SC Viernheim ist Deutscher Meister 2026 – perfekte Saison in der Schachbundesliga
- Umringt von Mitspielern und Verantwortlichen reckt Dinara Wagner im Willy-Brandt-Haus den Meisterpokal in die Höhe.
- Foto: Angelika Valkova/SC Viernheim
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
Viernheim. Der SC Viernheim hat Schachgeschichte geschrieben: Mit einer makellosen Bilanz von 30:0 Mannschaftspunkten sicherten sich die Südhessen den Deutschen Meistertitel 2026 in der Schachbundesliga. Beim dreitägigen Bundesliga‑Finale im Berliner Willy‑Brandt‑Haus machte das Team den zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte perfekt – mit einem Rekordvorsprung von sieben Punkten auf die Konkurrenz.
Schlüsselspiel gegen Dauerrivalen Baden‑Baden
Die Entscheidung fiel in der vorletzten Runde im direkten Duell mit dem langjährigen Rivalen OSG Baden‑Baden. Trotz prominenter Aufstellung der Gegner, unter anderem mit Ex‑Weltmeister Viswanathan Anand und Deutschlands Nummer eins Vincent Keymer, setzte sich Viernheim knapp mit 4,5:3,5 durch und machte den Titel vorzeitig klar.
Erfolgsfaktor Teamgeist
Fünf der 15 Saisonsiege gewann Viernheim mit dem knappsten möglichen Ergebnis von 4,5:3,5 – darunter beide direkten Duelle gegen die Verfolger Baden‑Baden und Wolfhagen. Für Teamchef Stefan Martin liegt der Schlüssel zum Erfolg klar im Zusammenhalt der Mannschaft.
Das zeigte sich auch in der letzten Runde gegen Heimbach‑Weis‑Neuwied, als trotz eines unglücklichen Partieverlusts durch Zeitüberschreitung der Mannschaftssieg noch gesichert wurde – und damit die perfekte Saisonbilanz Bestand hatte.
Starke Einzelspieler und ein Ausnahmetalent
Insgesamt kamen 15 Spieler und eine Spielerin zum Einsatz, bei nur sechs Niederlagen in 120 Partien. Dauerbrenner war Großmeister Bassem Amin, der als einziger alle 15 Runden spielte und 11,5 Punkte erzielte. Internationale Aufmerksamkeit erregte erneut Yagiz Kaan Erdogmus: Der 14‑Jährige gehört inzwischen zu den besten 30 Spielern der Welt – jünger war in der Schachgeschichte noch niemand auf diesem Niveau.
Titel auch für die Stadt Viernheim
Der Erfolg sei nicht nur sportlich bedeutend, betont Teamchef Martin. Der Verein verstehe sich als Aushängeschild für die Stadt Viernheim, die den Club unterstützt und dessen Engagement in Jugend‑ und Schulprojekten mitträgt.
Chance auf das Double
Die Saison ist für den SC Viernheim noch nicht beendet. Ende Mai steht die Pokal‑Endrunde in Erkenschwick an. Dort trifft der Meister auf Baden‑Baden, SF Berlin und den Gastgeber SV Erkenschwick – mit der Chance, nach 2024 erneut das Double zu holen.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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