Transitstrecke nicht vom Tisch: „Signal Rot!“ im Gespräch mit Ministerpräsident Schweitzer und MdB Gebhart

die BI im Gespräch mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer | Foto: Nevill/gratis
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  • die BI im Gespräch mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer
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Wörth am Rhein. Die Bürgerinitiative „Signal Rot!“ macht weiterhin deutlich: Der Widerstand gegen die drohende europäische Transitstrecke der Bahn über Lauterburg–Wörth–Germersheim ist keineswegs beendet. Nachdem die Initiative über 1.400 Unterschriften auf der Plattform Open Petition gesammelt hat, sucht sie nun das direkte Gespräch mit politischen Entscheidungsträgern – und stößt dabei auf offene Ohren.
Am Sonntag, 15. Juni, trafen Vertreter der Initiative Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Dieser zeigte Verständnis für die Sorgen der Anwohner und vermittelte weitere politische Kontakte. Bereits zuvor, am Mittwoch, hatte sich die BI mit dem Bundestagsabgeordneten Thomas Gebhart, dem Landtagsabgeordneten Florian Bellaire und Hagenbachs Bürgermeister Christian Hutter ausgetauscht.
In den Gesprächen äußerten die BI-Vertreter Dank für die bisherige Unterstützung, aber auch Unmut über die Darstellung, das Thema sei bereits erledigt – wie es vorschnell vereinzelt in den Medien hieß. „Wir bleiben wachsam“, so das klare Fazit der Initiative.

Bi im Gespräch mit Bundestagsabgeordneten Thomas Gebhart, dem Landtagsabgeordneten Florian Bellaire und Hagenbachs Bürgermeister Christian Hutter  | Foto: Nevill/gratis
  • Bi im Gespräch mit Bundestagsabgeordneten Thomas Gebhart, dem Landtagsabgeordneten Florian Bellaire und Hagenbachs Bürgermeister Christian Hutter
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Im Herbst will die BI Verkehrsminister Patrick Schnieder um eine Stellungnahme bitten. Außerdem sollen die von Ministerpräsident Schweitzer empfohlenen politischen Kontakte genutzt werden, um die möglichen Auswirkungen der Transitstrecke auf verschiedenen Ebenen weiter in den Fokus zu rücken. Mit ihrer konsequenten Öffentlichkeitsarbeit unterstreicht die Bürgerinitiative, dass sie die Interessen der Region auch künftig engagiert vertreten wird.
Ulrike Nevill, Sprecherin der Bürgerinitiative „Signal Rot!“, macht deutlich, dass die Gespräche mit politischen Vertretern keine abschließende Klärung gebracht haben: „In beiden Gesprächen, sowohl mit Herrn Gebhart als auch mit Herrn Schweitzer, kam keine eindeutige Aussage, dass die Sache ‚vom Tisch ist‘. Im Gegenteil, beide Herren haben sich deutlich dafür ausgesprochen, dass alle Optionen offen sind und von Seiten der Bahn als auch von der Politik Wege gesucht werden, den ÖPNV zu verbessern und mehr Güter auf die Schiene zu bringen. Dafür kommen alle Strecken in Frage.“

Sie verweist zudem auf die politischen Spielräume, die unabhängig vom aktuellen Bundesverkehrswegeplan bestehen: „Auch wenn der Ausbau nicht im Bundesverkehrswegeplan ausgewiesen wird, besteht trotzdem die Möglichkeit einer Änderung auf politischer Ebene. Diese Entscheidungen werden in Berlin gefällt. Auch in den Antworten der Bahn und Politik auf unsere Einreichung der Petition geht das deutlich hervor.“

Zur möglichen Entwicklung der Strecke Lauterburg–Wörth betont Nevill: „Es bleibt also weiterhin offen, wie es mit der Strecke Lauterburg-Wörth weitergeht. Diese kann durchaus zumindest als Ausweichstrecke in Frage kommen. Die Strecke Wörth-Germersheim ist bereits doppelgleisig und elektrifiziert und somit für Güterverkehr geeignet. Auch das Stellwerk in Wörth wird noch einmal erweitert und optimiert. Ziel ist es, zumindest mehr Ziel- und Quellverkehr auf die Schiene zu bringen.“

Besonders aufmerksam zeigt sich die BI gegenüber den Auswirkungen auf die Anwohner: „Das große Problem dabei bleibt, und das hat Herr Schweitzer deutlich gemacht, dass diese Strecke durch viele Ortschaften führt und viele Häuser sehr nahe an der Bahn stehen. Herr Schweitzer hat auch betont, dass dann mit einem deutlichen Wertverlust der Häuser zu rechnen ist. Er hat sehr viel Verständnis für unser Anliegen gezeigt.“

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Autor:

Heike Schwitalla aus Germersheim

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