Ratten nahe Kita in Annweiler: Stadt investiert 8000 Euro in Bekämpfung
- Ratten sorgen derzeit in Teilen von Annweiler für Probleme. Besonders im Bereich der Elisabethenstraße haben Stadt und Verbandsgemeindewerke zusätzliche Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet.
- Foto: Stadtverwaltung Pirmasens
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Im Umfeld der Kita Arche Noah in Annweiler sorgt ein erhöhtes Rattenaufkommen für Handlungsbedarf.
Von Erik Stegner
Annweiler am Trifels. Die Verbandsgemeindewerke Annweiler warnen vor einem lokalen Rattenproblem im Bereich der Elisabethenstraße. Wie aus einer aktuellen Pressemitteilung der VG-Werke hervorgeht, wird dort seit einiger Zeit ein deutlich erhöhter oberirdischer Befall festgestellt. Besonders sensibel ist die Lage, weil sich in dem Bereich auch die Kita Arche Noah befindet. Die Stadt Annweiler hat deshalb zusätzliche Maßnahmen beschlossen. Der Stadtrat vergab bereits Ende Mai den Auftrag für eine oberirdische Rattenbekämpfung an eine Fachfirma. Die Kosten belaufen sich auf rund 8000 Euro.
Befall liegt über dem Durchschnitt
Nach Angaben der Verbandsgemeindewerke wurden in Annweiler 396 Köderpunkte im Kanalnetz kontrolliert. Bereits bei der ersten Überprüfung mussten 108 Köderstellen erneut belegt werden. Das entspricht einer Aktivitätsquote von rund 27 Prozent. Zum Vergleich: Im gesamten Gebiet der Verbandsgemeinde wurden 1473 Köderstellen kontrolliert. Dort lag die Quote bei rund 21 Prozent. Die Auswertung eines beauftragten Schädlingsbekämpfers zeigt zudem, dass sich das Problem nicht auf das gesamte Stadtgebiet erstreckt, sondern vor allem auf einzelne Straßen und Grundstücke konzentriert.
- Mit solchen Köderstationen bekämpfen die Verbandsgemeindewerke Ratten im Kanalnetz. Nach Angaben der VG-Werke wurden in Annweiler 396 Köderpunkte kontrolliert.
- Foto: Verbandsgemeinde Annweiler
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Müll und Fütterungen begünstigen die Ausbreitung
Nach Einschätzung der Fachleute verlassen Ratten das Kanalnetz vor allem dann, wenn oberirdisch zusätzliche Nahrungsquellen vorhanden sind. Die VG-Werke nennen offen zugänglichen Müll, Essensreste und Fütterungen als mögliche Ursachen für die erhöhte Aktivität. Die Tiere können Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachen. Zudem können sie Krankheitserreger übertragen. Deshalb setzen die Verantwortlichen neben der Bekämpfung vor allem auf Prävention.
Weitere Maßnahmen geplant
Neben der jetzt beschlossenen Bekämpfung an bekannten Hotspots planen die Verbandsgemeindewerke im Spätjahr eine weitere flächendeckende Aktion im gesamten Gebiet der Verbandsgemeinde. Ziel ist es, die Population der Nager dauerhaft zu reduzieren. Gleichzeitig appelliert die Verwaltung an die Bevölkerung, Müllbehälter geschlossen zu halten, Essensreste nicht offen zu lagern und mögliche Verstecke auf den eigenen Grundstücken zu beseitigen.
Auch andere Städte melden Rattenbefall
Mit dem Problem steht Annweiler nicht allein da. Auch andere Kommunen in der Region melden derzeit vermehrt Rattenvorkommen. So teilte die Stadt Pirmasens kürzlich mit, dass das Ordnungsamt in den vergangenen Wochen mehrere entsprechende Meldungen erhalten habe. Die Verwaltung weist darauf hin, dass Ratten als Gesundheitsschädlinge gelten und Grundstückseigentümer verpflichtet sind, Vorkommen auf ihrem Eigentum zu bekämpfen. Fachleute führen die zunehmende Aktivität unter anderem auf die steigenden Temperaturen in den Sommermonaten zurück.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |
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