Publikum feiert Steffen Hoffner und Patrick Lemm
Wohnzimmerkonzert als „Weltpremiere“
- Steffen Hoffner und Patrick Lemm
- Foto: Werner Schmidhuber
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Waghäusel. Einige Attribute, die ein Wohnzimmerkonzert ausmachen, passen gut zum entsprechenden Wohnzimmerangebot von Steffen Hoffner und Patrick Lemm, doch einige nicht so ganz. Mitunter heißt es, dabei handele es sich um ein exklusives Live-Musik-Event in privater Atmosphäre. Künstler spielen sozusagen auf Tuchfühlung vor einem kleinen Kreis. So weit so gut.
Doch beim Wohnzimmerkonzert HAUTNAH im Frohsinnheim Kirrlach wurde Exklusives nicht einer kleinen erlauchten Runde präsentiert. Mehr als 200 begeisterte Zuhörer fanden sich -so die Ankündigung aus dem Off – in der „Metropole Waghäusel“ zu einer „Weltpremiere“ ein, um das Künstlerduo zu genießen und zu feiern. Dass auch Gäste aus Stuttgart und Wien unter den Fans saßen, spricht für den weitreichenden guten Ruf der beiden Akteure.
„Zwei bekannte Musiker und Songwriter aus Waghäusel bringen Lieder aus vielen Jahrzehnten in besonderem Rahmen auf die Bühne“, hieß es in der Einladung. Was die Gäste erlebten, war ein kleines, feines und doch imposantes Konzert: echt hautnah, persönlich und unverstellt. Auf der Bühne wird Musik vom Feinsten geboten, aber auch spaßiger Wortwechsel, kleine Frotzeleien, auch Ernsthaftes, so Erinnerungen an den mehrfach zurückgelegten Jakobsweg.
Und das Ergebnis? Alles singt mit, klatscht mit, wippt mit, lässt der Begeisterung freien Lauf, auch mit Standing Ovations. Nach drei Stunden zeigt sich, das Publikum würde noch gern weitermachen und bleiben.
Steffen Hoffner, der 51jährige Waghäuseler, ist seit 32 Jahren ein begnadeter Musiker, spielt drei Instrumente, tritt als Sänger auf, glänzt als Komponist – neben seiner Tätigkeit als Podcaster. Immer wieder bezeichnet er sich als Musiker mit Herz und Seele. „Meine Musik erzählt Geschichten, die direkt ins Herz gehen.“
Sein Parter auf der Wohnzimmerbühne: Patrick Lemm. Als singender Gitarrist liebt er es, auf der Bühne zu stehen und dabei immer wieder das Publikum mit einzubeziehen. Der 45-Jährige (der sein Alter partout nicht preisgeben wollte) spielt Gitarre seit seinem 12. Lebensjahr. Seit 11 Jahren wohnt er in Wiesental. Von 2012 bis 2020 (bis Corona) arbeitete er sogar als Berufsmusiker.
Die Ankündigung auf Plakaten und Flyern traf zu: Ein Abend voller Musik, Geschichten und Atmosphäre zum Mitsingen, zum Zuhören, zum Nachdenken. Dennoch kommt der Spaß nicht zu kurz. Zwei fantastische „Mädelsabende“ und besondere Wohnzimmerkonzerte in der Eremitage haben sie hinter sich. Wo sie auch auftreten, die „Häuser“ sind ausverkauft.
Warum kommen die Wohnzimmerkonzerte so gut an? Das Zusammenspiel aus Nähe, Klang und Raum schafft ein warmes, inspirierendes Ambiente, das zum Lauschen, Verweilen und Genießen einlädt. Man befindet sich unter Gleichgesinnten, unter Freunden, wo sich jeder sofort wohl und heimisch fühlt.
Zu hören ist eine unglaubliche Bandbreite an Gesanglichem, ein ungewöhnlich breitgefächertes Repertoire. Mindestens 40 Songs, Gecovertes und eigene Kompositionen. „Ohne dich schlaf ich heute Nacht nicht ein“, hieß es zum Auftakt. Auch alles Weitere fand den Geschmack des Publikums: „Verdammt ich lieb dich“ oder „How many roads“ mit „Blowin' in the Wind“. Auch österreichische Kost gab es zu genießen, so die Band Seiler & Speer: „Jetzt host wos du wuitast, wia san gschiedane Leit.“
Eindruck machte die Komposition für eine „unbekannte Frau“. Zu dem Spektrum gehörten etwa „California“ von Stevie Wonder, „Stand by me“, „I am looking for freedom“ und „Coming, coming, coming“.
Songwriter Nosie Katzmann als Gast triumphierte mit den Songs "Herr unmöglich", „Folling Love in Music“ und „Kiss me and smart for me“. Den Abend krönte zum Abschluss Steffen Hoffner am Klavier: „Gute Nacht, Freunde“ mit einem neuen Text. Damit wohl das Duo auch weltbekannt wird, ist eine Konzertreisereise nach Kalabrien angesagt, vom 9. bis 23. August.
Autor:Werner Schmidhuber aus Waghäusel |
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