Bundesweiter Warntag: Auch im Rhein-Neckar-Kreis werden Warnsysteme erprobt
- Bundesweiter Warntag: Auch im Rhein-Neckar-Kreis werden Warnsysteme erprobt / Symbolbild
- Foto: hercher/stock.adobe.com
- hochgeladen von Karin Hoffmann
Rhein-Neckar-Kreis. Jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September werden in ganz Deutschland Warnsysteme für den Ernstfall erprobt. Am Donnerstag, 10. September, ist es wieder soweit: Gegen 11 Uhr, verschickt die Nationale Warnzentrale in Bonn eine Probewarnung über verschiedene Warnkanäle wie Fernsehen, Radio und Smartphones. Um 11.45 Uhr, erfolgt die Entwarnung. Auch zahlreiche Kommunen schließen sich diesem bundesweiten Aktionstag an und testen – je nach Verfügbarkeit – ihre lokalen Warnmittel.
Im Rhein-Neckar-Kreis können in 36 Städten und Gemeinden Sirenen durch die Integrierte Leitstelle Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis gGmbH zentral ausgelöst werden. Unabhängig davon stehen im Kreis – neben den Sirenen zur Alarmierung der Feuerwehr – weitere Warnmittel wie beispielsweise Lautsprecherfahrzeuge zur Verfügung, die im Ernstfall eingesetzt werden können. Welche Warnmittel am Warntag vor Ort tatsächlich ausgelöst werden, hängt von der jeweiligen Kommune ab. Die kommunalen Sirenen werden dabei nicht automatisch durch die bundesweite Probewarnung aktiviert, sondern müssen von den Kommunen über die jeweils vorgesehenen örtlichen Wege ausgelöst werden.
Der bundesweite Warntag dient nicht nur dazu, die technischen Systeme und die Abläufe der Warnung zu erproben. Ein wichtiges Ziel ist es, die Bevölkerung für das Thema Warnung zu sensibilisieren und mit den unterschiedlichen Warnmöglichkeiten vertraut zu machen. Denn wer weiß, wie eine Warnung erfolgt und was sie bedeutet, kann im Ernstfall schneller und angemessen reagieren. „Warnung kann nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn die Menschen wissen, wie sie erreicht werden und was im Ernstfall zu tun ist. Der bundesweite Warntag ist deshalb eine wichtige Gelegenheit, die verschiedenen Warnwege bekannt zu machen und die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren“, betont Calvin Weiß, Referatsleiter Bevölkerungsschutz des Amts für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis.
Brände, Bombenfunde, Trinkwasserverunreinigungen oder andere Gefahrenlagen – die frühzeitige Warnung und schnelle Information der Bevölkerung bei Gefahren sowie die Bereitstellung entsprechender Handlungsempfehlungen sind wichtige Aufgaben der für die Gefahrenabwehr zuständigen Behörden. Dabei setzt man auf einen „Warnmix“, um möglichst viele Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen – etwa am Arbeitsplatz, in der Freizeit, in der Familie oder während Auto- und Bahnfahrten – und mit unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten zu erreichen.
Am Warntag ist auch die Bevölkerung selbst gefragt: Über eine Online-Umfrage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) können Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen mit der Probewarnung teilen und beispielsweise angeben, über welche Warnkanäle sie erreicht wurden. Die anonyme Umfrage ist von Donnerstag, 10. September, 11 Uhr, bis Donnerstag, 17. September, unter www.warntag-umfrage.de sowie über die Warn-App NINA erreichbar.
Alle Informationen zum bundesweiten Warntag und den eingesetzten Warnmitteln gibt es im Internet unter www.bbk.bund.de/bundesweiter-warntag.red
Autor:Karin Hoffmann aus Ludwigshafen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.