Demokratie, Wahlrecht und Gleichstellung im Fokus
„Frauen.Macht.Wandel.“ – Sonderausstellung zur Geschichte der Frauenbewegung

Ausstellung Frauenrechte | Foto: Corinna Hoffmann

Viernheim. Vom Freitag, 6. Februar bis Sonntag, 12. April, zeigt das städtische Museum die Sonderausstellung „Frauen.Macht.Wandel.“, die sich mit der Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland vom 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert auseinandersetzt. „Gleichberechtigung, Selbstbestimmung, Sicherheit und politische Teilhabe – Rechte, die für alle Menschen selbstverständlich sein sollten, es aber noch immer nicht sind – darum geht es in der neuen Sonderausstellung“, erläutert Elke Leinenweber, Leiterin des Museums. Begleitet wird die Ausstellung von einem vielfältigen Rahmenprogramm. Die Vernissage findet am Freitag, 6. Februar, 17 Uhr, im Museum, Berliner Ring 28, statt. Um Anmeldung per E-Mail an: museum@viernheim.de oder telefonisch unter: 06204 988-173 wird gebeten.

Schwerpunkte der Sonderausstellung

Die Ausstellung zeichnet zentrale Stationen der Frauenbewegung in Deutschland nach und macht deutlich, wie lang und konfliktreich der Weg zur rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung war. „Ein besonderer Fokus liegt auf der historischen Bedeutung des Frauenstimmrechts – einem Recht, das historisch betrachtet noch keineswegs lange selbstverständlich ist“, so Leinenweber. „Frauen.Macht.Wandel.“ wird in Kooperation mit dem städtischen Gleichstellungsbüro und der Jugendförderung der Stadt Viernheim gezeigt. Um dem Thema zusätzliche Aufmerksamkeit zu verleihen, wurde der Ausstellungszeitraum bewusst in die Phase der hessischen Kommunalwahlen sowie rund um den Internationalen Frauentag gelegt.

„Es ist wichtig, dass junge Frauen sich mit der Geschichte des Frauenwahlrechts auseinandersetzen, weil sie zeigt, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, sondern erkämpft und verteidigt werden muss. Politische Mitsprache ist kein Geburtsrecht, sondern das Ergebnis langwieriger Auseinandersetzungen, Konflikte und Koalitionen.
Dadurch wird deutlich: Demokratie lebt von Beteiligung und die Beteiligung junger Menschen ist ein Grundprinzip der Arbeit der Jugendförderung“, so Sabine Ruth, Leiterin der städtischen Jugendförderung. Aus einem weiteren Blickwinkel ergänzt Maria Lauxen-Ulbrich, Gleichstellungsbeauftragte: „Angesichts weltweit zunehmender antifeministischer Strömungen, rückläufiger Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter und extremer Menschenrechtsverletzungen gewinnen die Erinnerung an die Vergangenheit und der Zusammenhalt aller demokratischen Kräfte zunehmend an Bedeutung.“

Die Frauenbewegung im historischen Kontext

Historisch setzt die Ausstellung bei den Forderungen von Frauen im Zuge der bürgerlichen Revolutionsbewegung von 1848/49 an. Französischem und englischem Beispiel folgend verlangten sie erstmals die Einführung von Frauenrechten in Deutschland. Nach ersten Forderungen nach Arbeit und Bildung formierte sich ab den 1860er Jahren eine organisierte Frauenbewegung. Einen entscheidenden Meilenstein markierte das Jahr 1865 mit der Gründung des Leipziger Frauenbildungsvereins und des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins als zentrale Interessenvertretungen. Erst 1918 wurde nach dem Ersten Weltkrieg das aktive und passive Wahlrecht für Frauen erreicht. Die formale Gleichstellung von Frauen und Männern im Grundgesetz folgte 1949.

