Exkursion zum Abschluss der ÖkoRegio-Touren in Ubstadt-Weiher
Die geheimnisvolle Welt der Heuschrecken

Dr. Hubert Neugebauer (Mitte) entführte in die geheimnisvolle Welt der Heuschrecken in Zeutern.
  • Dr. Hubert Neugebauer (Mitte) entführte in die geheimnisvolle Welt der Heuschrecken in Zeutern.
  • Foto: Bau- und Umweltamt
  • hochgeladen von Jessica Bader

Ubstadt-Weiher. Mit einer Heuschrecken-Exkursion sind am Sonntag, 11. August, die ÖkoRegio-Touren 2019 in Ubstadt-Weiher zu Ende gegangen. Zu dieser letzten Veranstaltung hatten der Naturschutzverein „Alternative Ecke“ und die Gemeinde eingeladen.

Der Biologe Dr. Hubert Neugebauer zeigte 22 interessierten Teilnehmern die häufigsten Heuschrecken-Arten der Region und erklärte die Besonderheiten dieser Tiergruppe. Verwirrung stiftete zunächst eine ganz kleine Heuschrecke: „Die ist noch im Larvenstadium, also noch nicht fertig entwickelt“, stellte Neugebauer fest. „Bei Larven denkt man eher an sowas wie Raupen“, meinte eine Teilnehmerin und erntete breite Zustimmung aus der Gruppe. Eine so wundersame Verwandlung wie bei Faltern oder Käfern gibt es jedoch bei Heuschrecken nicht. Dafür finden mehrfache Häutungen statt, mit denen die Jungtiere, die schon aussehen wie kleine Heuschrecken, jeweils größer werden und sich schließlich zum fortpflanzungsfähigen Imago entwickeln. „Im Zuge dieser Häutungen können sich die Tiere farblich an ihren Lebensraum anpassen“, erklärte der Exkursionsleiter und zückte als Beweis eine blauflüglige Ödlandschrecke von einer Sandfläche bei Mannheim aus dem Rucksack: Deren Flügeloberseiten waren braun gefärbt, während die Exemplare der gleichen Art sich auf einer Zeuterner Kiesfläche mit grauen Flügeln tarnten.

Es ist also nicht die Färbung, an der man die Heuschrecken-Art erkennt. Für Fachleute ist das wichtigste Bestimmungsmerkmal der „Gesang“, der von den Heuschrecken mit Flügeln und Beinen auf unterschiedliche Art erzeugt wird. Äußerlich sind es Fühler, Körperbau und Halsschild, an denen man die Arten unterscheiden kann. In den Käschern und Becherlupen der Exkursionsteilnehmer konnten Nachtigallen-, Wiesen- und Gemeine Grashüpfer bestimmt werden, aber auch Sichel-, Strauch- und Keulenschrecken.

Und weil Heuschrecken-Fang hungrig und durstig macht, ließen die Teilnehmer die Exkursion bei regionaler Küche im „Weinschlauch“ ausklingen. siw

Autor:

Jessica Bader aus Ludwigshafen

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