstunden des 9. September
Um eine Ausbreitung zu verhindern, begann das Veterinäramt des Landkreises bereits um 3 Uhr morgens zeitgleich an allen drei betroffenen Standorten mit der Umsetzung der gerichtlich bestätigten Maßnahmen. Im Einsatz waren:
• Fünf Mitarbeitende des Veterinäramts
• Zwei Kräfte des Kommunalen Vollzugsdienstes
• Ein Bienenseuchensachverständiger
• Eine fünfköpfige Fachfirma zur Durchführung
• Ein spezialisierter Bienenfacharzt und Amtstierarzt des Tierseuchenverbunds Rheinpfalz
Das Vorgehen erfolgte unter tierärztlicher Aufsicht und nach rechtlicher Prüfung. Die Ausführung übernahm eine Fachfirma, die die betroffenen Bienenstöcke unter Aufsicht tötete. Die frühen Stunden wurden bewusst gewählt, da sich die Bienen nachts in ihren Stöcken befinden.
Transport zur Müllverbrennungsanlage – auch Zubehör betroffen
Anschließend wurden die kompletten Bienenstöcke in einem versiegelten Container zur Müllverbrennungsanlage der GML nach Ludwigshafen transportiert. Ebenfalls entsorgt wurden kontaminierte Materialien, darunter Autoreifen und Paletten, die mit Honigresten oder Bienenkot belastet waren. Noch laufende Restarbeiten betreffen vor allem Reinigungs- und Dokumentationsprozesse.
Schutz der regionalen Imkerei und Naturkreisläufe
Der Beigeordnete Jonas Bender, zuständig für das Veterinäramt, zeigte sich betroffen, betonte aber die Notwendigkeit. Das schnelle Vorgehen nach der Gerichtsentscheidung sei notwendig gewesen, um die Verbreitung der Amerikanischen Faulbrut zu stoppen. "Wir bedauern es weiterhin sehr, dass es keine Alternative gegeben hat", sagte er. Aber zum Schutz der vielen gesunden Bienenvölker in der Region war die Aktion alternativlos.“ Die Faulbrut ist eine meldepflichtige Tierseuche. Ihre Bekämpfung erfolgt auf Basis klarer gesetzlicher Vorgaben. Durch das konsequente Eingreifen sollen weitere Imkereien, Wildbienen und die natürliche Bestäubungskette geschützt werden. [rd]
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |
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