Die Ausstellung ist eine Leihgabe des Frauenmuseums Bonn und wird durch zeitgenössische Kunstwerke ergänzt. Gezeigt werden Werke unter anderem von Marie Goslich, Inge Stahl, Maresa Jung, Daniela Flörsheim, Eugen Schramm und Marianne Pitzen.
Begleitet wird die Sonderausstellung von öffentlichen Führungen mit der Historikerin Annick Benz M.A., die sonntags am 22. Februar, 8. März, 22. März und 12. April, jeweils um 14.30 Uhr, stattfinden. Alle Führungen sind nur mit Anmeldung möglich. Die Teilnahme kostet fünf Euro für Erwachsene und drei Euro für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, individuelle Gruppenführungen zu buchen. Anmeldungen und weitere Informationen sind beim Museum Viernheim per E-Mail an:  museum@viernheim.de oder telefonisch unter: 06204 988-173 erhältlich.

Save the date: Internationaler Frauentag

Ein besonderer Programmpunkt ist zum Internationalen Frauentag am Sonntag, 8. März geplant. Ab 18 Uhr lädt die Stadt zu einem Empfang in die Kulturscheune, Wasserstraße 20, ein. Um 18.45 Uhr folgt ein musikalischer Impuls des Popchors Viernheim. Den inhaltlichen Schwerpunkt des Abends bildet um 19 Uhr der Vortrag „Warum Demokratie ohne Gleichberechtigung nicht geht“ von Prof. Dr. Sylvia Schraut. Die Historikerin gibt darin einen Überblick über die Entwicklung des Frauenstimmrechts seit 1919 und geht der Frage nach, welche Ergebnisse bislang erreicht wurden. Um Anmeldung an gleichstellungsbuero@viernheim.de wird gebeten. Weitere Informationen folgen.

Rund um den Internationalen Frauentag bietet das Gleichstellungsbüro weitere Veranstaltungen mit vielen Akteurinnen an, darunter Filmvorführungen über die Geschichte der Frauen in der Bonner Republik und über die Juristin Ruth Bader Ginsburg, ein Infostand zum Equal Pay Day und ein kabarettistisches Schauspielsolo von Jutta Seifert. Nähere Informationen sind unter www.viernheim.de/gleichstellung zu finden und eine Berichterstattung vorab folgt.

Öffnungszeiten Museum Viernheim

Die Sonderausstellung kann zu den gewohnten Öffnungszeiten besichtigt werden. Diese sind: sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr. An Fastnachtssonntag (15. Februar) und Ostersonntag (5. April) bleibt das Museum geschlossen. Darüber hinaus sind Besuche nach Vereinbarung möglich. Weitere Informationen zu den Kurs- und Veranstaltungsangeboten des Museums finden Interessierte unter www.viernheim.de/museumveranstaltungen

Über das Frauenmuseum Bonn

Das Frauenmuseum Bonn wurde am 2. Mai 1981 von der heutigen Direktorin Marianne Pitzen und einer Gruppe interdisziplinär arbeitender Frauen in der Altstadt von Bonn gegründet. Die international anerkannte Institution hat seit ihrem Bestehen über 700 Ausstellungen gezeigt und diese durch umfangreiche Begleitprogramme ergänzt. Es fördert die Kunst der Frauen mit dem Ziel, diese auch in der Kunstgeschichte zu verankern. In wechselnden Ausstellungsprojekten werden Arbeiten wichtiger zeitgenössischer Künstlerinnen der internationalen Kunstszene und der Künstlerinnen in Deutschland gezeigt. Im Kontext zeitgenössischer experimenteller Kunst oder im begleitenden Veranstaltungsprogramm zu einzelnen Ausstellungen wird oft gleichzeitig Frauengeschichte aufgearbeitet und neu präsentiert.

Die Akademie im Frauenmuseum richtet sich mit Veranstaltungen und Beratung vorwiegend an die berufsspezifischen Interessen von Künstlerinnen. Neben der weiblichen Kunst sind auch Frauenbewegung und Frauenpolitik Themen von Forschung. In Tagungen, Seminaren und Workshops finden unter anderem auch Auseinandersetzungen mit neuen ästhetischen Qualitätsbegriffen statt. Träger des Frauenmuseums Bonn ist der Verein Frauenmuseum – Kunst, Kultur, Forschung e. V. red

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Autor:

Kristin Hätterich aus Mannheim

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