Mehr Kita-Plätze, aber zu wenig Personal: Das ist die Lage in Viernheim
- Der Fachkräftemangel stellt viele Kindertagesstätten vor Herausforderungen. Erzieherinnen und Erzieher werden dringend gesucht. Foto: Symbolbild
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Viernheim. Für Familien auf der Suche nach einem Betreuungsplatz gibt es gute Nachrichten: In den kommenden Monaten gehen in Viernheim mehrere neue oder erweiterte Kita-Angebote an den Start. Mit einer neuen Kita am Vogelpark, zusätzlichen Gruppen am Kapellenberg und neuen Räumen für die Kita St. Michael entstehen zahlreiche neue Betreuungsplätze. Allerdings bleibt der Fachkräftemangel eine Herausforderung.
Rund 7,5 Millionen Euro investiert die Stadt nach eigenen Angaben in den Ausbau der Kinderbetreuung. Bürgermeister Matthias Baaß bezeichnet jeden neuen Platz als wichtige Investition in die Familien der Stadt.
Neue Kita am Vogelpark startet im Oktober
Einen wichtigen Schritt macht die neue naturnahe Kita am Vogelpark. Die Einrichtung des AWO-Ortsvereins Viernheim nimmt am 1. Oktober ihren Betrieb auf und bietet künftig Platz für 50 Kinder.
Der Start erfolgt schrittweise: Zwölf Kinder werden im Oktober aufgenommen, weitere im November und Dezember. Anschließend wächst die Kita nach und nach bis zur vollständigen Belegung.
Mehr Plätze auch am Kapellenberg
Zusätzliche Kapazitäten entstehen auch in der Kita Kapellenberg. Durch die Erweiterung um zwei Gruppen können dort künftig 50 weitere Kinder betreut werden.
Im November ziehen die Kinder und Mitarbeitenden der bisherigen Rathaus-Kita in die neuen Räume um. Gleichzeitig werden 21 Plätze wieder frei, die während der Bauphase nicht genutzt werden konnten.
Weitere Gruppe geplant, aber Personal fehlt
Auch die Katholische Kita St. Michael bekommt mehr Platz. Eine neue Krippengruppe hat bereits den Betrieb aufgenommen. Durch den Umbau des Pfarrer-Volk-Hauses entstehen zudem Kapazitäten für weitere 25 Kita-Plätze.
Diese Gruppe kann allerdings noch nicht starten. Der Grund: Es fehlt an pädagogischem Personal.
Fachkräftemangel bleibt das größte Problem
Trotz neuer Gebäude und zusätzlicher Plätze bleibt die Betreuungssituation angespannt. Nach Angaben der Stadt können weitere Gruppen derzeit nicht vollständig genutzt werden, weil Fachkräfte fehlen.
So bleibt in der Kita Maria Ward eine Gruppe mit 25 Plätzen geschlossen. In der AWO-Kita Lorscher Straße können aktuell sieben Plätze nicht belegt werden.
Etwas entspannter ist die Lage im Krippenbereich. Dort stehen zurzeit noch freie Betreuungsplätze zur Verfügung.
Stadt sucht neue Kita-Fachkräfte
Parallel zum Ausbau der Einrichtungen arbeitet Viernheim daran, mehr Menschen für pädagogische Berufe zu gewinnen. Die Initiative „Fachkräfte für Viernheimer Kitas“ informiert über Ausbildung, Qualifizierung und Möglichkeiten für den Quereinstieg.
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |