Neue Rettungswache in Bad Bergzabern ist seit September in Betrieb
- Die neue Rettungswache in Bad Bergzabern bietet Platz für vier Einsatzfahrzeuge.
- Foto: KV SÜW
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Bad Bergzabern. Seit September nutzt der Rettungsdienst die neue Rettungswache in der Landauer Straße. Die DRK-Rettungsdienst Südpfalz GmbH investierte rund 3,6 Millionen Euro in den Neubau und schafft damit mehr Platz für Einsatzfahrzeuge, Mitarbeitende und moderne Technik.
Die bisherige Wache befand sich einer Pressemitteilung der DRK-Rettungsdienst Südpfalz GmbH in einem ehemaligen Schwesternwohnheim des Klinikums Bad Bergzabern. Das Gebäude stammte aus dem Jahr 1970 und diente ursprünglich nicht als Rettungswache. Größere Einsatzfahrzeuge, neue technische und hygienische Anforderungen sowie veränderte Arbeitsbedingungen machten einen Neubau notwendig.
Am Rettungswachen- und Notarztstandort arbeiten derzeit 22 hauptamtliche Mitarbeitende, drei Auszubildende, zwei Kräfte im Freiwilligen Sozialen Jahr und zehn ehrenamtliche Mitarbeitende. Zum Fuhrpark gehören ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Rettungstransportwagen und zwei Krankentransportwagen.
Mehr Platz für Fahrzeuge und den Arbeitsalltag
Die neue Wache bietet rund 775 Quadratmeter Nutzfläche auf einem 3.660 Quadratmeter großen Grundstück. Vier Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, eine separate Waschhalle, Sozial- und Aufenthaltsbereiche sowie ein Schulungsraum gehören zum Gebäude.
Die Suche nach einem geeigneten Standort begann vor mehr als einem Jahrzehnt. Nach dem Kauf eines Grundstücks riss das DRK ein bestehendes Altgebäude ab. Im Juli folgte der Spatenstich, im Januar begann der Innenausbau. Im August stellte das DRK die neue Rettungswache fertig und hielt damit die geplante Bauzeit von zwölf Monaten ein.
Architektin Marion Klag von der Firma Speeter erklärt: „Ein Bauprojekt dieser Größenordnung innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens fertigzustellen, war eine große Herausforderung. Umso schöner ist es, heute vor dem fertigen Gebäude zu stehen. Von den ersten Planungen bis zur Fertigstellung war es ein umfangreiches Projekt, bei dem viele Beteiligte eng zusammengearbeitet haben. Es ist uns auch gelungen, den Kostenrahmen einzuhalten“.
Photovoltaik, Wärmepumpe und Regenwassernutzung
Das Gebäude nutzt eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher und Notstromfunktion. Eine Wärmepumpe, LED-Beleuchtung und die Klimatisierung der Sozialräume ergänzen die technische Ausstattung. Eine Zisterne speichert Regenwasser für die Bewässerung der Außenanlage. Für die Mitarbeitenden stehen außerdem Ladesäulen für Elektrofahrzeuge bereit.
Das DRK berücksichtigte bei der Planung das Konzept der Grünen Rettungswache des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz. Beim Bau kamen unter anderem Recyclingschotter, Ziegelmauerwerk und Öko-Pflaster zum Einsatz. Die Ausrichtung der Räume nutzt das vorhandene Tageslicht möglichst gut.
Jürgen See, Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst Südpfalz GmbH, sagt: „Mit der neuen Rettungswache investieren wir nicht nur in ein modernes Gebäude, sondern vor allem in die Zukunft des Rettungsdienstes und in die Menschen, die hier täglich für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz sind. Die neue Wache schafft zeitgemäße Arbeitsbedingungen und stellt gleichzeitig sicher, dass der Standort auch den Anforderungen der kommenden Jahre gewachsen ist“.
Die Investitionssumme umfasst den Grundstückskauf und den Abriss des Altgebäudes. Nach dem rheinland-pfälzischen Rettungsdienstgesetz übernehmen die zuständigen Gebietskörperschaften 75 Prozent der Kosten. Die DRK-Rettungsdienst Südpfalz GmbH trägt 25 Prozent.
Die Einsatzzahlen zeigen die Bedeutung des Standorts. Im vergangenen Jahr rückte die Rettungswache zu 2.632 Notfalleinsätzen aus und führte 2.005 Krankentransporte durch. Als Standort im unmittelbaren deutsch-französischen Grenzraum gehört Bad Bergzabern außerdem zu einer Region, in der der Rettungsdienst grenzüberschreitend mit dem Elsass zusammenarbeitet. (red)
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |