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Das Leben bei den Römern – Die Römer sind los
- Der Bronzegießer bei den Römern
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Bad Dürkheim-Ungstein. Am 3. Oktober luden der Arbeitskreis Römisches Weingut Weilberg Ungstein, die Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e.V. und die Stadt Bad Dürkheim zur „Römischen Weinlese“ auf das Römische Weingut „Weilberg“ ein. Die kostenlose Veranstaltung fand vom 3.-4. Oktober mitten in den Weinbergen statt und ein kleiner Anstieg zur römischen Anlage entschädigt mit einem wundervollen Blick auf die Pfalz. Der Parkplatz war nur klein, deshalb bot man die Benutzung des kostenlosen Buspendelverkehrs ab dem Wurstmarktplatz an.
Nur an diesem Wochenende war die römische Villa mit Leben gefüllt, ansonsten locken nur die Mauern und die schöne Aussicht Touristen an. Mitglieder der „I. Roemercohorte Opladen“ gaben Einblicke in den zivilen und militärischen Alltag von einst. Alte Techniken wurden vorgeführt, vom Bronzegießen über Knochenschnitzen bis zur Färberei. Beim Salzhändler erfährt man Interessantes über das „weiße Gold“ und ein Öllampen-Hersteller zeigte, wie man „Licht ins Dunkel“ brachte. Es gab so vieles zu sehen und zum Ausprobieren, das lockte besonders Kinder an, die allerlei wissenswertes von damals nahegebracht bekamen und selbst nachmachen konnten, wie zum Beispiel ein Mühlenspiel oder Würfel selbst herstellen. Beim Medicus gab es römisches Kaugummi (Mastix) zum Probieren, das auch noch biologisch abbaubar ist. Man merkte den Unterschied beim Kauen im Vergleich zum heutigen Kaugummi, welches krümelig und geschmacklos war. Der Bronzegießer konnte einem bei dem warmen Wetter heute richtig Leid tun, denn er hatte zusätzlich eine Feuerstelle an, über der er arbeitete. Nebenan konnte man zuschauen wie Münzen aus Zinnmetall geprägt wurden (Spendenbasis). So werden aus ausgedienten Zinnbechern Münzen. Schule, Schuster und Friseur konnte man sich anschauen. Und natürlich gab es auch für den Magen etwas für die vielen kleinen und großen Besucher an diesem Tag. Ein wahres Highlight waren an beiden Tagen die römischen Weinlesen mit Traubentreten in den antiken Kelterbecken, die ich jedoch persönlich nicht miterlebte.
KI erzählte folgendes: Das Römische Weingut Weilberg in Ungstein ist eines der bedeutendsten antiken Zeugnisse des Weinbaus in Deutschland. Es handelt sich um die Reste des vermutlich größten römischen Landgutes (Villa rustica) in der Pfalz. Die Anlage wurde 1981 im Zuge einer Flurbereinigung (Landzusammenlegung) inmitten der Weinberge entdeckt. Erbaut wurde das Gut ab 20/30 n. Chr. (zunächst in Holz, später in Stein). Seine Blütezeit erlebte es bis etwa 350 n. Chr. ehe es bei einem Einfall der Alemannen zerstört wurde. Das Herrenhaus besaß eine säulengeschmückte Front von über 100 bis zu 150 Metern Länge. Der gesamte Wirtschaftshof umfasste im 3. Jahrhundert rund 7,5 Hektar. Dazu gehörte ein luxuriöser Badetrakt, Wirtschaftsgebäude und mindestens acht bis elf Nebengebäude. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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