Pirmasens bei „Kundenspiegel 2018“ deutschlandweit auf Rang 8
Auf diese Auszeichnung dürfen Händler stolz sein

von andrea katharina kling-kimmle

Pirmasens. Online kaufen ist „out“, jetzt ist der Einkaufsbummel in der realen Geschäftswelt der Horebstadt angesagt, nachdem hier eine ausgezeichnete Kundenmeinung herrscht. Mit vielen positiven Aspekten warten die Unternehmen auf: Das reicht von der fachlichen Beratung über den „seniorenfreundlichen Service“ bis zum hervorragenden Abschneiden beim „Kundenspiegel 2018“. Der Organisator, Diplom-Kaufmann Dieter Grett, spricht vom „bisher besten Ergebnis seit 2003“. So belegt Pirmasens unter den getesteten 132 Städten deutschlandweit Rang 8.

Bereits zum sechsten Mal hatte sich das Team des Marktforschungsinstituts MF Consulting Dieter Grett unters Volk gemischt und nach der Meinung der Verbraucher zu 71 aufgeführten Unternehmen aus zehn Branchen im Raum Pirmasens gefragt. Kriterien waren Freundlichkeit, Beratungsqualität sowie das Preis-/Leistungsverhältnis. Wie Grett darlegt, ist das Ziel der Studie, den Einzelhändlern und Dienstleistern ein Bild ihrer Firma aus Sicht des über Erfolg und Misserfolg entscheidenden Kunden zu geben. Gleichzeitig kommt es zum „Benchmarking“, dem Vergleich mit den Besten. Denn jeder Teilnehmer erfährt dadurch, wie er im Vergleich zu den örtlichen Mitbewerbern abschneidet. Nach Meinung des Interviewers ist diese Information ganz wichtig, um im Wettbewerb, der immer härter wird, bestehen zu können Dieter Grett: „Unsere Studien haben den Vorteil, dass einzelne Firmenergebnisse nicht im luftleeren Raum stehen, sondern konkret mit lokalen Mitanbietern verglichen werden können“.
Freundlichkeit zahlt sich immer aus, das ergab auch diese Untersuchung. Durchschnittlich 87,1 Prozent der 902 nach Geschlecht und Alter repräsentativ ausgewählten Personen, die in Pirmasens öfter einkaufen, gaben an, dass sie in den ausgesuchten Geschäften sehr zuvorkommend bedient werden. Bisher hatten immer solide aber eher durchschnittliche Ergebnisse vorgelegen.
Im weiteren Verlauf der Studie habe man festgestellt, so Dieter Grett, dass es in Pirmasens eine extrem breite Spanne zwischen sehr guten und vom Verbraucher abgestraften Geschäften gibt. In den letzten 15 Jahren habe sie sich erheblich vergrößert.
Positiv bewertet wurde, dass einzelne Läden, die vor drei Jahren bereits gut in Sachen Freundlichkeit abgeschnitten haben, sich zum großen Teil weiter verbessern konnten. Andere, die ohnehin nicht gut wegkamen, verloren jedoch in der Kundenmeinung weiter „schwer“ an Boden. Was für die Horebstadt spricht: Viele der inhabergeführten Geschäfte konnten tolle Resultate einfahren. Wie die Auswertung der Studie ergab, ist der sehr ausgeprägte Wechsel der Branchensieger recht auffällig. Wechseln sonst durchschnittlich ein bis zwei Firmen an der jeweiligen Spitze, so sind es in Pirmasens 2018 fünf neue Testsieger aus zehn verschiedenen Bereichen. Dazu erklärt Dieter Grett: „Die steigende Polarisierung bei der Kundenzufriedenheit ist sicher kein Zufall und wird nach meiner Meinung in Zukunft sogar noch zunehmen“. Die Besonderheit der Horebstadt liege darin, dass sich in den meisten Branchen eine äußerst dünne Spitze aber ein sehr breites oberes Mittelfeld ergeben habe. Die Zahl der extremen Ausreißer nach unten bewege sich auf einem unterdurchschnittlichen Niveau.
Es habe sich auch gezeigt, dass die Kluft zwischen Geschäften mit einem sehr hohen Zufriedenheitsgrad bei Freundlichkeit um die 90 Prozent und Firmen mit einem Anteil von weit weniger als 70 Prozent zufriedener Kunden in den letzten drei Jahren erheblich gestiegen ist.
Nun zu den Highlights. Den besten Wert bei Freundlichkeit weist in diesem Jahr eine Apotheke mit dem Traumergebnis von 96,3 Prozent Zufriedenheitsgrad auf. Es folgen knapp dahinter ein Möbelhaus und eine Bäckerei mit jeweils 96,6, ein Uhren-/Schmuckgeschäft mit 95,8, ein Augenoptiker mit 94,9, ein Fitnesscenter mit 94,5 und ein Elektro-/Elektronikgeschäft mit 93,7 Prozent Zufriedenheitsgrad.
Das Ergebnis der Studie zeigt auch, dass Verbraucher im Alter zwischen 18 und 25 Jahren oft kritischer sind als die Käufer über 45 Jahren. Am zufriedensten unter den Berufsgruppen sind im Schnitt die Rentner. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird von jungen Familien (26 bis 35 Jahre) recht kritisch beurteilt. ak

Autor:

Andrea Kling aus Pirmasens

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