Gedenktage: 150. Todestag
Johann Georg Lehmann, Pfarrer und Geschichtsschreiber
- Foto: Bild: gemeinfrei
- hochgeladen von Klaus Clever
Vor 150 Jahren starb der Pfälzer Pfarrer und Historiker Johann Georg Lehmann. Der Sohn eines Osthofener Pfarrers hat in Dürkheim das Gymnasium besucht und in Heidelberg Theologie studiert. Nach dem Vikariat war er als Gemeindepfarrer tätig, zunächst in Ellerstadt, später in Altleiningen, Weisenheim am Berg, Kerzenheim und Nußdorf bei Landau. Er war zweimal verheiratet und hatte insgesamt sieben Kinder. Eine Grabstele seiner früh verstorbenen ersten Frau Charlotte steht in Weisenheim am Berg auf dem früheren Friedhof und jetzigen Kirchgarten.
Bekannt wurde Lehmann nicht nur durch seine historischen Forschungen und Veröffentlichungen, sondern auch durch seine Denkschrift zur „Mündigkeitserklärung der Israeliten im deutschen Völkerbund“, die Eingang in die Paulskirchenverfassung von 1848 fand.
Lehmann starb nach 50jährigem Dienstjubiläum am 5. August 1876 in Landau-Nussdorf. Eine Pfarrer-Lehmann-Stube im Bauernkriegshaus erinnert an ihn. Dort und in Weisenheim am Berg ist auch eine Straße nach ihm benannt. In einem Nachruf hieß es: „Die Pfalz hatte einen ihrer besten Söhne verloren und die Geschichtswissenschaft ihren namhaftesten Vertreter in der Pfalz; einen Geschichtsschreiber wie Lehmann wird unsere Provinz sobald nicht wieder finden!“
Eine ausführliche Beschreibung vom Leben und Wirken Johann Georg Lehmanns findet sich in dem von Helmut Meinhardt verfassten Buch „Johann Georg Lehmann“ - Pfarrer und Geschichtsschreiber“ aus dem Jahr 2020, zu beziehen über Tel. 06322-7903434 (Helmut Meinhardt), 06353-8453 (Klaus Clever) oder k.clever@t-online.de. Der Autor, auch er ein leidenschaftlicher Heimatforscher, war von 2000 bis 2019 Pfarrer in Weisenheim am Berg und lebt heute in Bad Dürkheim. Bild: gemeinfrei.
Autor:Klaus Clever aus Bad Dürkheim |
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