Gut 100 Kunstwerke von Jens Grundschock:
Pylonen zeigen Waghäuseler Baustellensituation

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Waghäusel. Was er bietet, ist immer etwas Besonderes, etwas Eigenartiges. Sowohl die Themen seiner Ausstellungen als auch die Titel seiner Bilder und Skulpturen machen neugierig, sie erstaunen, regen zum Nachdenken an, lassen Fantasien reifen. Wie in den Vorjahren, so stand auch diesmal das Atelier des bekannten Wiesentaler Künstlers Jens Grundschock offen und ermöglichte Einblicke in dessen Arbeit.
„Bilder dynamischzentrifugal - Durchblicke skulptural“, unter dieses Motto hatte er seine Herbstausstellung 2019 gestellt. Ihm gehe es „vom Detail zum Ganzen, vom Ganzen zum Detail“, um reflexive Umdeutung vorhandener bekannter Bilder und Materialien. Mit seinen Farbsetzungen untersucht der in Wiesental heimisch gewordene Künstler, übrigens Sprecher der neu gegründeten Kunststrategen Waghäusel, im Schaffensprozess den Einfluss analoger Dynamik und körperlicher Gestik. Von zart fließendem bis expressiv fast schon verschwenderischen und vielschichtig überlagernden Farbauftrag entwickeln sich seine aktuellen Bilder zu einer Verdichtung von Formen, Farben und Dynamik, erfuhren die Besucher.
Als Künstler ist er landes- und bundesweit bekannt, etwa in Berlin oder Schorndorf, aber auch im Ausland, so in Frankreich und in den Niederlanden. Eine erstaunliche Vielfalt gab es in seinem gut 70 Quadratmeter großen Atelier in Wiesental, früher einmal eine Autowerkstatt, zu entdecken und zu bewundern. Weitere Kunstwerke präsentierte er im Hof, teils überdacht, teils im Freien.
Gut 100 Exponate luden zur Begutachtung ein, sowohl Bilder als auch Skulpturen: alles aktuelle Arbeiten, im Laufe des Jahres gefertigt. Als Blickfänge dienten seine sogenannten Ackerfunde.
Unter dem Begriff Wandobjekte präsentierte Grundschock verblüffende Kompositionen aus Pappelholz. Auf Interesse stießen die im Raum platzierten Holzskulpturen. Hierbei zeigte sich die erfolgreiche Weiterentwicklung zur Zweifarbigkeit.
Seine (ungewohnten) schwarzweißen Pylone nehmen Bezug auf die problematische Baustellensituation in ganz Waghäusel, so seine Bekundung. Aufgegriffen hat er auch das Thema Stühle und das Ineinanderwirken der Gegenstände.
Stets finden seine außergewöhnlichen Holzarbeiten mit der jeweiligen Aussagekraft breite Aufmerksamkeit. Es sind oft, wie er sagt, Verkettungen von Holz: so ausgesägt, dass ineinandergreifende Kettenglieder entstehen.
1993 hatte ihn die „Liebe“ in den Bruhrain gezogen, 2009 richtete er sein Atelier in der Ringstraße ein. Von der Malerei ausgehend habe sich Grundschocks künstlerische Reichweite im Laufe vieler Jahre zunehmend ausgedehnt, „so dass ein genreübergreifendes Oeuvre aus Malerei, Skulptur, Street-Art, Installationen und Interventionen im öffentlichen Raum dargeboten wird“, ist über ihn aus berufenem Mund zu erfahren.
In diesem Jahr waren auch die „Heilbronner Schreibtischtäter“ zu Gast: ein großer Erfolg! In ihren Lesungen präsentierten die Autoren ihre Geschichten in launiger Art und in verteilten Rollen.

Autor:

Werner Schmidhuber aus Waghäusel

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