Besucheransturm schon am Morgen
Markt Gaugrehweiler 2026
- Grußworte von Beigeordneter Melanie Roos beim Markt Gaugrehweiler 2026
- Foto: Arno Mohr
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Gaugrehweiler. Richtig viel los und jede Menge Betrieb war bei der 19.ten Auflage des Gaugrehweiler Marktes am Sonntag in der "Perle" im Appelbachtal zu verzeichnen. Die Marktrechte hat die Gemeinde dem früheren Wild- und Rheingraf Carl Magnus zu verdanken. Er wurde zwar nach dem Bau des ehemaligen Gaugrehweiler Schlosses, von dem heute nur noch die riesigen Keller unter der Schloßberghalle sichtbares Zeugnis sind, 1775 wegen Überschuldung eingekerkert. Eben mit diesen verbrieften Marktrechten hat er der Gemeinde aber ein richtig "großes Pfund" hinterlassen. Und die Gaugrehweilerer haben in den letzten zwei Jahrzehnten auch was daraus gemacht: Die Appeltalgemeinde erlebte am Sonntagmorgen drneut -diesmal schon ganz früh- einen selten erlebten Besucheransturm auf den "Markt 2026", der früher früher die "Kerb" war. Weit über 100 Ständen in der Hauptstraße und Triftstraße und um die Schloßberghalle präsentierten ein all umfassendes Angebot. Für jeden war etwas dabei. "So früh war das Ort noch nicht so voll Menschen", stellte auch Thomas Theisinger, früheres Ratsmitglied und Beigeordneter im Gespräch mit der RHEINPFALZ fest. Die monatelangen Vorbereitung des Marktmeister-Ehepaares Anke Corell-Graßer und Thomas Graßer haben sich also gelohnt. Sie arbeiteten diesmal Melanie und Ingo Roos ein, die im nächsten Jahr die Federführung bei der Organisation übernehmen werden. Ohne Helfer/innen geht eine solche Großveranstaltung aber nicht über die Bühne. Sie dankten deshalb vor allem der großen Helferschar, auch Ortsbeigeordnete Melanie Roos in Vertretung von Ortsbürgermeisterin Romy Heblich war voll des Lobes. VG-Chef Michael Cullmann dankte in seinem Grußwort, die von den Jagdhornbläser Appeltal umrahmt wurden, Feuerwehr, Sanitäten und Gemeinde für deren außerordentliches ehrenamtliches Engagement. Auch Beigeordnete Melanie Roos hatte richtig viel zu tun, so Cullmann.
Große Zahl an Helfer/innen benötigt
Circa 70 bis 80 Personen waren im Einsatz. Selbst am Sonntagmorgen kamen noch Anfragen von Standbetreibern, die vor Ort in Gaugrehweiler dabei sein wollten, so die Organisatoren. An den Ständen herrschte reger Betrieb, oft wird nur geschaut, manchmal aber auch gekauft, wie am Hut-Stand, wo die Sonnenhüte gefragt waren. Selbst wenn kein oder nur wenig Umsatz erzielt wird, es gilt die Devise: Dabei sein ist alles. In Gaugrehweiler wird ja kein Standgeld erhoben", ist ein Standbetreiber aus Idar-Oberstein voll des Lobes über die Gemeinde. Er ist überrascht, wieviel Menschen "in diese kleine Gemeinde kommen", das ist schon außergewöhnlich. Tanja Brand aus Sitters hat mit ihrem Mann Frank ihr in diesem Jahr erst geöffnetes "Scheene Sache-Lädchen" in Sitters ausgeräumt und hat einen Stand in der Nähe des Marktplatzes bezogen. "Wir wollen hier präsent sein und Werbung für das Geschäft machen", so die beiden Sitterser. Zum ersten Mal dabei sind auch Antje Degen und Silke Nerbas aus Obermoschel, die wunderschöne selbst gemachte Häkel- und Stricksachen präsentieren. Auch sie sind völlig überrascht von dem Andrang in Gaugrehweiler. Die Gaugreh- weilerer haben das schon top organisiert, um die Mittagszeit gibt es zwar einige Warteschlangen an den Essensständen, die aber schnell abgearbeitet werden. Neu dabei mit einem Essensstand war erstmals der Landwirtschaftsbetrieb Max Grasser in der Triftstraße-, der die Jagdhornbläsergruppe Appeltal/Jägerschaft ersetzte.
Alles zu haben, was glücklich macht
Alles was man für sich selbst, im Haus, Hof, Garten oder für andere -als Geschenk- zum Beispiel brauchen kann, war an den vielen Ständen zu haben, kein Wunsch blieb offen. Mehrfach war bis zum Nachmittag bei den Besuchern nur Lob für die Gaugrehweiler zu hören. "Die machen das richtig gut, mir macht es wirklich Spaß, durch den schönen Ort zu flanieren, etwas zu essen und zu trinken und zu gucken, was es alles an den Ständen gibt", meint eine Besucherin aus Bad Kreuznach. Auch im Rahmenprogramm gab es für jeden interessante Programmpunkte. Ruhiger wurde es wieder am Montag beim "Marktausklang" rund um die Schloßberghalle mit Essen, Getränken und geselligem Beisammensein und kostenlosen Freifahrten auf dem Karussell für die Kinder.
Autor:Arno Mohr aus Alsenz-Obermoschel |
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