Drei Partner starten Kunstaktion zugunsten krebskrankem Kind
„Überraschungsei“-Projekt soll Jaylas Leben retten

Mit „Liebessuppe“ überschüttete Pop-Art Künstler Michel Friess „Micky & Minnie Maus“ auf seinem Gemälde, das ab dem „Valentinstag“ versteigert werden soll. Foto: Kling-Kimmle
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  • Mit „Liebessuppe“ überschüttete Pop-Art Künstler Michel Friess „Micky & Minnie Maus“ auf seinem Gemälde, das ab dem „Valentinstag“ versteigert werden soll. Foto: Kling-Kimmle
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von andrea katharina kling-kimmle

Pirmasens. Mit der 4-jährigen Jayla Bohn, bei der ein inoperabler, unheilbarer Gehirntumor diagnostiziert wurde, leidet eine ganze Region. Doch Untätigkeit ist dabei ein Fremdwort, vielmehr geht eine Welle der Hilfsbereitschaft durch die Lande, denn das Mädchen benötigt ein Medikament, das in Deutschland offiziell noch nicht zugelassen ist. Das Mittel samt Therapie kostet rund 100.000 Euro. In ihrer Heimatstadt haben nun Oberbürgermeister Markus Zwick, der Unternehmer Ralph Barlog und der Künstler Michel Friess aus Kaiserslautern eine „Herzens“-Kooperation gestartet: Am 14. Februar beginnt die Versteigerung eines Pop-Art-Werkes mit einem Mindestgebot von 4.000 Euro. Gleichzeitig werden 49 Drucke von „Micky & Minnie Maus“ zu je 250 Euro über das OB-Büro verkauft.

Markus Zwick, selbst Papa zweier kleiner Söhne, hat das Schicksal des kleinen Mädchens von Anfang an nicht unberührt gelassen. Nachdem ihn auch viele Bürger angesprochen hätten, habe er sich mit der Idee einer Kunstaktion an Michel Friess gewandt, der bereits ein ähnliches Projekt für den Pakt für Pirmasens auf die Beine gestellt hatte. Gleichzeitig holte der OB Pop-Art-Lieberhaber Ralph Barlog mit ins Boot. Beide waren sofort Feuer und Flamme und bereits „zwei Wochen nach unserem Gespräch hat der Künstler sein Bild präsentiert“, so Zwick. Es zeigt die beiden Lieblinge der Kinder „Micky Maus“ und seine Liebste „Minnie“, die mit „Liebe“ aus der Kultsuppen-Dose von „Campell“ überschüttet werden. Im Hintergrund ist die Pirmasenser Stadtkirche St. Pirmin zu sehen. Für den Oberbürgermeister nicht nur ein „traumhaftes Gemälde“, sondern auch ein „Lebensbejahendes Kunstwerk“. Das soll nun ab dem „Valentinstag“, 14. Februar, 9 Uhr, bis einschließlich 26. Februar, 9 Uhr, unter https://www.zoll-auktion.de/auktion/auktion.php?id=644600 versteigert werden.
Gleichzeitig hat Ralph Barlog von der Heinrich-Kimmle-Stiftung von dem Unikat 40 limitierte Drucke herstellen lassen, die ab dem 13. Februar vom OB-Büro im Rathaus am Exerzierplatz, Zimmer 1.03 im ersten Obergeschoss, Telefon: 06331 842219, zu je 250 Euro, verkauft werden. Den ursprünglichen Wert gibt Barlog mit 500 Euro an. Michel Friess steuert dazu neun seiner Artist Proofs, ebenfalls zum Preis von 250 Euro pro Stück hinzu.
Von der „total unkomplizierten Hilfsbereitschaft“ der Kooperationspartner begeistert, wünscht sich Markus Zwick, dass diese Aktion Jayla und ihrer Familie wieder „Hoffnung bringt“. Gleichzeitig sei das Projekt ein Zeichen: „Wenn die Not groß ist, dann ist auch das Mitgefühl unter der Bevölkerung groß“.
Unternehmer Barlog formuliert es so: „Es gibt drei Komponenten wie bei einem Überraschungsei: Man tut etwas Gutes, bekommt ein schönes Kunstwerk und hat gleichzeitig für wenig Geld eine kleine Kapitalanlage“. Denn dass ein Friess-Gemälde begehrt ist, zeigt eine Versteigerung zugunsten einer Kinderstiftung. Innerhalb von zwei Stunden erzielte das Bild eine Summe von 15.000 Euro. in Kennerkreisen hat der 49-jährige Künstler aus Kaiserslautern mit seiner Pop-Art weltweit Liebhaber. Das zeigen unter anderem Präsentationen in Singapur sowie eine Dauerausstellung mit 60 Unikaten in der Soho Contemporary Art Gallery in New York.
Kleine Kostbarkeiten sind auch die Prints, die Michel Friess nach dem Druck „aufgehübscht“, von Hand versiegelt und mit Nummern versehen hat. Bislang, so Barlog, seien schon 31 Stück verkauft worden.
OB Zwick hofft nun, dass eine recht stattliche Summe, insbesondere durch die Versteigerung, zusammen kommt. Mit der Spende soll Familie Bohn bei der Finanzierung der Therapie für Jayla unterstützt werden. Denn das benötigte Medikament wird von der Krankenkasse nicht bezahlt, da es bislang nur im Rahmen klinischer Studien in den USA verabreicht wurde. Allerdings setzen Mediziner große Hoffnungen auf diese Therapie. ak
Info:

Büro des Oberbürgermeisters, Zimmer 1.03, erstes Obergeschoss, Rathaus am Exerzierplatz, Telefon: 06331 842219; https://www.zoll-auktion.de/auktion/auktion.php?id=644600 (ab 14. Februar, 9 Uhr)

Autor:

Andrea Kling aus Pirmasens

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