Explosion im Wohnhaus: Detonierte Weltkriegsgranate verletzt Mann schwer

In der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben ist in einem Wohnhaus eine Weltkriegsgranate explodiert. Ein 51-Jähriger wurde schwer verletzt, später entdeckten Ermittler weitere gefährliche Militaria und Kriegswaffen in dem Anwesen. | Foto: Kim Rileit
  • In der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben ist in einem Wohnhaus eine Weltkriegsgranate explodiert. Ein 51-Jähriger wurde schwer verletzt, später entdeckten Ermittler weitere gefährliche Militaria und Kriegswaffen in dem Anwesen.
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Südwestpfalz. Am Ein 51-jähriger Mann ist in der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben schwer verletzt worden, nachdem eine Weltkriegsgranate in seinem Wohnhaus explodiert war. Die Detonation ereignete sich bereits am Freitagabend, 5. Juni. Trotz der Explosion entstand nach Angaben der Polizei kein Schaden am Gebäude.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Mann die Gewehrgranate zuvor bei einem Fund im Wald entdeckt und anschließend mit nach Hause genommen. Dort soll er an dem historischen Sprengkörper manipuliert haben. Dabei detonierte die Granate und verursachte schwere Verletzungen an den Händen des 51-Jährigen. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung.

Ermittler stoßen auf umfangreiche Militaria-Sammlung

Im Zuge der Ermittlungen fanden die Behörden in dem Wohnhaus eine umfangreiche Sammlung von Gegenständen aus den beiden Weltkriegen. Nach Angaben der Polizei befanden sich darunter mehrere Schusswaffen, Granaten und Geschosse.

Besonders brisant: Ein Teil der sichergestellten Kriegswaffen soll noch Sprengstoffreste enthalten haben oder nicht fachgerecht unbrauchbar gemacht worden sein. Die Polizei leitete deshalb Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Waffen-, Sprengstoff- und Kriegswaffenkontrollgesetz ein.

Spezialisten durchsuchen Haus

Aus Sicherheitsgründen wurde das Einfamilienhaus zunächst geräumt und versiegelt. Die Bewohner mussten während der Maßnahmen anderweitig untergebracht werden. Anfang dieser Woche durchsuchten Ermittler gemeinsam mit Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes das Anwesen und stellten Beweismittel sicher. Inzwischen wurde das Haus wieder freigegeben. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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