Stolperstein in Viernheim erinnert an Frieda Horn
- Seit 5. Oktober erinnert ein Stolperstein in der Molitorstraße 1 an Frieda Horn.
- Foto: Stadt Viernheim
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Viernheim. Vor dem Haus in der Molitorstraße 1 erinnert seit Montag, 5. Oktober, ein Stolperstein an Frieda Horn. Zur Gedenkveranstaltung kamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger. Für die Familie war es eine Rückkehr an den früheren Lebensort der Mutter und Großmutter.
Susanne Newmark, die Tochter von Frieda Horn, reiste mit ihrem Ehemann, Kindern und Enkeln aus verschiedenen Teilen der Welt nach Viernheim, darunter aus den USA und Israel. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, bereitete die Abteilung Stadtgeschichte des Kultur- und Sportamts die Veranstaltung vor.
Bürgermeister Matthias Baaß begrüßte die Familie vor Ort mit den Worten: „Liebe Familie, es ist uns eine Ehre, Sie heute hier in Viernheim zu begrüßen.“ In seiner Ansprache stellte er die Erinnerung an Frieda Horn in einen größeren Zusammenhang und verwies auf den Schutz der Menschenwürde im Grundgesetz.
Persönliche Worte der Tochter
Susanne Newmark sagte bei der Gedenkstunde: „Ich bin zutiefst gerührt, dass Sie hergekommen sind, um das Andenken an meine Mutter zu ehren. Ich danke Ihnen so sehr.“ Sie erinnerte an die Stärke ihrer Mutter, die als junge Frau ihre Heimat verlassen musste und in den USA ein neues Leben begann.
Auch Frieda Horns Ehemann spielte in der Ansprache eine Rolle. Er war ebenfalls vor den Nationalsozialisten in die USA geflohen und kehrte später als Angehöriger der US-Streitkräfte nach Deutschland zurück. Einen Gedanken aus einem früheren Brief ihres Vaters griff Newmark mit den Worten auf: „Mission accomplished – Mission erfüllt.“
Dann setzte Gunter Demnig, Künstler und Initiator des Stolpersteinprojekts, den Stein in das Pflaster der Molitorstraße ein. Zwei Urenkelinnen von Frieda Horn halfen dabei. Ein traditionelles Gebet und zwei Lieder aus der Familie, begleitet auf dem Cello, beendeten die Gedenkstunde in würdigem Rahmen.
Zum Abschluss suchte Susanne Newmark noch einmal persönlich das Gespräch mit den Anwesenden und dankte für Anteilnahme und Respekt.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |