15. Auflage von „Kultur im Dunkeln“ In Ilvesheimer Schlossschule
Die Sinne neu erleben

Das Duo Flourishness eröffnet die Veranstaltungsreihe am 24. September.  Foto: PS
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Ilvesheim. Bereits im 15. Jahr bietet die Veranstaltungsreihe „Kultur im Dunkeln“ im Schwarzen Salon der Ilvesheimer Schlossschule Einblicke in und Begegnungen mit anderen Lebenswelten bietet. Bei den Kulturangeboten gibt es nichts zu sehen, dafür aber jede Menge zu erleben. Sie entführen in eine Welt, die nicht ärmer ist, aber anders. Die Veranstaltungsbesucher sind eingeladen zur außergewöhnlichen Begegnung mit der Erlebniswelt blinder Menschen und einer faszinierenden Reise in die Dunkelheit, welche die Sinne neu erleben lässt. Damit sie sich wohlfühlen und in der Dunkelheit zurechtfinden, werden sie von Schülerinnen und Schülern an den Sitzplatz begleitet. Wer will, kann vorher an der Theke ein Getränk erwerben. Gerne übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung und sind an den Abenden Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.
Das Duo Flourishless gestaltet am Dienstag, 24. September, 20 Uhr, den Auftakt. Das Duo aus der Metropolregion steht für klare Sounds und warme Stimmen, schnörkellose und ehrliche Musik. Gemeinsam haben Paul Gerlinger und Phillip Valentin einen einzigartigen Sound gefunden. Die gefühlvolle Gitarre, die windigen Drums und Percussions, kombiniert mit den facettenreichen Stimmen der beiden Sänger, formen den Klang von Flourishless. Flourishless hat sich einen Namen erspielt und ersungen, trat in diesem Jahr schon beim Maifeld Derby auf - und jetzt hier im Schwarzen Salon der Schloss-Schule Ilvesheim.
Weiter geht es mit dem Violett Quartett am Mittwoch, 23. Oktober, 20 Uhr. Mit Musik aus der neuen CD „Vibrations“ überschreitet das Violet Quartet mit Bettina Hagemann, Antje Vetter, Stefan Emde und Alexander Meyen die engen Grenzen eines traditionellen Streicherensembles. Mit ihrer neuen CD „Vibrations“ und der neuen Tour verwandeln sie Räume in Klangräume. Ein besonderes Erlebnis in der Dunkelheit des Schwarzen Salons. Bei den Konzerten sitzen die Zuhörer von ihrer Musik umgeben, es gibt kein „hinten und vorne“. Das Konzerterlebnis wird dreidimensional und ist an jedem Platz einzigartig. Die vier E-Violinisten stehen dabei in vier Ecken des Raumes um das Publikum. Jede Geige hat eine eigene Persönlichkeit, hier als Perkussionsinstrument, dort mit Distortion. Dabei werden die Geigen mit allen Mitteln der elektronischen Klangverfremdung bearbeitet, mit Bass-Saiten erweitert, mit Ess-Stäbchen geschlagen oder mit Plektren gezupft. Das klingt mal nach „Kraftwerk“ nur mit Saiten, mal nach Jazz vom Feinsten oder einfach nur romantisch. Das Team und die AG Kultur im Dunkeln der Schlossschule freuen sich besonders, dass das Konzert mit Violet Quartet in Kooperation mit Enjoy Jazz – Internationales Festival für Jazz und Anderes – stattfindet. Tickets hierfür gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Rufus Coates und Jess Smith gestalten den Abend am Donnerstag, 7. November, 20 Uhr. Die beiden ein einzigartiges und atmosphärisches Blues- und Folk-Duo aus Irland und leben derzeit in Berlin. In Irland wurde das Album in der „Irish Times“ bereits zum Album der Woche gewählt und sicherte sich sogar die Nummer eins der iTunes-Blues-Charts. Nur mit Gitarre und minimalistischer Percussion wissen sie ihr Publikum zu verzaubern und in Bann zu ziehen. Die kiesige, tiefe und sonore Stimme von Rufus Coates findet die perfekte Ergänzung in der mal lieblichen, mal kraftvollen Stimme von Jess Smith. Mit ihren düsteren Blues-Songs bringen sie einerseits die Seele zum Erschüttern, andererseits bergen die Songs so viel Schönheit, dass es den Zuhörern auch irgendwie warm ums Herz wird. Freunde von Nick Cave und Tom Waits werden voll auf ihre Kosten kommen.
