Erdwärme-Messarbeiten erfolgreich abgeschlossen
Im Frühsommer sollen Ergebnisse vorliegen

Die Messfahrzeuge sendeten über spezielle Bodenplatten
kontrollierte Schallwellen in den Untergrund. Jetzt sind die Messungen beendet und die Auswertung beginnt.
  • Die Messfahrzeuge sendeten über spezielle Bodenplatten
    kontrollierte Schallwellen in den Untergrund. Jetzt sind die Messungen beendet und die Auswertung beginnt.
  • Foto: Deutsche Erdwärme
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Waghäusel/Philippsburg. Schneller als geplant: Bereits zwei Wochen früher als geplant endeten die Messungen zur Erkundung des Untergrundes auf der Suche nach attraktiven Thermalwasserreservoiren in der Region. Innerhalb von nur 33 Tagen konnte eine Fläche von zirka. 65 Quadratkilometern mit modernster Technik detailliert und hoch aufgelöst untersucht werden.

„Ausschlaggebend für die reibungslose Umsetzung des ambitionierten Messprogramms waren gleich mehrere Aspekte“ freut sich der Projektleiter der Deutschen Erdwärme, Dr. Ulrich Lotz. „Die breite Akzeptanz der Messungen bei den Anwohnern, die Unterstützung durch die Verwaltungen und am Ende auch das stabile Wetter haben  neben der tollen Leistung unseres Messdienstleiters, der Firma DMT, entscheidend zum Gelingen beigetragen“, so Dr. Lotz weiter. Insgesamt hatten mehr als 80 Prozent der befragten Grundstückseigentümer der Nutzung ihrer Grundstücke und Wege zugestimmt.

Die Erdwärme-Messungen waren sogar Teil des Schulunterrichts. Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse des Copernicus Gymnasiums in Philippsburg informierten sich bei  Projektleiter Lotz im Detail über die Geothermie und natürlich über die Messungen. Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Möglichkeit, sich durch viele technische Fragen auf  die für die folgende Woche angesetzte Klassenarbeit zum Thema Geothermie vorzubereiten. „Es ist schön zu sehen, dass die Erdwärme bereits fester Teil des Physikunterrichts ist und die jungen Leute sich wirklich für das Thema interessieren“, schildert Lotz die gewonnenen Eindrücke.

Auch Professoren, Studierende und Mitarbeiter des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Darmstadt nutzten die seltene Gelegenheit und besuchten die Messungen vor Ort. „Wir bedanken uns für die Geduld der Anwohner, die an dem einen oder anderen Tag durchaus einige Belästigungen durch die Messfahrzeuge in Kauf nehmen mussten, wenn die Fahrzeuge über Land und durch die Ortschaften fuhren“, erklärt Herbert Pohl, einer der Gründer der Deutschen Erdwärme.

Als nächster Schritt werden die ausgelegten Erdmikrofone eingesammelt und die aufgezeichneten Messdaten werden ausgelesen. Danach geht es dann an die Auswertung der Daten. Im Frühsommer sollen Ergebnisse vorliegen. Die Deutsche Erdwärme erwartet in dem Gebiet Waghäusel-Philippsburg attraktive Thermalwasserreservoire für die Gewinnung von erneuerbarer Energie aus Erdwärme. Die genaue Kenntnis des Untergrunds ist ein wichtiger Baustein für eine sichere und erfolgreiche Erschließung der Reservoire. ps

Autor:

Cornelia Bauer aus Bruchsal

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