Bardensang und Zauberklang heißt es am Dienstag 3. Dezember, 20 Uhr. Das Duo besteht aus Daniela Osietzki und Friedhelm Schneidewind. Mit Gesang, Harfen- und Flötenklängen entführen sie ihr Publikum in zauberhafte Welten, durch den Klang von Drehleier, Fidel, Portativ und anderen Instrumenten. Vor zwei Jahren nahm das Duo an der Open Stage im Schwarzen Salon teil und begeisterte das Publikum so sehr, dass ein eigener Abend für die beiden einfach unabdingbar wurde.
Tobias Bach gastiert am Donnerstag, 23. Januar, 20 Uhr, im Schwarzen Salon. Der Heidelberger ist bekannt als die Stimme aus der Band Dux Louie. Diese Stimme erkennt sofort jeder, der ihn einmal gehört hat. Mit Gitarre und Mundharmonika singt er eigene Lieder und Cover-Songs, die an den jungen Bob Dylan erinnern. Klingen einige Songs nach dem großen, weiten Westen, erzählen andere wieder von Alltäglichem aus dem Leben. Tobias Bach sieht die Welt und die Dinge gerne anders und bringt uns diese Sichtweise dann im Song so rüber, dass man selbst staunt, diese Sichtweisen noch nicht entdeckt zu haben. Seine Live-Auftritte sind nicht nur musikalisch sehr intensiv, auch sein Charme und seine Intensität springen auf das Publikum über und garantieren einen unvergesslichen Abend.
Jan Plewka ist einer der facettenreichsten deutschen Musiker und Sänger. Mit seiner Band Selig gehört er seit Mitte der 90er Jahre zum Besten und Erfolgreichsten, was die deutschsprachige Musikszene zu bieten hat. Am Donnerstag, 13. Februar, 20 Uhr, hält er nun Rückschau, gemeinsam mit Marco Schmedtje, seinem Freund und langjährigen musikalischen Weggefährten, der ihn kongenial an der Gitarre begleitet. So lassen sich Plewka und Schmedtje musikalisch quer durch die Jahrzehnte treiben. Sie spielen Lieder von Ton Steine Scherben, Rio Reiser, Simon and Garfunkel und eigene Stücke aus ihrer gemeinsamen Zeit. Zwei Stimmen und eine Gitarre - und das Publikum bestimmt, was gespielt wird. Das sind die Zutaten für diesen rein akustischen, sehr feinen und intimen Abend. Plewka und Schmedtje spielen voller Seele und Leidenschaft. Es wird gesungen und getrunken, gelacht, geweint, geflirtet und vielleicht auch geküsst werden.
Die Open Stage öffnet sich am Dienstag, 10. März, 20 Uhr. Beim
Saisonabschluss kann und darf sich jeder mutige Künstler präsentieren. Man braucht für heute kein abendfüllendes Programm. Im Gegenteil, der heutige Abend lebt von seiner Vielfalt: ob Poetry Slam, Lesung, Musik, Gesang, Tanz oder Theaterstück.
Da alle Auftritte im Dunkeln stattfinden, weist der Veranstalter darauf hin , dass die Beiträge maximal 15 Minuten lang, akustisch und ohne elektronische Hilfen sein sollen. Um dem Publikum eine große Vielfalt garantieren und die Beiträge koordinieren zu können, werden Interessenten gebeten, sich bis zum 7. Februar 2020 per E-Mail an gunter.bratzel@ssilv.de zu wenden. Die E-Mail sollte eine Kurzbeschreibung der künstlerischen Darbietung beinhalten. Die Organisatoren hoffen, dass viele verschiedene Künstler den Mut finden und sich auf das Wagnis der Dunkelheit einlassen. Falls erwünscht, ist an einem Abend davor die Möglichkeit zur Probe an gegeben.
Die Karten zu der Veranstaltungsreihe „Kultur im Dunkeln“ können Sie ab Dienstag, den 3. September, zu Schulzeiten von 14 bis 16 Uhr im Sekretariat (1. OG) der Schloss-Schule Ilvesheim kaufen. Die Plätze sind begrenzt, daher empfiehlt es sich, rechtzeitig Karten zu kaufen oder zu reservieren. Karten, die vor der Veranstaltung nicht abgeholt beziehungsweise bezahlt sind, werden erneut zum Verkauf freigegeben.ps
Reservierungen:

Schlossschule Ilvesheim, Schlossstraße 23, 68549 Ilvesheim, Telefon 0621 4969-0. schloss-schule-ilvesheim.de

Das Duo Flourishness eröffnet die Veranstaltungsreihe am 24. September.  Foto: PS
Jan Plewka und Marco Schmedtje kommen am 13. Februar.  Foto: PS
Autor:

Wochenblatt Redaktion aus Ludwigshafen

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